Chrisantus kickt jetzt im hohen Norden

Als der HSV ihn 2007 verpflichtete, da jubelten die Hamburger. Im Werben um Macauley Chrisantus, der gerade Torschützenkönig der U17-WM geworden war, habe man zahlreiche englische Top-Klubs wie Manchester United oder den FC Chelsea ausgestochen, hieß es. Eine Million Euro ließ man sich die Dienste des damals 17-Jährigen kosten. Eine für damalige Verhältnisse nicht unbeträchtliche Ablöse. Die hohen Erwartungen aber hat der Nigerianer weder in Hamburg noch später irgendwo sonst erfüllen können. Der HSV verlieh ihn erst nach Karlsruhe, dann zum FSV Frankfurt. 2012 trennte man sich schließlich. Seither kickte der Stürmer für UD Las Palmas (Spanien), Sivasspor (Türkei), AEK Athen (Griechenland), Reus Deportiu (Spanien), PAS Lamia (Griechenland) und zuletzt für Real Murcia (Spanien). Nun schließt sich der inzwischen 27-Jährige, dem neunten Klub seit seinem Wechsel zum HSV an: Für Chrisantus geht es zu HJK Helsinki nach Finnland. Beim Doublesieger und Tabellenführer der Veikkausliiga scheint das Vertrauen in den Mann, dessen Marktwert noch auf 250.000 Euro taxiert wird, aber auch nicht allzu ausgeprägt zu sein. Chrisantus erhielt einen Vertrag bis Jahresende. Eine Ablöse hat nach dem HSV übrigens kein einziger Verein mehr für den Angreifer gezahlt.