Mit Flamengo Rio de Janeiro und Atlético Mineiro werben zwei brasilianische Klubs um den beim HSV in Ungnade gefallenen Walace. Der 22-Jährige würde am liebsten zu Flamengo wechseln, die allerdings nur einen Deal auf Leihbasis stemmen können. Die Gespräche führten auch heute nicht zu einer Einigung, sollen aber weiter fortgesetzt werden.

Der Abschied von Walace rückt näher! Nachdem Markus Gisdol am Vormittag bereits vermeldet hatte, dass Walace trotz der Personalnot in defensiven Mittelfeld nicht zum Kader für das Spiel beim FC Augsburg gehören würde, nahm der 22-Jährige am Nachmittag schon nicht mehr am Teamtraining teil. Stattdessen arbeitete Walace individuell im Kraftraum. Gestern stand er noch mit den Kollegen auf dem Platz. Der Olympiasieger von 2016 drängt auf einen Wechsel zum brasilianischen Erstligisten Atlético Mineiro, der bereit sein soll, 8,5 Millionen Euro Ablöse zu zahlen.

Beim HSV wartet man weiter auf ein offizielles Angebot für Walace, der Athlético Mineiro laut brasilianischen Medienberichten eine Ablöse in Höhe von 8,5 Millionen Euro wert sein soll. Doch der Poker könnte sich auch wie Kaugummi hinziehen, denn das Transferfenster in Brasilien schließt erst am 2. April. Bis dahin können sie die Klubs verstärken.

Während Heribert Bruchhagen am Mittwochmorgen noch dementierte, dass dem HSV schon ein Angebot für Walace vorliegen würde, berichten brasilianische Medien übereinstimmend, dass der Transfer des 22-Jährigen zu Atlético Mineiro kurz bevorstehe. Der Klub aus Belo Horizonte habe nämlich nun dank der Unterstützung des Finanzinstituts Banco Inter, der Beraterfirma Think Ball und eines namentlich nicht genannten Geschäftsmanns die vom HSV geforderte Ablösesumme beisammen. Diese, so heißt es, belaufe sich auf 8,5 Millionen Euro.

Spannende Stunden und Tage liegen vor Sportchef Jens Todt. Noch hat der HSV in diesem Winter keine Veränderungen an seinem Kader vorgenommen, doch ein Verkauf von Walace würde vermutlich eine Kettenreaktion auslösen. Aber: Um den 22-jährigen Brasilianer, der Hamburg gern verlassen würde, entbrennt ein Berater-Zoff. Denn Interessent Atlético Mineiro hat nicht Rogerio Braun, den eigentlichen Agenten und Vertrauten des Mittelfeld-Manns, sondern Giuliano Bertolucci damit beauftragt, dem HSV ein Angebot in Höhe von 8,5 Millionen Euro zu unterbreiten. Er berät unter anderem die Nationalspieler Marquinhos (Paris St. Germain), David Luiz (Chelsea) und Oscar (Shanghai SIPG).

Wie es aussieht, rückt der Wechsel von Walace zum brasilianischen Erstligisten Atlético Mineiro immer näher. Laut „Abendblatt“ beauftragte der Klub in Giuliano Bertolucci einen Unterhändler damit, nach Hamburg zu reisen und dem HSV eine Ablöse in Höhe von 8,5 Millionen Euro anzubieten. Sollte es so kommen, stünde einer zügigen Abwicklung des Transfers nichts mehr im Wege.

Mit Leipzigs Dominik Kaiser (29) hat der HSV schon einen möglichen Nachfolger im Blick. Sportchef Jens Todt bestätigte heute das Interesse an einer Verpflichtung. Dazu passen Berichte verschiedener Medien in Brasilien, dass es heute im Verlauf des Tages erste Gespräche zwischen dem HSV und Atlético Mineiro über einen Transfer von Walace (22) gegeben habe. Fakt ist: Ein Leihgeschäft schließt Todt aus. Und ein Verkauf kommt nur dann infrage, wenn die Hamburger ihren Einsatz aus dem Winter, nämlich rund neun Millionen Euro, wieder einspielen würden.

Es war keine überzeugende Hinrunde von Walace. Die ersten Spieltage noch gesetzt, verlor der Brasilianer später seinen Stammplatz im defensiven Mittelfeld. Elf Einsätze mit je einem Tor und einer Vorlage sind seine Bilanz. In seiner Heimat genießt der Olympiasieger aber weiterhin einen guten Ruf. Der HSV hat aktuell von Atlético Mineiro eine Anfrage für den 22-Jährigen (Vertrag bis 2021) erhalten. Doch Sportchef Jens Todt hat sofort abgeblockt. Man wolle auf dieser Position niemanden abgeben.

Mit Walace und Douglas Santos stehen zwei Brasilianer im Kader des HSV, die sich in der laufenden Saison nicht so recht durchsetzen konnten. Nach Informationen von „UOL Esporte“ sind die Hamburger dennoch heiß auf einen weiteren Samba-Kicker. So soll man bereits ein Angebot über vier Millionen Euro für Verteidiger Gabriel abgegeben haben. Der 22-Jährige steht bei Atletico Mineiro unter Vertrag, wäre aber nur dann ein Kandidat, wenn der HSV erstklassig bleibt.