Matchday! Der HSV, der mit nur 17 Punkten und Toren auf Platz 17 steht, benötigt am heutigen 23. Spieltag im Abstiegskampf gegen Bayer Leverkusen (Rang 5) dringend einen Sieg. Nach neun Partien ohne Dreier droht andernfalls, dass die Konkurrenz davonläuft. Mainz auf Relegationsrang 16 hat nach dem gestrigen Sieg in Berlin bereits sechs Punkte Vorsprung. Verzichten muss Trainer Bernd Hollerbach, der im vierten Spiel unter seiner Regie den ersten Erfolg einfahren will, auf Albin Ekdal wegen einer Sprunggelenksverletzung. Dafür kehrt Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre zurück. Der Anpfiff im bei weitem nicht ausverkauften Volksparkstadion erfolgt um 15.30 Uhr. Hier bei HSV24 gibt’s wie gewohnt alle Infos rund um das Spiel.

Puh, ein ganz mieses Freitagsspiel aus HSV-Sicht: Mainz, auf Relegationsrang 16 direkt vor dem HSV stehend, siegt dank eines Doppelschlages des Schweden Robin Quaison mit 2:0 in Berlin und steht nun (punktgleich mit Bremen) bereits sechs Zähler vor den Hamburgern. Das erhöht den Druck auf die Hollerbach-Elf nur noch mehr, gegen Leverkusen muss einfach ein Sieg her!

Sechs Punkte beträgt der Rückstand des HSV auf den rettenden 15. Platz. Wie es derzeit aussieht, geht es für den Liga-Dino einmal mehr darum, zumindest die Relegation zu erreichen. Auf Rang 16 steht der FSV Mainz 05 mit drei Zählern Vorsprung. Heute hoffen die Hamburger auf Schützenhilfe von Hertha BSC, die Berliner empfangen Mainz um 20.30 Uhr.

Christian Mathenia kennt es nicht anders. Mit Darmstadt 98 (2015/16) und auch mit dem HSV (seit 2016) steckt der Torwart seit fast drei Jahren dauerhaft im Abstiegskampf. Wie er damit umgeht? „Ich habe gelernt, wie man mit dem Druck richtig umgeht“, sagte der Keeper bei „HSV live“, vor allem beim Liga-Dino müsse man einiges aushalten: „Das Thema ist natürlich sehr groß, gerade in Hamburg. Dort herrscht automatisch sehr viel Unruhe und Druck. Das Wichtigste ist, dass wir uns als Team der prekären Situation bewusst sind und diese voll annehmen. Das ist der Fall.

Der HSV steckt mal wieder tief im Schlamassel. Mit 17 Punkten ist das Team Vorletzter, kämpft im den letzten zwölf Partien ums Überleben. Hoffnung macht ein Blick auf die Statistik: Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Saison 1995/96 hatten sieben Klubs nach 22 Spieltagen erst 17 Zähler gesammelt – und immerhin drei davon blieben am Ende erstklassig: Hansa Rostock (1998/99), Energie Cottbus (2007/08) sowie Hannover 96 (2009/10). Vor fünf Jahren hatte Augsburg sogar erst 15 Punkte auf dem Konto, schaffte aber dennoch den direkten Klassenerhalt. Vier weitere Vereine lagen in der Liga-Historie zu diesem Zeitpunkt bei 16 Zählern und stiegen dennoch nicht ab. Noch ist also auch der HSV nicht verloren.

Im Abstiegskampf geht es auch heute munter zur Sache. Nachdem der HSV (0:2 in Dortmund), Köln (2:4 in Frankfurt) und Mainz (2:4 bei 1899 Hoffenheim) ihre Spiele gestern verloren haben, könnten Stuttgart und Bremen heute wichtige Schritte in Richtung Klassenerhalt machen. Der VfB, derzeit vier Punkte vor dem HSV auf Platz 14, empfängt um 15.30 Uhr Gladbach. Um 18 Uhr trifft dann Werder (15. Platz, 20 Punkte) im Weserstadion auf Wolfsburg.

Der HSV hat das Spiel in Dortmund zwar verloren, erhielt aber zeitgleich Schützenhilfe. Schlusslicht Köln verlor 2:4 bei Eintracht Frankfurt und liegt als Schlusslicht weiter vier Punkte hinter den Hamburgern. Auch Mainz 05 kassierte bei 1899 Hoffenheim ein 2:4, bleibt damit nur drei Punkte vor dem Liga-Dino auf dem Relegations-Platz.

Nach dem 21. Spieltag ist der HSV weiter Vorletzter, die Situation im Abstiegskampf hat sich durch das 1:1 zu Hause gegen Hannover aber verschlechtert. Weil Werder Bremen bei Schalke 04 (2:1) gewann, ist der Rückstand des Liga-Dinos auf drei Punkte angewachsen. Diesen belegt nun Mainz 05.