Es hat schon schärfere Fotos von ihnen gegeben, aber ein Bild, das Markus Gisdol (mit Schirmmütze) und Fredi Bobic in einem Restaurant in Frankfurt zeigen soll, macht in den Sozialen Netzwerken die Runde und wird hitzig diskutiert. Holt der Eintracht-Sportvorstand den früheren HSV-Trainer nach Hessen? Und wann? Schließlich ist das Verhältnis zwischen Bobic und Coach Niko Kovac nach der Bekanntgabe von dessen Wechsel zum FC Bayern schwer angeschlagen. Oder ist es gar nicht Gisdol?

Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic (r.) im Gespräch mit Ex-HSV-Coach Markus Gisdol (mit Mütze)?

Von 1979 bis 1984 spielte er für den HSV, wurde Europapokalsieger (1983) und zweimal Deutscher Meister (1982, 1983). Als Sportdirektor kehrte Holger Hieronymus von 1998 bis 2002 zu seinem Klub zurück. Kein Wunder, dass der aktuelle Niedergang ihn schmerzt: „Wie sich der Verein als Gesamtgebilde darstellt, ist für mich ein Albtraum“, sagte er dem NDR.

Am Montag kommt es zum Abschluss des 30. Spieltags zum Kellerduell zwischen Mainz und Freiburg. Erst danach steht fest, wie für den HSV die Ausgangslage für die letzten vier Spiele ist. HSV-Trainer Christian Titz meint: „Es wäre schön, wenn Mainz nicht gewinnen würde.“ Momentan steht der FSV mit fünf Zählern vor dem HSV auf dem Relegationsplatz.

Präsident und Aufsichtstats-Boss Bernd Hoffmann kündigt beim HSV für den Sommer einen radikalen Umbruch an. „Wir werden uns auf jeden Fall neu aufstellen, es umkrempeln und jeden Stein umdrehen“, sagte er in einem Interview mit dem NDR. Zudem betonte er, dass selbst ein möglicher Klassenerhalt darauf keinen Einfluss hätte: „Das machen wir völlig unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit.“

Gideon Jung kehrte nach seiner Gelbsperre zurück ins Team. Beim 0:2 in Hoffenheim konnte aber auch er keine Ruhe in die HSV-Abwehr bringen. Sein Fazit nach der Partie: „In der ersten Halbzeit haben wir einfach gepennt. Wir wollten viel griffiger spielen und nach vorne Druck machen, das haben wir zu selten hinbekommen. Die Fehlerkette zog sich dann durch alle Mannschaftsteile. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, wie gut wir gegen und mit den Ball arbeiten können. Das hat aber nicht gereicht. Im Grunde genommen war es eine verdiente Niederlage. Wir müssen uns jetzt auf uns konzentrieren und die Siege einfahren. Es ist noch nicht zu spät!“

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