Niko Kovac bleibt bis Saisonende Trainer von Eintracht Frankfurt. „Für uns stellt sich das Thema einer Ablösung überhaupt nicht“, so Sportchef Bruno Hübner. Kovac wechselt zum FC Bayern, seit der Bekanntgabe des Abschieds hat Frankfurt alle drei Bundesliga-Spiele verloren. Selbst bei einer Pleite gegen den HSV „wird Niko bis zum Saisonende bleiben“, sagte Hübner: „Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen den Ergebnissen und seinem Weggang. Das Team hält zu ihm und gönnt ihm, dass er nach München geht.“

Fiete Arp ist das größte Talent im HSV-Nachwuchs. In dieser Saison hat der Youngster einen großen Schritt nach vorne gemacht, feierte sein Bundesligadebüt und erzielte sogar zwei Tore im Oberhaus. Im Interview mit dem Magazin des Supporters Club verteilte Nachwuchschef Bernhard Peters ein Sonderlob für den Angreifer: „Jann-Fiete Arp legt mehr Disziplin an den Tag als andere Spieler seines Alters. Er hat über Jahre hinweg sehr, sehr intensiv auf seinen jetzigen Stand hingearbeitet – mit viel individuellem Training, mit Schule und Internatsleben und viel Verzicht. Das war schon sehr fokussiert. Sicherlich besitzt er auch eine sehr intensive Begabung für das, was er macht.“

Für den HSV ist die Partie in Frankfurt ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Nur ein Sieg hilft der Mannschaft von Christian Titz weiter. Schlecht für den HSV: Mit Kevin-Prince Boateng und Omar Mascarell stehen der SGE gleich zwei Schlüsselspieler wieder zur Verfügung. „Das wird mit Sicherheit ein großer Kampf“, sagt Boateng und fügt an: „Es ist ja auch eine Art Finale für den Hamburger SV. Sie spielen derzeit guten Fußball und bringen die nötige Leidenschaft mit. Das haben wir zur Kenntnis genommen. Nichtsdestotrotz liegt es an uns: Wir müssen alles reinhauen und dürfen keine Geschenke mehr verteilen.“

Heute Abend (19 Uhr) trifft die U21 auf den SSV Jeddeloh in der Regionalliga Nord. Mit einem Sieg könnten die Rothöschen auf den ersten Tabellenplatz rutschen. Kein Wunder also, dass schlagkräftige Hilfe von den Profis mitgereist ist. Bjarne Thoelke, Mo Gouaida, Stephan Ambrosius und Vasilije Janjicic sollen bei der Auswärtspartie für Furore und im besten Fall drei Punkte sorgen. Das Profiquartett fehlte deshalb auch beim morgendlichen Mannschaftstraining.

Von 2003 bis Sommer 2016 war Heribert Bruchhagen der Boss von Eintracht Frankfurt, im Winter nach seinem Abschied übernahm er dieses Amt beim HSV, wo er Anfang März entlassen wurde. Das Duell seiner Ex-Klubs am Sonnabend in der Commerzbank-Arena wird er sich von der Tribüne aus verfolgen. Er habe „zwei Dauerkarten auf Lebenszeit“, sagte Bruchhagen der „Bild“ und verriet: „Klar ist, dass ich dem HSV die Daumen drücke.“

Im Trainingsspiel hat sich Coach Titz für folgende Formation entschieden:

Pollersbeck – Sakai, Jung, van Drongelen, Santos – Steinmann – Kostic, Holtby, Waldschmidt, Ito – Wood

In Frankfurt dürfte ein fitter Papadopoulos (Belastungssteuerung) van Drongelen und der aktuell mit Reha-Coach arbeitende Hunt (muskuläre Probleme) Waldschmidt ersetzen.