Die düstere HSV-Bilanz gegen Freiburg (acht Jahre ohne Heimsieg) – Aaron Hunt hat daran durchaus seinen Anteil. Der HSV-Regisseur hatte im letzten Heimspiel gegen die Breisgauer den Sieg auf dem Fuß, scheiterte in der 87. Minute aber mit einem Elfmeter an Freiburgs Torwart Alexander Schwolow. Vorangegangen war dem Fehlschuss ein kindischer Streit mit Michael Gregoritsch über die Ausführung des Strafstoßes. Nach dem Spiel sprach Hunt vom „schlechtesten Elfmeter, den ich in der Liga je geschossen habe“. Seither trat der 31-Jährige, der in seiner Karriere zwölf von 16 Schüssen vom Punkt verwandelt hat, übrigens nie wieder zum Elfmeter an. Sollte der HSV aber am Sonnabend einen Strafstoß zugesprochen bekommen, würde er die Chance zur Wiedergutmachung erhalten. Trainer Christian Titz hatte kürzlich zur Elfmeter-Hierarchie erklärt: „Unsere Nummer eins ist Aaron Hunt, unsere Nummer zwei ist Fiete Arp.“

Sie kommen nicht gerade mit breiter Brust nach Hamburg. Der SC Freiburg hat in den vergangenen zehn Spielen nur vier Tore geschossen, hat mit insgesamt 26 Treffern die zweitschwächste Ausbeute der Bundesliga – nur der HSV (23 Tore) steht noch schlechter da. Die Hälfte aller Freiburger Tore schoss in dieser Saison Nils Petersen. Der 29-Jährige spielt übrigens auch besonders gern gegen den HSV. In zehn Spielen gegen die Hamburger war er an sieben Toren beteiligt. Zu den vier Treffern, die er selbst erzielte, kommen drei Vorlagen hinzu. Gegen keinen anderen Bundesliga-Verein hat Petersen eine bessere Scorer-Statistik. Geradezu kurios aber ist folgender Fakt: Außer Petersen hat kein anderer Freiburger Spieler aus dem aktuellen Kader bisher ein Tor gegen den HSV erzielt. Aus Sicht der HSV-Fans darf das über den Sonnabend hinaus sicher gerne so bleiben.

Skandal-Rapper trifft Skandal-Kicker. Der von den HSV-Profis suspendierte Walace nutzte den sonnigen Mittwoch offenbar für einen Besuch beim Herren-Friseur „Major Barbers League“ – und traf dort Maxwell von der Hip-Hop-Crew 187 Strassenbande. Letzterer postete ein Bild des Aufeinandertreffens bei Instagram.

Ob die beiden zufällig aufeinandertrafen oder sich kennen? Klar ist, beide sorgten zuletzt für fette Schlagzeilen. Maxwell stand im Mittelpunkt einer Razzia der Polizei. HSV-Profi Walace hatte u.a. ein Training der U21 geschwänzt und stattdessen mit Gucci-Pulli in Mailand posiert.

@walace.12

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Wenn der HSV am Sonnabend den SC Freiburg empfängt, treffen die beiden schwächsten Rückrunden-Teams der Bundesliga aufeinander. Ein paar Zahlen gefällig? Die Rothosen gewannen mit dem 3:2 gegen Schalke nur eines der letzten acht Heimspiele, in denen sie insgesamt sechs Zähler holten. Dieser Dreier war auch der einzige in den letzten 17 Partien der Hamburger, die mit sieben Punkten Schlusslicht der Rückrundentabelle sind. Auch ihre acht Tore und 23 Gegentreffer sind in diesem Jahr die schlechtesten Ligawerte. In den letzten 15 Runden spielte der HSV nur einmal zu Null: am 3. März beim 0:0 gegen Mainz. Die Freiburger verloren vor dem Duell der erfolglosesten Angriffsreihen ihre letzten vier Spiele und sind seit sieben Runden sieglos, in denen sie nur zwei Punkte holten. In den letzten neun Stunden erzielten sie nur ein einziges Tor: durch Nils Petersen, der fünf der letzten sechs Freiburger Tore schoss. Das Hinspiel der beiden Teams endete übrigens 0:0.

Die U21 des HSV hat in Barsinghausen die Tabellenführung in der Regionalliga Nord zurückerobert – zumindest für gut 24 Stunden. Beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder gewann die Mannschaft von Trainer Steffen Weiß mit 5:2 (2:1). Es war der erste Dreier für die „Rothöschen“ nach fünf sieglosen Spielen in Folge. Christian Stark (14.) und Mohamed Gouaida (18.) hatten in der ersten Halbzeit, in der Henrik Weydandt (33.) für Egestorf verkürzen konnte, den Grundstein für den Erfolg gelegt. Nach der Pause bereitete Stark zunächst das 3:1 durch Frank Ronstadt (59.) vor. Fabian Gmeiner erhöhte nach einem Konter auf 4:1 (71.). Acht Minuten später erzielte Regionalliga-Top-Knipser Törles Knöll sein 18. Saisontor zum 5:1. Marco Schikora (86.) betrieb nur noch Ergebniskosmetik für die Gastgeber, die in der Regionalliga auf dem siebten Platz stehen. Der HSV führt die Tabelle mit 57 Punkten aus 29 Spielen nun wieder an. Weiche Flensburg hat zwei Zähler weniger auf dem Konto, allerdings drei Partien weniger absolviert. Am Donnerstag empfängt Weiche um 18.15 Uhr den Tabellenvierten VfB Lübeck zum Top-Spiel, könnte also mit einem Sieg wieder am HSV vorbeiziehen.

Die U21 des HSV nimmt Kurs auf die Rückeroberung der Tabellenführung in der Regionalliga Nord. In Barsinghausen führt die Mannschaft von Steffen Weiß nach der ersten Halbzeit mit 2:1 gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder. Christian Stark (14.) und Mohamed Gouaida (18.) sorgten für einen Blitzstart der „Rothöschen“. Arianit Ferati bereitete beide Treffer vor. Der Tabellensiebte aus Niedersachsen verkürzte durch Henrik Weydandt (33.).