Den Abstieg seines früheren Vereins hat Uli Stein gelassen zur Kenntnis genommen. Der frühere Nationaltorwart ist darüber verärgert, dass man sich nach der Karriere nicht um ihn bemüht habe. Ob er um seinen Rat gebeten worden sei? „Nie. Meine Kameraden und ich aus den großen HSV-Jahren mit dem Europapokal-Triumph und der Meisterschaft 1982 und 1983 sind nie gefragt worden. Ich fühle mich inzwischen der Frankfurter Eintracht, für die ich zwischen 1987 und 1994 gespielt habe und die ich jetzt als Markenbotschafter vertrete, emotional näher als dem HSV. Das liegt daran, dass sich der HSV um ehemalige Spieler null gekümmert hat“, sagte Stein der „FAZ“. Die Arbeit der Verantwortlichen in den zurückliegenden Jahren bewertet er kritisch: „Der HSV hat sich immer auf den Dino und die Uhr verlassen. Das war ja absurd, wenn es ständig hieß, die Uhr darf nicht ausgehen. Und es war fast schon ein Armutszeugnis der vielen Verantwortlichen über die Jahre, sich permanent auf diese beiden Dinge zu versteifen. Letztlich haben sie in Hamburg ihr Glück überstrapaziert. Dass es dann irgendwann in die andere Richtung läuft, ist eigentlich normal.“

Die U21 des HSV schließt die Saison in der Regionalliga Nord als Zweiter ab, verpasst neben der Meisterschaft damit auch die Playoffs zur Dritten Liga gegen Energie Cottbus. Das Team von Trainer Steffen Weiß hätte Schützenhilfe des TSV Havelse gebraucht, doch Weiche Flensburg ließ nichts anbrennen, spielte 1:1 und sicherte mit dem Punkt die Spitzenposition ab.

Der HSV entzieht rund 750 Fans die Möglichkeit, ihre Dauerkarte für die Zweitliga-Saison 2018/19 zu verlängern. Im Sommer 2016 hatte der Verein in Absprache mit dem „Ständigen Arbeitskreis Fanbelange“ und dem Supporters Club einen Mindestbesuch von zwei Heimspielen vorauszusetzen, um ein Vorkaufsrecht zu gewähren. Bei den betroffenen Anhängern wurde dies teils deutlich unterschritten, teilte der HSV mit. Vor einem Jahr hatten sich etwa 1500 HSV-Mitglieder auf eine Warteliste setzen lassen, die nun auf eine Dauerkarte für die Nordtribüne hoffen dürfen.

Mit einem emotionelen Eintrag auf seiner Instagram-Seite hat sich Gotoku Sakai bei den Fans des HSV für die Unterstützung im Verlauf der Saison bedankt und ein weiteres Mal betont, dass er trotz des Abstiegs seinen Vertrag verlängern wolle. Der 27-Jährige, in New York geboren, im Alter von zwei Jahren nach Japan gezogen und 2012 nach Deutschland gekommen, verzichtete darauf, eine Agentur oder seinen Berater zu beauftragen, die Botschaft zu schreiben. Er tat es selbst und nahm Rechtschreibfehler in Kauf. In den Kommentaren unter dem Post schrieb ein HSV-Fan: „Alles schön und gut… jetzt kommen wieder die Floskeln, hätten vorher mal Taten sprechen lassen sollen! Fakt ist, er ist einer der schlechtesten Spieler gewesen und dann noch als Kapitän so ein gebrochenes Deutsch nach all den Jahren… Wahnsinn. Hoffe für die 2. Liga reicht es für ihn…“ Sakai antwortete cool auf die Kritik: „Gebe ich dir recht aber vielleicht weißt du auch irgend wann wenn du wo andere Land gehst, wie schwer ein Sprache zu lernen dass du überhaupt nicht kennst.“

Lieber HSV Fans, ich möchte mich euch erst von Herzlich bedanken dass ihr uns ganzen Season immer wieder Unterstützt und bis zum Ende geglaubt hat. Es ist leider so gelaufen wie wir alle nicht eigentlich gewünscht haben…Enttäuschung ist groß und tut richtig weh…aber es bedeutet uns nicht Ende! sogar es ist neue Anfang für HSV. Ich möchte mich weiter HSV helfen unser neue Ziele zu erreichen auf Aufstieg. Ich werde wieder alles geben was ich habe was ich machen kann für diese Club💪💪 Wir brauchen wieder natürlich euere tolle Unterstützung wie diese Season!! und schaffen wir es gemeinsam!! Tausend Dank nochmal für alles ich bin sehr stolz HSV Spieler zu sein darf💙💙 #liebekenntkeinliga #nurderhsv #gs24 #zusammensindwirstärker #rauteimherzen 今シーズンも最後まで応援して下さった日本のファンの皆様ありがとうござました。残念ながらチームを救う事は出来ませんでした…自分自身の力不足を痛感してます…。もっともっと成長してチームに本当に貢献して来年は昇格を目指し個人としてもチームとしても頑張りたいと思います。今シーズン限りで契約は満了でしたが、来シーズンもチームに残る事を決めました。来シーズンも応援宜しくお願い致します。 #酒井高徳 #ハンブルガーsv #24

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Nun ist es auch offiziell: Christian Titz bleibt auch in der kommenden Saison Cheftrainer des HSV. Er hat heute einen Zweijahresvertrag bis 2020 unterzeichnet. „Christian Titz hat in den vergangenen Wochen und Monaten mit seiner inhaltlich geprägten Arbeit bewiesen, dass er der richtige Mann für unsere sportliche Neuausrichtung ist“, sagte Vorstand Frank Wettstein: „Wir haben uns sehr eng ausgetauscht, was die Trainerfrage betrifft. Wir alle, das heißt Direktor Sport, Aufsichtsrat und ich als Vorstand, sind überzeugt, dass Christian Titz mit seinem Team weiterhin die richtigen Impulse für den HSV setzen wird.“ Titz sagte: „Ich fühle mich wohl in Hamburg und beim HSV und habe immer gesagt, dass ich mir auch ein Engagement über diese Saison hinaus sehr gut vorstellen könnte. Wir alle wissen, dass uns jetzt nach dem Bundesligaabstieg große Herausforderungen in der 2. Bundesliga erwarten. Diesen Aufgaben gilt ab sofort unser ganzer Fokus.“