Jetzt ist es offiziell: Heribert Bruchhagen bleibt auch in der kommenden Saison Vorstandsvorsitzender des HSV! Der Aufsichtsrat sprach sich auf seiner letzten Sitzung im Jahr 2017 für eine Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2019 aus. „Wir setzen auf Kontinuität und vertrauen Heribert Bruchhagen, dass er die anstehenden Aufgaben genauso angehen und erfolgreich bewältigen wird wie schon die Herausforderungen bei seinem Amtsantritt“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas C. Peters. Bruchhagen, der seit dem 22. Dezember 2016 im Amt ist, einigte sich einvernehmlich mit dem Kontrollgremium über die Fortsetzung des laufenden Vertrags. „Wir befinden uns in einer sportlich ernsten Lage und werden uns im ersten Halbjahr 2018 wie schon im Vorjahr voll auf den Klassenerhalt fokussieren. Ich habe volles Vertrauen, dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen werden.“

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Bleibt Heribert Bruchhagen auch über den Sommer 2018 hinaus Vorstandsvorsitzender des HSV? Diese Frage dürfte bald beantwortet sein. Der aktuelle Aufsichtsrat soll sich mit dem 69-Jährigen sogar bereits über eine Vertragsverlängerung bis 2019 einig sein. Das berichtet „Bild“. Eine Bestätigung dazu gibt es noch nicht. Der „Sport Bild“ sagte Bruchhagen zu seiner Option, den Kontrakt zu verlängern: „Es geht nicht um ein Vertragswerk, sondern um das Gefühl, ob etwas gewollt ist. Ich denke, dass Kontinuität angebracht ist.“ Sogar im Falle des Abstiegs würde er den Neuaufbau betreiben wollen. „Ich würde mich niemals der Verantwortung entziehen, wenn ich das Gefühl hätte, dass es gut für den HSV ist“, sagte Bruchhagen. Allerdings stelle sich für ihn die Frage nach der 2. Liga nicht.

Ex-Profi Marcell Jansen sieht beim HSV Anzeichen für eine erfolgreichere Zukunft. Der 38-Jährige nannte in der „Welt“ den Aufbau der Nachwuchsakademie, die Tabellenführung der U21-Mannschaft in der Regionalliga, Rang eins der A-Jugend in der Junioren-Bundesliga sowie die Nachwuchstalente Fiete Arp und Tatsuya Ito. „Da sind viele Weichen gestellt worden, aber das kommt im Abstiegskampf in der öffentlichen Wahrnehmung eben oft zu kurz“, sagte er. Der einstige Linksverteidiger bewirbt sich um einen Sitz im Aufsichtsrat des HSV. „Ich will mithelfen, dass der Verein wieder Freude verbreitet“, sagte er.

Das Gerücht hält sich seit Monaten hartnäckig, nun scheint es Realität zu werden: Bernd Hoffmann will beim HSV zurück an die Macht! Nachdem er nicht als Aufsichtsrat der Fußball AG vorgeschlagen wurde, stellt sich der 54-Jährige laut „Sport Bild“ bei der Mitgliederversammlung im Frühjahr der Kampf-Abstimmung gegen den amtierenden Vereins-Präsidenten Jens Meier. Und wer dieses Amt bekleidet, hat ein Direktmandat im Kontrollgremium der Fußball-AG. Dem Bericht nach bastelt Hoffmann schon an einem Führungsteam, er muss gemeinsam mit einem Vize und einen Schatzmeister antreten. Bis Mitte Januar muss Hoffmann, von 2003 bis 2011 Vorstands-Boss des HSV, seine Kandidatur offiziell einreichen.

Das Präsidium des HSV e.V. hat nach Abstimmung mit dem Beirat die Kandidaten für die künftige Besetzung des Aufsichtsrates der HSV Fußball AG benannt. Das amtierende Kontrollgremium hat  sich dem Votum angeschlossen und empfiehlt die aktuellen Aufsichtsratsmitglieder Andreas C. Peters und Felix Goedhart sowie Michael Krall, Max-Arnold Köttgen und Marcell Jansen zur Wahl. „Gemeinsam mit den beteiligten Gremien haben wir aus meiner Sicht für unseren HSV eine qualifizierte und gute Wahl getroffen“, sagt Vereinspräsident Jens Meier, der sich gleichzeitig bei den ausscheidenden Mitglieder bedankt: „Wir bedanken uns schon jetzt bei Karl Gernandt, Dieter Becken und Bernd Bönte für ihr Engagement. Alle drei haben uns mitgeteilt, dass sie für die nächste Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir wissen, was sie für unseren HSV geleistet haben.“

Nach den Absagen von Karl J. Pojer (Hapag-Lloyd Cruises) und Jens Luther (HEK) hat HSV-Präsident Jens Meier offenbar einen neuen prominenten Namen für die Liste des neu zu besetzenden Aufsichtsrates gefunden. Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ soll Michael Krall, stellvertretender Vorstandssprecher der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, dem Gremium ab dem kommenden Jahr angehören. Der Wirtschaftsfachmann scheidet Ende des Jahres bei KPMG aus und wäre voraussichtlich auch der Top-Kandidat für den Vorsitz des Aufsichtsrats, der von der Hauptversammlung des HSV im Januar gewählt werden soll. Der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Peters will die Leitung des Gremiums abgeben, soll aber neben Meier und Felix Goedhart dem Aufsichtsrat erhalten bleiben. Neben Krall soll Ex-Profi Marcell Jansen zu dem Sechser-Gremium dazustoßen. Damit fehlt nun nur noch ein Name auf der Liste.

Die nächste Absage eines Wunschkandidaten für den neuen Aufsichtsrat. Jens Luther sagte dem Abendblatt: „Der HSV hat Gespräche mit mir geführt. Das Ergebnis ist, dass ich für einen Aufsichtsratsposten beim HSV unter den gegebenen Umständen nicht zur Verfügung stehe.“ Der 63 Jahre alte Vorstand der Hanseatischen Krankenkasse war sogar als Rats-Chef gehandelt worden.