Beim HSV ist es einigermaßen ruhig, bei Holstein Kiel läuft die Trainer-Diskussion bereits auf Hochtouren. Markus Anfang soll wohl den Neuanfang beim 1. FC Köln anführen, eine zeitnahe Präsentation in der Domstadt dementierte Kiels Sport-Geschäftsführer Ralf Becker jedoch: „Da ist nichts dran.“ Zu den Spekulationen, dass HSV-Coach Christian Titz zu den Kandidaten auf die Anfang-Nachfolge zähle, sagte Becker: „Christian hat eine wahnsinnig schwere Situation mit seiner Mannschaft beim Hamburger SV zu bestehen. Da hat er anderes zu tun, als mögliche Vereinswechsel zu diskutieren.“ Der Holstein-Boss bestätigte indes, sich vor einiger Zeit mit Titz zum Gespräch getroffen zu haben: „Das hatte aber nichts mit der gegenwärtigen Situation zu tun.“

Am 18. Februar bei der Mitgliederversammlung des HSV e.V. geht es nicht nur um die Präsidenten-Wahl zwischen Jens Meier und Bernd Hoffmann sowie die brisante Abstimmung, ob AfD-Mitglieder aus dem Verein ausgeschlossen werden sollen. Es wurden auch völlig unterschiedliche Anträge im Zusammenhang mit der Rolle des Vereins in der HSV Fußball AG eingereicht. Einer kommt von Klaus Meetz: „Die Mitgliederversammlung möge beschließen: Das Präsidium des Vereins ist verpflichtet, unverzüglich einen geeigneten Beschluss in einer – ggf. außerordentlichen – Hauptversammlung der HSV Fußball AG herbeizuführen, welcher die Reduzierung des genehmigten Kapitals der HSV Fußball AG auf das Grundkapital verbindlich festlegt, um so den Erhalt der 75,01 Prozent Anteile des Vereins an der AG sicherzustellen.“ Der andere kommt von Ulrich Becker: „Ich beantrage, dass der Hamburger Sportverein e.V. weitere 24 Prozent der Aktien-Anteile auf die HSV Fußball AG überträgt. Somit verfügt die HSV Fußball AG dann über die z. Zt. maximal zulässige Anteilshöhe von 49 Prozent.“