Es war ein Einwurf, über den viele HSV-Fans noch immer schwärmen. Auf beeindruckende Weise bereitete Douglas Santos beim 3:2-Sieg gegen Schalke das zwischenzeitliche 1:1 von Filip Kostic vor. Nun erklärte der Olympiasieger, wo er gelernt habe, so weit zu werfen. „In Brasilien, bei Atlético Mineiro“, sagte er der „Bild“. „Dort hatte ich einen Teamkollegen, der wahnsinnig weit werfen konnte. Er hat mir beigebracht, dass es nicht auf die Kraft, sondern auf die Technik ankommt – und nach den Einheiten mit mir trainiert.“

Am Dienstag hatte die MOPO berichtet, dass die PSV Eindhoven weiter starkes Interesse daran zeigt, Douglas Santos zu verpflichten. Mit dem Tabellenführer der niederländischen Eredivisie könnte der brasilianische Olympiasieger in der kommenden Saison möglicherweise in der Champions League antreten. Für welchen Betrag aber darf der 23-Jährige gehen? Es galt als sicher, dass man sich beim HSV darüber einig ist, dass man zumindest die 7,5 Millionen Euro, für die Santos vor zwei Jahren von Atlético Mineiro kam, wieder reinholen möchte. Das werden voraussichtlich die noch zu verpflichtenden neuen handelnden Personen nicht anders sehen.

Mit Flamengo Rio de Janeiro und Atlético Mineiro werben zwei brasilianische Klubs um den beim HSV in Ungnade gefallenen Walace. Der 22-Jährige würde am liebsten zu Flamengo wechseln, die allerdings nur einen Deal auf Leihbasis stemmen können. Die Gespräche führten auch heute nicht zu einer Einigung, sollen aber weiter fortgesetzt werden.

Der Abschied von Walace rückt näher! Nachdem Markus Gisdol am Vormittag bereits vermeldet hatte, dass Walace trotz der Personalnot in defensiven Mittelfeld nicht zum Kader für das Spiel beim FC Augsburg gehören würde, nahm der 22-Jährige am Nachmittag schon nicht mehr am Teamtraining teil. Stattdessen arbeitete Walace individuell im Kraftraum. Gestern stand er noch mit den Kollegen auf dem Platz. Der Olympiasieger von 2016 drängt auf einen Wechsel zum brasilianischen Erstligisten Atlético Mineiro, der bereit sein soll, 8,5 Millionen Euro Ablöse zu zahlen.

Beim HSV wartet man weiter auf ein offizielles Angebot für Walace, der Athlético Mineiro laut brasilianischen Medienberichten eine Ablöse in Höhe von 8,5 Millionen Euro wert sein soll. Doch der Poker könnte sich auch wie Kaugummi hinziehen, denn das Transferfenster in Brasilien schließt erst am 2. April. Bis dahin können sie die Klubs verstärken.

Während Heribert Bruchhagen am Mittwochmorgen noch dementierte, dass dem HSV schon ein Angebot für Walace vorliegen würde, berichten brasilianische Medien übereinstimmend, dass der Transfer des 22-Jährigen zu Atlético Mineiro kurz bevorstehe. Der Klub aus Belo Horizonte habe nämlich nun dank der Unterstützung des Finanzinstituts Banco Inter, der Beraterfirma Think Ball und eines namentlich nicht genannten Geschäftsmanns die vom HSV geforderte Ablösesumme beisammen. Diese, so heißt es, belaufe sich auf 8,5 Millionen Euro.

Spannende Stunden und Tage liegen vor Sportchef Jens Todt. Noch hat der HSV in diesem Winter keine Veränderungen an seinem Kader vorgenommen, doch ein Verkauf von Walace würde vermutlich eine Kettenreaktion auslösen. Aber: Um den 22-jährigen Brasilianer, der Hamburg gern verlassen würde, entbrennt ein Berater-Zoff. Denn Interessent Atlético Mineiro hat nicht Rogerio Braun, den eigentlichen Agenten und Vertrauten des Mittelfeld-Manns, sondern Giuliano Bertolucci damit beauftragt, dem HSV ein Angebot in Höhe von 8,5 Millionen Euro zu unterbreiten. Er berät unter anderem die Nationalspieler Marquinhos (Paris St. Germain), David Luiz (Chelsea) und Oscar (Shanghai SIPG).

Wie es aussieht, rückt der Wechsel von Walace zum brasilianischen Erstligisten Atlético Mineiro immer näher. Laut „Abendblatt“ beauftragte der Klub in Giuliano Bertolucci einen Unterhändler damit, nach Hamburg zu reisen und dem HSV eine Ablöse in Höhe von 8,5 Millionen Euro anzubieten. Sollte es so kommen, stünde einer zügigen Abwicklung des Transfers nichts mehr im Wege.

Mit Leipzigs Dominik Kaiser (29) hat der HSV schon einen möglichen Nachfolger im Blick. Sportchef Jens Todt bestätigte heute das Interesse an einer Verpflichtung. Dazu passen Berichte verschiedener Medien in Brasilien, dass es heute im Verlauf des Tages erste Gespräche zwischen dem HSV und Atlético Mineiro über einen Transfer von Walace (22) gegeben habe. Fakt ist: Ein Leihgeschäft schließt Todt aus. Und ein Verkauf kommt nur dann infrage, wenn die Hamburger ihren Einsatz aus dem Winter, nämlich rund neun Millionen Euro, wieder einspielen würden.