Seine Kollegen in Hamburg kämpfen noch, mit UD Las Palmas steht HSV-Leihgabe Alen Halilovic seit heute als Absteiger aus der spanischen Primera Division fest. Das Team von der Sonneninsel verlor zu Hause gegen Deportivo Alaves sang- und klanglos mit 0:4 (0:0). Kurios: Der Kroate stand nur in der ersten Halbzeit auf dem Platz, wurde dann ausgewechselt und erlebte alle Gegentore von der Bank aus.

Der 1. FC Köln hat dem Tabellenzweiten Schalke 04 beim 2:2 zwar das Leben schwer gemacht, der Punkt dürfte aber zu wenig sein, um selbst noch auf die Rettung hoffen zu können. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt acht Punkte, neun Zähler sind nur noch zu vergeben. Doch der FC spielt dennoch weiter eine Hauptrolle im Abstiegskampf: „Wir wissen, dass andere genau auf uns schauen, weil wir das Zünglein an der Waage sind. Wir fahren jetzt nach Freiburg, haben am Ende dann Wolfsburg. Und ich kann versprechen, dass meine Mannschaft so viel Charakter hat, dass sie sich weiter voll reinhauen wird“, versprach Trainer Stefan Ruthenbeck.

Er ist der erfolgreichste HSV-Torwart der Vereinsgeschichte und selten um ein klares Wort verlegen. Uli Stein hat bei Sky in der Sendung „Wontorra – der Fußball-Talk“ Trainer Christian Titz in hohen Tönen gelobt. „Er hat der Mannschaft wieder Fußballspielen beigebracht. Unter Hollerbach hat man Fußball gearbeitet und unter Titz spielt man wieder Fußball“, sagte Stein, schränkte aber ein: „Ich glaube, dass die Entscheidung für Titz zu spät kam. Die endgültige Entscheidung fällt in Wolfsburg, sie müssen in Wolfsburg punkten. Sie haben in den letzten Wochen unbeschwert spielen können, aber jetzt geht es wieder um etwas.“ Die mangelhafte Ausbeute in der Fremde (nur ein Sieg aus 15 Spielen) werde dem HSV – so glaubt Stein – letztlich das Genick brechen. „Sie haben auswärts nicht überragend gespielt, die ganze Saison nicht. Sie haben alles in die Waagschale geworfen in den Heimspielen, aber wegen des Auswärtsauftretens des HSV sind die Chancen geringer als für die anderen, immerhin haben sie jetzt noch zwei Auswärtsspiele hintereinander.“

In Hamburg wurde Michael Gregoritsch nicht so recht glücklich. Zwischen 2015 und 2017 gelangen ihm zwar zehn Treffer in 55 Bundesligaspielen, der Knoten platzte aber erst nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer zum FC Augsburg. Beim 2:0 (1:0) gegen Mainz 05 wurde der Österreicher einmal mehr in dieser Saison zum Matchwinner, erzielte sein zwölftes Saisontor – und traf auch für den HSV. Durch den eigenen Erfolg hatte der Liga-Dino den Rückstand auf Freiburg und Wolfsburg auf fünf Punkte verkürzt. Weil Gregoritsch mit seinem FCA die 05er besiegte, schmolz der Mainzer Vorsprung auf die Hamburger ebenfalls auf fünf Zähler zusammen. Plötzlich hat der HSV drei Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg zumindest wieder in Sichtweise.

Es sieht knapp aus, ist es aber leider nicht. Durch das 3:1 (1:1) beim VfB Oldenburg ist die U21 des HSV in der Regionalliga Nord bis auf einen Punkt an Weiche Flensburg herangerückt, doch der Spitzenreiter hat zwei Spiele weniger absolviert als das Team von Trainer Steffen Weiß und damit die besten Karten im Titelrennen. Die Tore der „Rothöschen“ erzielten Törles Knöll, Patrick Storb und Christian Stark.