Der frühere HSV-Trainer Thorsten Fink wird neuer Chefcoach beim Schweizer Erstligisten Grasshopper Zürich. Das teilte der Verein am Montagabend mit. Fink erhielt einen Einjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr und wird bereits am Sonnabend im Liga-Spiel beim Tabellenletzten FC Lausanne auf der Bank sitzen. Der 50-Jährige trainierte von Juli 2009 bis Oktober 2011 den FC Basel, mit dem er das Double gewann und danach noch ein weiteres Mal Schweizer Meister wurde, erwarb sich dadurch einen guten Ruf bei den Eidgenossen. Bis zum 25. Februar hatte Fink Austria Wien trainiert. Die Grasshopper sind fünf Spiele vor Schluss als Siebter nur vier Punkte vom Abstiegsplatz entfernt und hatten sich vor wenigen Tagen vom ehemaligen Stuttgarter Bundesliga-Profi Murat Yakin getrennt.

Schwedens Nationaltrainer Janne Andersson dürfte über HSV-Coach Christian Titz nur den Kopf schütteln. Denn in Hamburg musste sich Albin Ekdal zuletzt mit der Reservistenrolle begnügen, weil Matti Steinmann den Vorzug erhielt. Andersson dagegen traut dem Mittelfeld-Mann sogar zu, Stammkraft bei einem europäischen Topteam zu sein: „Wenn Albin Ekdal gesund ist, glaube ich wirklich, dass er da hinkommen kann“, sagte der 55-Jährige im „Kicker“. Für die WM in Russland hat der Coach des deutschen Gruppengegners den HSV-Profi fest eingeplant: „Ekdal ist enorm wichtig für uns. Er ist eine Art Stratege im Mittelfeld. Immer, wenn wir am stärksten waren, stand Albin mit auf dem Platz. Ich hoffe wirklich, dass er jetzt fit bleibt.“ Doch damit war die Lobeshymne noch nicht vorbei. Andersson weiter: „Ich hebe selten einen Spieler als besonders wichtig hervor. Aber Albin Ekdal verfügt über eine Ganzheitlichkeit, die im Vergleich mit anderen Spielern eine Extra-Dimension beinhaltet. Das will ich gerne auf dem Platz haben.“

Schon am Sonntag fehlte Aaron Hunt beim Auslaufen, wegen Muskelproblemen aus dem Spiel gegen den SC Freiburg (1:0) droht dem Offensiv-Allrounder auch morgen eine Trainingspause. „Wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt“, hatte HSV-Coach Christian Titz gestern gesagt. Hunts Einsatz am Sonnabend bei Ex-Klub Wolfsburg soll aber nicht gefährdet sein.

„Hoffentlich steigen die ab“, hatte Freiburgs Nils Petersen nach der 0:1-Niederlage in Hamburg Richtung HSV beim Gang in die Kabine gesagt. Via Instagram entschuldigte er sich nun für seine Aussage. Der SC-Stürmer: „Fünf Spiele haben wir zuletzt hintereinander verloren. Das ist frustrierend, das tut weh. Da kann es passieren, dass die Emotionen mit einem durchgehen leider auch mal über ein angemessenes Level hinaus. Über die Berichte nach dem Spiel in Hamburg möchte ich sagen: Ich wünsche wirklich keinem Club den Abstieg, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie bitter der Gang in die zweite Liga ist.“

Der HSV darf sich bei seinen letzten beiden Gastspielen in der laufenden Bundesligasaison auf die große Unterstützung seiner Fans freuen. Für die Partien am Sonnabend beim VfL Wolfsburg und am 5. Mai bei Eintracht Frankfurt sind alle Gästetickets vergriffen, teilte der Klub heute mit. Daher werden 3000 Fans die Reise nach Wolfsburg antreten, in Frankfurt werden sogar 5000 Anhänger die Mannschaft von Christian Titz unterstützen.