Die 80 Kölner Fans, die am Bahnhof Holstenstraße von der Polizei festgesetzt worden waren, wurden nach Feststellung der Personalien nach Hause geschickt, durften das Spiel also nicht im Stadion verfolgen. Nach Angaben der Polizei hatten sie versucht, den dortigen HSV-Fantreff zu stürmen. Mit den festgesetzten HSV-Fans hatten sie sich offenbar zu einer Schlägerei verabredet.

Vor dem „Endspiel“ gegen den 1. FC Köln befürchtet die Polizei Randale zwischen den Fan-Gruppen. Es seien deutlich mehr FC-Fans angereist als erwartet, erklärte ein Polizeisprecher der MOPO. Man habe daher vorsichtshalber Anhänger der Vereine an der Holstenstraße voneinander getrennt, um ein Aufeinandertreffen zu verhindern. Es habe allerdings keine Ausschreitungen gegeben. Die Polizei ist mit zwei Hundertschaften und einer Reiterstaffel im Einsatz.

Beim 1. FC Köln soll es noch vor der heutigen Verpflichtung von Armin Veh als neuen Geschäftsführer Sport Überlegungen gegeben haben, Bruno Labbadia als neuen Trainer und „Feuerwehrmann“ zu verpflichten. Gegenüber Sky sagte der ehemalige HSV-Trainer nun: „Nein, ich werde nicht Trainer in Köln. Schwer zu sagen, wann sie mich wieder in der Bundesliga sehen.“ Momentan wird der FC von U19-Coach Stefan Ruthenbeck trainiert.

Paukenschlag beim 1. FC Köln! Ex-HSV-Stürmer Artjoms Rudnevs hat seinen Vertrag bei den Rheinländern mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Der 29-jährige Lette beendet seine Karriere und kehrt in seine Heimat zurück. Die Gründe für diese Entscheidung sollen im persönlichen Bereich liegen. Schon zu HSV-Zeiten hatte es Aufregung um das Privatleben des Angreifers gegeben. Ehefrau Santa hatte ihm im September 2015 nach einer Fehlgeburt auf offener Straße einen Teil der Zunge abgebissen. Rudnevs hatte von 2012 bis 2016 in 77 Spielen für den HSV 17 Tore erzielt. Darunter auch ein Tor im Nordderby 2014.

Wen holt der 1. FC Köln für die 35 Millionen Euro, die er aller Voraussicht nach für den Wechsel von Anthony Modeste vom chinesischen Klub Tianjin Quanjian erhalten wird? FC-Trainer Peter Stöger nahm zu dieser Frage im „Sportschau Club“ der ARD Stellung. Von Moderator Alexander Bommes auf die zurzeit gehandelten Namen der HSV-Stürmer Bobby Wood und Michael Gregoritsch sowie Jhon Cordóba (Mainz) und Mark Uth (Hoffenheim) angesprochen, sagte Stöger: „Die vier Jungs, die Sie genannt haben, finde ich alle gut.“ Im Scherz fügte der Österreicher hinzu: „Es gibt auch noch mehr Spieler, die ich gut finde. Aubameyang finde ich auch gut.“

Kurz vor dem Ende der Partie gegen Köln wurde Assistenztrainer Frank Kaspari wegen zu lautstarkem Reklamierens auf die Tribüne geschickt. Der HSV aber rechnet fest damit, dass Kaspari nicht zusätzlich bestraft wird. „Er ist Ersttäter“, erklärt Sportchef Jens Todt. „Wir gehen davon aus, dass er nicht sanktioniert wird.“

Richtig voll wird’s morgen wieder auf den Trainingsplätzen im Volkspark – Fans aber werden den Profis nicht bei der Arbeit zusehen können. Die Einheit ist nicht öffentlich, dient Trainer Markus Gisdol aber dazu, seine Startelf zu finden. Im Vergleich zu heute werden die zurückgekehrten Nationalspieler Albin Ekdal, Michael Gregoritsch, Gotoku Sakai und Gideon Jung wieder mitmischen. Auch Mergim Mavraj, Kyriakos Papadopoulos, Filip Kostic und Bobby Wood, die heute etwas kürzertraten, sollen morgen wieder dabei sein.