Becker: „Wir dürfen nicht mehr in der Vergangenheit leben“

Ralf Becker hat den HSV mit seinen Transfers für die 2. Liga neu aufgestellt. „Wir dürfen nicht mehr in der Vergangenheit leben, müssen aufhören, davon zu träumen“, sagte der Sportvorstand im Interview mit dem „Transfermarkt-Saisonheft 2018/19“. „Das ist bei großen Traditionsklubs immer die Schwierigkeit, weil natürlich auch andere Zeiten erlebt wurden. Wir müssen die Situation annehmen, und wir brauchen Leute, die dafür brennen und dafür sorgen wollen, dass es auch wieder erfolgreichere Zeiten gibt.“ Man wolle „bescheidener sein, etwas mehr Demut zeigen und die Situation annehmen“.

Zur Spielersuche sagte Becker: „Es war wichtig, runterzuschrauben und Fußballer zu entdecken, die noch nicht so teuer sind, aber großes Potenzial haben.“ 1,7-Millionen-Mann Khaled Narey (kam aus Fürth) nannte er als Beispiel dafür. „Er war aus unserer Sicht einer der herausragenden Spieler der 2. Liga. Und in allererster Linie geht es für mich darum, sportlichen Erfolg zu haben. Für einen Spieler, der uns von der Qualität her richtig guttut, muss man auch mal Geld ausgeben. Das war bei ihm der Fall.“ Zu Topverdiener Pierre-Michel Lasogga sagte Becker: „Ich versuche, die Spieler nicht danach zu bewerten, welchen Vertrag sie haben. Er ist ein guter Kerl, er haut sich hier rein, gibt alles und hilft uns auf dem Platz. Das zählt für mich am Ende.“