Der frühere HSV-Trainer Thorsten Fink (50) ist mit Austria Wien in der Europa League gescheitert. Am letzten Vorrundenspieltag kamen die Österreicher gegen AEK Athen im heimischen Stadion nicht über ein 0:0 hinaus und mussten den Gästen aus Griechenland in der Gruppe D den Vortritt lassen. Die Wiener, bei denen Heiko Westermann verletzt fehlte, wären mit einem Sieg in die Zwischenrunde eingezogen. Fink hatte seinen Klub vor dem letzten Spiel wegen der Personalsituation kritisiert. „Man kann nicht von Meisterschaften und dem großen Verein Austria Wien reden, aber gleichzeitig so eine Kaderpolitik betreiben. Ich habe meine Ziele, ich muss nicht betteln, um hier zu sein“, sagte der Coach. Natürlich sei er froh, „bei einem guten Klub wie der Austria zu sein, aber ich muss nicht klammern.“

Da geht plötzlich wieder was. Thorsten Fink und Austria Wien schienen in der Europa League fast schon chancenlos zu sein – und kamen nun zurück. Mit 4:1 gewann das Team des früheren HSV-Trainers beim kroatischen Meister HNK Rijeka, liegt nur noch zwei Zähler hinter dem zweitplatzierten AEK Athen, das am letzten Gruppenspieltag in Wien zu Gast ist.

Es hat dann doch nicht geklappt. Thorsten Fink galt als einer der ganz heißen Kandidaten auf den Posten des österreichischen Nationaltrainers, führte noch am Wochenende Gespräche mit dem Verband. Doch der Ex-HSV-Trainer bleibt bei Austria Wien. Stattdessen wird nun Franco Foda (bisher bei Sturm Graz beschäftigt) neuer ÖFB-Teamchef und soll Österreich zur EM 2020 führen.

Nach wie vor befindet sich Thorsten Fink auf der Liste der Kandidaten, die Österreichs Nationalteam übernehmen könnten. In der Liga aber läuft es für den Ex-HSV-Coach überhaupt nicht. Nach der Pleite bei Spitzenreiter Sturm Graz setzte es für Fink und Austria Wien nun eine noch viel schmerzhaftere Niederlage – das Derby gegen Rapid ging zu Hause 0:1 verloren. Die Austria ist Tabellenvierter.

War das schon sein letzter Auftritt mit Austria Wien? 0:3 verlor Thorsten Fink am Sonntagabend das Duell bei Sturm Graz, das sich damit wieder an die Tabellenspitze setzte. Nun warten vielleicht neue Aufgaben auf den früheren HSV-Trainer. Der österreichische Verband hat bei der Austria um Gespräche gebeten, um Fink als neuen Nationaltrainer einstellen zu können. Allerdings sollen auch Kölns Peter Stöger und Franco Foda zu den Kandidaten zählen.

Nach schwachem Start ist Ex-HSV-Coach Thorsten Fink mit Austria Wien auf Kurs, seit acht Spielen ungeschlagen. Nun wird er als Nachfolger von Marcel Koller als Österreichs Nationaltrainer gehandelt. Und Fink zeigt sich offen: „Das wäre natürlich eine reizvolle Aufgabe, mit einer tollen Mannschaft etwas aufzubauen. Es ist toll, dass mein Name genannt wird, weil es zeigt, dass meine Arbeit bei Austria Wien honoriert wird. Aber mich hat noch keiner angesprochen – von daher ist da nichts dran“, sagte Fink.

Dieser Gegentreffer könnte noch verdammt teuer werden. Bis in die Nachspielzeit hinein führte Austria Wien in der Europa League bei AEK Athen mit 2:1, dann kassierten die von Thorsten Fink trainierten Österreicher noch den Ausgleich. Bitter für den Ex-HSV-Coach, der nach zwei Partien mit der Austria nur einen Zähler auf dem Konto hat. Heiko Westermann musste übrigens verletzungsbedingt weiterhin passen.