Seit Christian Titz im März das Trainer-Amt beim HSV übernahm, blühte auch Aaron Hunt gewaltig auf, entwickelte sich zum Anführer eines jungen Teams, das vier von acht Spielen gewinnen konnte. Der Vertrag des 31-Jährigen läuft allerdings aus, er könnte Hamburg ablösefrei verlassen. Neben mehreren Klubs aus der Türkei hat laut „Bild“ auch Hannover 96 den Offensiv-Allrounder ins Visier genommen.

Es wird beim HSV einen personellen Einschnitt geben, so viel steht fest. Aber Frank Wettstein stellte kürzlich bereits klar, dass man die Kaderplanung selbstbestimmt vorantreibe. „Wir sind nicht gezwungen, Spieler aktiv auf den Markt zu geben und werden bestimmt nicht jeden wechselwilligen Profi ziehen lassen, der uns mit in diese Lage gebracht hat“, sagte der HSV-Vorstand. Und weiter: „Es werden Spieler auf uns zukommen, die vielleicht Alternativen haben. Dann muss man sehen, ob das für uns attraktiv ist.“

Von Donnerstag an bis zum 6. Juni haben Dauerkarten-Inhaber ein Vorkaufsrecht auf das Saisonticket für die bevorstehenden Zweitliga-Serie. Am 19. und 20. Juni erhalten dann Mitglieder die Chance, sich eine Dauerkarte zu sichern. Der freie Verkauf startet am 21. Juni und endet am 2. Juli. Mitte Juli werden die Tickets dann verschickt.

Dem HSV droht der Abgang von Julian Pollersbeck. Zwar steht der 23-jährige Torwart bis 2021 in Hamburg unter Vertrag, doch wie „transfermarkt.de“ berichtet, kann er bei einem Angebot in Höhe von sechs Millionen Euro dank einer entsprechenden Klausel in seinem Arbeitspapier wechseln. Mit Crystal Palace und West Ham United seien zwei Klubs aus der englischen Premier League an einer Verpflichtung interessiert.

So schnell kann es gehen: Kaum steigt der HSV ab, ist er direkt der Krösus der Liga. Die Hamburger planen für ihre erste Saison im Unterhaus mit einem Gehaltsetat von 30 Millionen Euro. Da kann nur der 1. FC Köln ansatzweise mithalten, der für die Mission Wiederaufstieg 25 Millionen Euro an seine Spieler bezahlt. Zum Vergleich: Der FC St. Pauli kommt mit zwölf Millionen Euro aus.

Sportlich wurden Fakten geschaffen, der HSV ist abgestiegen und zweitklassig. Doch was bedeutet dies für die Zusammenarbeit mit Klaus-Michael Kühne? Aufsichtsrats-Boss Bernd Hoffmann sorgte für Aufklärung „Er bleibt auf jeden Fall im Boot. Das heißt nicht, dass es Vereinbarungen gibt, die irgendwelche zusätzlichen Gelder für den HSV ergeben. Das müssen wir an dieser Stelle mal aus dem Kopf kriegen. Ein Kernproblem des HSV in den letzten Jahren war ja, dass wir immer bis zum 28. Januar oder 28. August, am Ende einer Transferperiode, überlegt haben, ob nicht möglicherweise man doch noch mal nach Zürich fahren könnte, um Herrn Kühne Geld aus dem Kreuz zu leiern, um die sportlichen Fehlentscheidungen der abgelaufenen Saison ein bisschen zu korrigieren. Und das darf nicht sein, da müssen wir es selbstbestimmt und mit eigener Kreativität schaffen, dass wir an diese Art der Zusammenarbeit – nämlich Bittstellerei – nicht wieder hinkommen“, sagte Hoffmann bei Sky. Weiter betonte er: „Herr Kühne ist mit mehr als 20 Prozent Gesellschafter der HSV AG, also ein ganz wichtiger Partner des HSV. Und zwar nicht nur deswegen, weil er juristisch Anteilseigner ist, sondern weil er den HSV auch mit unglaublich viel Herzblut, Engagement und in der Vergangenheit mit einer Menge Geld unterstützt hat. Herrn Kühne kann man die Verwendung dieses Geldes nicht vorwerfen. Es gibt keinen einzigen Vertrag, der jetzt dem HSV auf die Füße fällt wirtschaftlich, der die Unterschrift von Herrn Kühne trägt. Das sind immer Verantwortliche des HSV gewesen. Wenn er sich dann darüber aufregt, dass mehr als 100 Millionen Euro mittlerweile dazu geführt haben, dass A das Geld weg ist und B der HSV abgestiegen ist, dann kann ich ihm das nicht vorwerfen. Ich bin sehr froh, dass wir ihn – und so würde ich das nennen – bei uns mit ihm Team haben und ich werde den Teufel tun und mich gegen Herrn Kühne aussprechen. Ich bin froh, dass wir ihn an der Seite haben und ich hoffe, dass das auch noch jahrelang so bleibt.“