Am Sonnabend tritt der HSV bei Eintracht Frankfurt an und hat das berühmt-berüchtigte Momentum auf seiner Seite. Seit fünf Spielen haben die Hessen in der Bundesliga nicht mehr gewonnen, holten in diesem Zeitraum nur einen von 15 möglichen Punkten. Dennoch zeigt Hamburgs Trainer Christian Titz großen Respekt: „Ich bewerte Frankfurt nicht nach dem Auftritt in München. Das ist eine sehr starke Mannschaft. Sie hat zuvor bewiesen, wie gut und taktisch flexibel sie ist. Zudem geht es für sie noch um die Europapokal-Qualifikation. Es wird eine unheimlich schwere Aufgabe.“

Der HSV hat es nicht mehr in den eigenen Füßen, ist auf dem Weg zur Rettung auf Schützenhzilfe angewiesen. Allen voran von RB Leipzig und dem 1. FC Köln, den Gegnern des VfL Wolfsburg. Doch Hamburgs Mittelfeld-Antreiber Aaron Hunt fordert dazu auf, dass man sich nur auf die eigenen Auftritte konzentrieren solle: „Uns darf gar nicht beschäftigen, was die anderen machen, denken oder sagen. Wir müssen unser Spiel auf den Platz bringen. Wenn wir das so machen wie zuletzt, dann werden wir es schaffen. Da bin ich mir sicher.“

Der „Gyros-Schwur“ hat dem HSV wieder Hoffnung gegeben, vor den Siegen gegen Schalke, Freiburg und Wolfsburg waren Verantwortliche und Profis auf Einladung von Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos beim Griechen essen. Auch in der kommenden Woche wird es wieder Gyros und Souvlaki gegen. Einer leidet darunter: Luca Waldschmidt. Warum? Er klärt auf: „Für mich ist das eine Katastrophe, da kann ich nichts essen. Ich esse kein Fleisch. Ich versuche einen anderen Deal zu machen, damit wir nicht mehr zum Griechen gehen. Aber es wird schwer. Ich bin da fast alleine.“

Nachdem sich Freiburg und Mainz wohl entscheidend befreit haben, liefert sich der HSV an den beiden abschließenden Spieltagen ein Fernduell mit Wolfsburg um den Relegationsplatz. Die Hamburger sind dabei der Herausforderer, liegen zwei Punkte hinter den Niedersachsen zurück. Am Sonnabend geht es zu Eintracht Frankfurt, eine Woche darauf kommt Gladbach in den Volkspark. Zeitgleich ist der VfL zunächst bei RB Leipzig zu Gast, ehe man im Saison-Finale gegen den bereits als Absteiger feststehenden 1. FC Köln antritt.

Aus dem Vierkampf um den Klassenerhalt ist nach dem 32. Spieltag für den HSV ein Zweikampf um die Relegation geworden. Nach Freiburg (3:2 gegen Köln) gestern hat auch Mainz heute sein Heimspiel gegen RB Leipzig (3:0) gewonnen. Beide haben nun fünf Punkte Vorsprung auf den HSV, sechs Zähler sind nur noch zu vergeben. Sieht so aus, als müsste das Team von Christian Titz darauf hoffen, den VfL Wolfsburg noch abzufangen. Nach dem Erfolg im direkten Duell ist der Liga-Dino nur zwei Punkte zurück. Die „Wölfe“ treten am Sonnabend in Leipzig an, der HSV in Frankfurt.

Diesen Termin sollten sich alle HSV-Anhänger vormerken. Am kommenden Mittwoch (2. Mai) steht im Stadion-Restaurant „die Raute“ der nächste Fan-Abend auf dem Programm. Diesmal wird sich HSV-Coach Christian Titz den Fragen der Anhänger stellen. Zwischen 18 und 19.30 Uhr wird der Trainer da sein. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Nachdem Filip Kostic am 3. März beim 0:0 gegen Mainz 05 einen Elfmeter verschossen hatte, trat der Serbe gestern in Wolfsburg (3:1) in der Nachspielzeit ein weiteres Mal an. Und wieder brachte er den Ball nicht im Tor unter, das besorgte Luca Waldschmidt im Nachschuss. Sollte der HSV demnächst mal wieder einen Strafstoß zugesprochen bekommen, wird Kostic nicht antreten, wie Trainer Christian Titz versicherte: „Ich will nie von Verboten sprechen, aber den nächsten Elfmeter wird Filip nicht schießen.“

Bitter für Leipzig. Und damit auch bitte für den HSV. Nachdem die „Roten Bullen“ einige gute Chancen vergaben, klingelte es im eigenen Kasten. Pablo De Blasis verwandelte in der 28. Minute einen Strafstoß für Mainz 05. Damit ist der FSV den Hamburgern in der Blitztabelle fünf Punkte voraus.