Ex-Boss Bruchhagen sieht Schuld an HSV-Lage bei sich

Heribert Bruchhagen, der im März als Vorstandsvorsitzender des HSV entlassen worden war, hat im „Doppelpass“ bei Sport1 noch einmal auf sein Aus zurückgeblickt und die Schulf für den sportlichen Absturz anerkannt. „Ich hatte keinen Argwohn, dass diese Mannschaft nicht wettbewerbsfähig ist. Im Ergebnis war es eine Fehleinschätzung. Das habe ich mir selbst zuzuschreiben. Als Vorstandsvorsitzender hast du die Gesamtverantwortung, das ist nun mal so. Und in Hamburg rollen in so einer Situation eben Köpfe. Durch meine lange Zeit in Frankfurt hatte ich dort das Vertrauen, das hat in Hamburg gefehlt. Deswegen hat man mich aufgrund der Ergebnisse ausgetauscht. Das ist nachvollziehbar“, sagte Bruchhagen, der bedauert, welchen Ruf der Liga-Dino mittlerweile hat: „Es ist bitter. Der HSV ist kein Chaosverein, sondern ein sehr gut aufgestellter Klub. Aber in den letzten Jahren haben wir in der Zusammenstellung der Mannschaft eher schlecht agiert. Wenn man im Ranking des Lizenzspieleretats auf Platz neun und in der Tabelle auf Rang 17 steht, dann stehe ich dafür in der Verantwortung. Deswegen war meine Entlassung gerechtfertigt. Wir hatten sicher viele gutbezahlte Spieler, deren Gehalt sich nicht auf dem Rasen gespiegelt hat. Das ist ein Problem des HSV. Das konnte ich nicht ändern.“