Eigentlich war für Donnerstag eine Einheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit geplant, doch jetzt überrascht der Liga-Dino mit folgender Mitteilung auf seiner Internetseite: „Normalerweise trainiert der HSV an den letzten beiden Tagen vor einem Bundesliga-Spiel nicht öffentlich. Doch vor dem großen Finale am Sonnabend gegen Borussia Mönchengladbach verändern Trainer Christian Titz und sein Team diesen Ablauf, um sich zusammen mit möglichst vielen Fans auf das gemeinsame Endspiel einzustimmen. Deshalb lädt der HSV an diesem Donnerstag (10. Mai), also an Himmelfahrt, alle HSVer ein, den Feiertag im Volkspark zu verbringen. Um 11 Uhr beginnt die öffentliche Einheit auf den Trainingsplätzen neben dem Volksparkstadion. Alle HSV-Fans sind herzlich eingeladen, Kind und Kegel einzupacken, dem Team den letzten Push zu geben und sich gemeinsam mit der Mannschaft auf dieses so wichtige Spiel einzuschwören. Feiertag im Volkspark – alle hin da!“

Holstein Kiel muss im Falle des Aufstiegs in die Bundesliga in ein anderes Stadion umziehen. Die Lizenzierungsabteilung der Deutschen Fußball Liga (DFL) lehnte heute den Antrag auf Ausnahmegenehmigung ab. Der Zweitliga-Dritte gibt aber nicht auf. Das Holstein-Stadion sei mit einem Fassungsvermögen von rund 10.000 Zuschauern zu klein für die Bundesliga, so die DFL. Als Minimum fordert die DFL 15.000 Plätze, 8000 davon müssen Sitzplätze sein. Kiel hatte eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Der Zweitliga-Dritte, der die Teilnahme an der Relegation zum Aufstieg bereits sicher hat, wiill die Entscheidung der DFL durch den zuständigen Lizenzierungsausschuss überprüfen lassen. „Wir hoffen weiter, dass wir im Falle eines Aufstiegs unsere Heimspiele in Kiel austragen dürfen“, erklärt Holsteins Geschäftsführer Wolfgang Schwenke in einer Mitteilung des Klubs: „34 Auswärtsspiele wären nach einem sensationellen Aufstieg ungerecht.“ Der HSV hatte einer Anfrage des Nordrivalen auf Nutzung des Volksparkstadions bereits eine Absage erteilt.

Entwarnung bei Aaron Hunt. Der Offensiv-Allrounder verpasste das heutige Training wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel, soll aber am Sonnabend spielen können. Coach Christian Titz: „Aaron geht es deutlich besser, er wird behandelt und soll am Mittwoch oder spätestens Donnerstag wieder voll dabei sein.“

Als Spieler war er weltweit einer der Größten, als Trainer blieb Lothar Matthäus der Durchbruch verwehrt. Nach Stationen bei Rapid Wien, Partizan Belgrad, Atlético Paranaense, Red Bull Salzburg und Maccabi Netanja sowie als Nationalcoach Ungarns und Bulgariens wechselte er die Seiten und arbeitet als TV-Experte. In einem Interview mit der „Zeit“ verriet der 57-Jährige nun, dass er gern als Trainer für den HSV gearbeitet hätte: „Ein Verein mit Tradition, das hätte ich gemacht!“ Diesen Traum habe er aber begraben: „Jetzt nicht mehr. Ich brauche es nicht.“

Auf seine Anhänger kann sich der HSV auch vor dem Saison-Finale gegen Gladbach verlassen. Wie schon vor dem Debüt von Christian Titz gegen Hertha BSC Mitte März ruft der Fanclub „HSVInside“ zum Bus-Empfang auf. „Es ist, wieder mal, ein Endspiel“, heißt es in ihrem Facebook-Eintrag. Daher wolle man das Team vor dem Anpfiff noch einmal die volle Unterstützung demonstrieren. Treffpunkt für das Spalier ist um 13.45 Uhr an der Sylvesterallee.

Die deutsche U17 um HSV-Talent Lenny Borges hat bei der EM in England nach der Pleite zum Auftakt gegen die Niederlande (0:3) ihren ersten Sieg eingefahren. Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Prus besiegte Serbien mit 3:0 (3:0) und wahrte damit die Chance auf den Viertelfinal-Einzug. Can Bozdogan (18.) vom 1. FC Köln und Leon Dajaku (24., 37.) vom VfB Stuttgart erzielten die Treffer. Rechtsverteidiger Borges stand erneut in der Startelf.

Sollte sich der HSV am Sonnabend in die Relegation retten, müsste der Liga-Dino am 17. und 21. Mai (jeweils 20.30 Uhr) gegen Holstein Kiel antreten. Dauerkarteninhaber hätten beim Heimspiel freien Eintritt.
Sollte der Relegationsfall eintreten, so würde bereits am Sonnabend ab 17:45 Uhr der Mitgliedervorverkauf für das Heimspiel beginnen. Der freie Vorverkauf würde ab Sonntag, 13.Mai, um 14 Uhr starten.

Zudem wäre das Servicecenter am Sonnabend zwischen 17.45 Uhr und 22 Uhr sowie am Sonntag zwischen 10 Uhr und 18 Uhr geöffnet.

Für die zweite Einheit des Tages hat Christian Titz „etwas Besonderes“ angesetzt. Was genau? „Wir machen eine Art Dreikampf, da muss man den Ball in eine Tonne bringen, das kann ich nicht erklären, da muss man dabei sein“, sagte der HSV-Coach. Und warum? „Wir werden uns mit einer guten Trainingswoche akribisch vorbereiten, dazu gehört aber auch die nötige Portion Lockerheit. Das Frankfurt-Spiel ist abgehakt, jetzt geht es nur noch um Gladbach. Da wollen wir das Maximum auf den Platz bringen.“