Der Abgang von Sturm-Juwel Fiete Arp (18) am Saisonende trotz Vertrages bis 2019 hat sich in den vergangenen Monaten eigentlich abgezeichnet. Die Bayern gelten als heißer Kandidat. Doch vielleicht ändert ja die bevorstehende ligaunabhängige Vertragsverlängerung von Christian Titz beim HSV etwas. Denn der Coach hat Arp schon in der U17 trainiert, gilt als großer Förderer des Stürmers. Nun ist klar, dass Titz auch in der kommenden Saison die Profis betreuen wird. Führt dies bei Arp zum Umdenken? Der Teenager hat in dieser Saison in 18 Spielen zwei Tore erzielen können. Wegen Abi-Stress, Verletzungen und Krankheit spielte Arp zuletzt keine große Rolle mehr in der Bundesliga. Das letzte Spiel gegen Gladbach wird er wegen eines grippalen Infektes wohl verpassen.

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Viele Profis sind in der Vergangenheit vom HSV zu den Bayern gewechselt. Aber genau wie jetzt Nachwuchs-Torjäger Manuel Wintzheimer haben auch schon einige Spieler den Weg von der Isar an die Elbe gefunden. Positive Beispiele sind Marcell Jansen (2008), Paolo Guerrero (2006), Piotr Trochowski (2005), Markus Babbel (1992, Leihe) oder Armin Eck (1989). Das lässt zumindest auf eine positive Entwicklung bei Wintzheimer hoffen.

Ob Christian Titz in der kommenden Saison Manuel Wintzheimer dann auch trainieren wird, ist noch offen. Jedenfalls freut sich der aktuelle HSV-Coach über den Transfer des Bubi-Bombers vom FC Bayern. „Er ist ein echter Strafraumstürmer, denkt nicht lange nach sondern trifft Entscheidungen“, so Titz, der Wintzheimer selbst mehrfach live beobachtete. „Schön, dass sich solche Talente für uns entscheiden“, schob Titz nach. „Diese Spieler haben mittlerweile großes Vertrauen in diesen Verein und das, was hier aufgebaut wurde.“

Manuel Wintzheimer in seinem neuen Wohnzimmer, dem Volksparkstadion. (Foto: Witters)

Bayern-Coach Jupp Heynckes reagiert mit Wehmut auf den drohenden HSV-Abstieg aus der Bundesliga. Der 72-Jährige sagte angesprochen auf die Situation beim Liga-Dino: „Ich kann aus der Ferne nicht beurteilen, was in Hamburg schief gelaufen ist. Dafür müsste ich Interna wissen. Der HSV wird aber auf jeden Fall fehlen. Es gab ja großartige Zeiten, wenn ich nur an Uwe Seeler, Ernst Happel oder Günter Netzer denke. Er stand für klasse Fußball. Wenn so ein Klub absteigt, ist das immer schade. Aber das kann ich auch über den 1. FC Köln sagen. Auch das ist ein großer Klub.“

Jetzt ist es offiziell: Niko Kovac wird neuer Trainer von Bayern München. Das bestätigte Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Freitag. Der 46-Jährige wechselt von Eintracht Frankfurt nach München und erhält einen Dreijahresvertrag. Genau wie „Brazzo“ Salihamidzic hat auch Kovac eine HSV-Vergangenheit. Zwischen 1999 und 2001 absolvierte der Mittelfeldspieler 55 Bundesliga- und sechs Champions-League-Spiele für Hamburg. Kovac‘ Tor zum 4:3 beim legendären 4:4 gegen Juventus Turin ist als Highlight in die Vereinshistorie eingegangen. Vom HSV wechselte er zu den Bayern, zu denen er nun im Sommer zurückkehren wird.

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