HSV-Trainer Christian Titz strahlte nach dem Abpfiff des 1:0 gegen Freiburg. Verstänlich. „Wenn man das Spiel heute gesehen hat, war die erste Halbzeit nicht gut, das haben wir nicht gut gemacht. Es ist einfach ein enormer Druck, wenn du acht Punkte hintendran bist und gewinnen musst. Aufgrund der 2. Hälfte haben wir das Spiel dann auch verdient gewonnen“, sagte er bei Sky und nahm auch Stellung zu einem intensiven Austausch mit Christian Streich nach Spielende. „Wir haben uns kurz ausgetauscht über Spielszenen. Da ging es darum, dass ich als Trainer wahrscheinlich nicht anders reagiert hätte in seiner Situation.“ Mit Blick auf die anstehende Woche erklärte Titz: „Es war heute ein Kraftakt. Da ist es klar, dass die Spieler auch mal ein paar Tage benötigen, an denen man regenerieren kann. Dann haben wir die Möglichkeit, uns richtig gut auf das nächste Spiel vorzubereiten.“

Mit seinen Glanzparaden gegen Freiburg hielt er den HSV im Spiel. Julian Pollersbeck macht eine klasse Partie und dankte anschließend vor allem den Fans:  „Die Fans geben uns enorm Kraft. Es ist immer wieder Wahnsinn hier, wenn die Kulisse Feuer fängt und uns unterstützt, ich verstehe da teilweise mein eigenes Wort nicht mehr. Sie sind ein ganz, ganz wichtiger Teil.“ Dann richtete der Schlussmann den Blick direkt aufs kommende Wochenende. Mit einem Sieg gegen Wolfsburg wäre der Relegationsplatz nur zwei Punkte entfernt: „Aktuell spielen wir ja noch in der Bundesliga. Aktuell liegt es zwar nicht mehr in unserer Hand, aber wir müssen unsere Hausaufgaben machen und wenn wir die gemacht haben, können wir auf die anderen schauen. Fünf Euro ins Phrasenschwein: Wir müssen von Spiel zu Spiel denken.“

Lewis Holtby hat sich nach dem 1:0-Sieg gegen Freiburg zu seinem goldenen Tor geäußert. Bei „Sky“ sagte er: „Ich glaube, das war technisch versiert und eine gute Ballbehandlung. Ich wollte den unbedingt reinmachen und ich bin dankbar, dass er auch reingegangen ist und ich der Mannschaft damit auch helfen konnte.“ Zu seiner eigenen Situation erklärte er: „Für mich ist es einfach eine Freude, Fußball zu spielen. All das, was in der Vergangenheit war, hab ich hinter mir gelassen. Ich will einfach der Mannschaft helfen, sodass wir den Klassenerhalt schaffen.“ Mit Blick auf das Spiel beim VfL Wolfsburg sagte Holtby: „Nächste Woche kommt der nächste Kracher. Das Spiel müssen wir mit dem gleichen Engagement und dem absoluten Überlebensfight annehmen, aber dazu brauchen wir noch drei sehr gute Spiele von uns, der Mal eine Willensleistung.“

Nicolai Müller hat sich in der Halbzeitpause bei „Sky“ zu seinen Comeback-Chancen geäußert. Es sei sein Ziel, in dieser Saison noch eingreifen zu können. „Es fühlt sich wieder gut an, ich freue mich, dass ich wieder so viele Sachen machen kann“, sagte der 30-Jährige, der die ersten 45 Minuten gegen Freiburg so analysierte: „Wir hatten einen guten Start, haben uns dann aber zurückgezogen und hatten dann Glück, dass unser Torwart uns im Spiel hält. Er macht das sehr, sehr gut.“ Trainer Christian Titz werde „jetzt die richtigen Worte finden und die Jungs noch mal heiß machen“. Ob theoretisch noch die Möglichkeit bestehe, ihn auch in der kommenden Saison im HSV-Trikot zu sehen, wollte Müller nicht eindeutig beantworten: „Ich habe mir darüber keine Gedanken mehr gemacht. Mein Ziel ist es, fit zu werden und der Mannschaft noch mal zu helfen.“

HSV-Trainer Christian Titz hat direkt vor dem Anpfiff eine offensive Ausrichtung seiner Elf angekündigt. „Dieses Spiel gibt uns die Chance noch einmal zurückzukommen. Dementsprechend werden wir das Spiel angehen“, sagte er im Interview mit „Sky“. „Wir können auf fünf Punkte rankommen, das kann Hoffnung geben.“ Hoffnung gibt es auch für einen Einsatz von Bobby Wood, der es diesmal in den Kader geschafft hat. „Bobby hat die letzten zwei Tage sehr gut trainiert“, erklärte Titz und kündigte an, den US-Boy im Laufe des Spiels bringen zu wollen. „Ein Bobby Wood, der in Form ist, kann uns helfen.“