Der Abgang von Sturm-Juwel Fiete Arp (18) am Saisonende trotz Vertrages bis 2019 hat sich in den vergangenen Monaten eigentlich abgezeichnet. Die Bayern gelten als heißer Kandidat. Doch vielleicht ändert ja die bevorstehende ligaunabhängige Vertragsverlängerung von Christian Titz beim HSV etwas. Denn der Coach hat Arp schon in der U17 trainiert, gilt als großer Förderer des Stürmers. Nun ist klar, dass Titz auch in der kommenden Saison die Profis betreuen wird. Führt dies bei Arp zum Umdenken? Der Teenager hat in dieser Saison in 18 Spielen zwei Tore erzielen können. Wegen Abi-Stress, Verletzungen und Krankheit spielte Arp zuletzt keine große Rolle mehr in der Bundesliga. Das letzte Spiel gegen Gladbach wird er wegen eines grippalen Infektes wohl verpassen.

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Nationalspieler Jonas Hector verspricht den Fans des HSV Schützenhilfe im Abstiegskampf. „Das soll keine Kaffeefahrt für uns werden“, sagte der Linksverteidiger des 1. FC Köln vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg. Der HSV spielt zeitgleich gegen Gladbach und muss auf einen Ausrutscher der Wölfe hoffen, um mit einem Sieg auf den Relegationsplatz klettern zu können „Wer uns die letzten Spiele hat spielen sehen, der weiß, dass wir nichts abschenken“, sagte Hector beim WM-Medientag des Sportartikelherstellers adidas: „Wir haben bislang immer alles reingeworfen, egal, wie aussichtslos es war. So gehen wir das letzte Spiel auch an. Das will keiner, dass einer fragt: ‚Was haben die denn da gemacht?'“

TV-Experte Matthias Sammer lobt Trainer HSV-Trainer Christian Titz in den höchsten Tönen. „Gefühlt steht der HSV auf Rang zehn, gesichert. Dieses Gefühl hat sich der HSV mit Christian Titz hart erarbeitet. Das Team hat Willen und Charakter gezeigt“, sagte Sammer im Eurosport-Interview. „Wenn der HSV das über die ganze Saison mit Christian Titz gezeigt hätte, wäre der HSV doch niemals in der aktuellen Situation“, meinte Sammer. Die Herangehensweise von Titz imponiere ihm, sagte der 50 Jahre alte ehemalige Nationalspieler. „Er verwaltet nicht, er lässt agieren. Ballbesitz, Offensive und Mut. Er lässt nicht konservativ defensiv agieren, er will nach vorne spielen. Diese Art und Weise gefällt mir.“

Für den HSV geht es am letzten Spieltag um alles. Der DFB entsendet zum „Endspiel“ gegen Gladbach seinen besten Mann: FIFA-Schiedsrichter Dr. Felix Brych (42), der amtierende Welt-Schiedsrichter des Jahres, wird die Partie leiten. Die Bilanz des Münchners Referees bei Bundesligaspielen des HSV: elf Siege, neun Remis und zwölf Pleiten. Kurios: Am zweiten Spieltag beim 3:1 des HSV gegen Köln war Brych verletzt ausgewechselt worden.