Im vergangenen Sommer war er kurz Thema beim HSV – doch Änis Ben-Hatira wechselte zu Espérance Tunis nach Tunesien, weil der „Dino“ Sejad Salihovic verpflichtete. Ein Wechsel, der sich zumindest sportlich für Ben-Hatira gelohnt hat. Der Ex-HSV-Profi wurde gestern vorzeitig Meister, nach dem 1:0 gegen Metlaoui ist Espérance drei Spieltage vorm Ende nicht mehr einzuholen.

Änis Ben-Hatira (fünfter von links) feiert mit den Kollegen von Espérance Tunis den tunesischen Meistertitel. Foto: Instagram

Der frühere HSV-Profi Änis Ben-Hatira war einige Wochen arbeitslos und stand kurz vor einer Rückkehr nach Hamburg, hat sich nun aber dem tunesischen Klub Espérance Sportive de Tunis angeschlossen und will sich für die Teilnahme an der WM 2018 mit Tunesien empfehlen. In einem Facebook-Eintrag erklärte der 29-Jährige, warum es nicht zu einer Einigung mit dem HSV kam: „Es gab natürlich viele Anfragen und Interessenten in Europa, die in der Champions League vertreten sind, deren Länder aber mich nicht reizten! Ich weiß ganz genau was ich will und was ich nicht will. Es war mein Wunsch, in Deutschland zu bleiben und ich wäre gerne nur zu einem ganz bestimmten und für mich besonderen Verein gewechselt. Letztendlich war ihnen der schwachsinnige, mediale Trubel der letzten Zeit um meine Person dann doch zu viel. Schade… Ich hoffe aber, irgendwann trotzdem nach Deutschland zurückzukommen.“ Hintergrund: Ende 2016 war bekannt geworden, dass sich Ben-Hatira über Ansaar International für mehrere Wasserprojekte eingesetzt hatte. Die Organisation warb mit Ben-Hatira auf ihrer Internetseite für sich. Ansaar International wird von mehreren Verfassungsschutzbehörden beobachtet und als salafistisch oder als eng mit salafistischen Gruppierungen verbunden eingestuft.

Ein Sieg noch – dann sind sie durch! Tolgay Arslan und Besiktas Istanbul greifen heute nach dem türkischen Titel, würden durch einen Erfolg beim feststehenden Absteiger Gaziantepspor einen Spieltag vorm Ende alles klar machen. Anpfiff ist um 18 Uhr. Arslan trifft dabei auch auf seinen früheren HSV-Kollegen Änis Ben-Hatira, der im Winter zu Gaziantepspor wechselte.

Unter lautem Getöse wechselte Änis Ben-Hatira vor zwei Wochen in die Türkei. Will sich sein Ex-Klub Darmstadt 98 mit Ben-Hatiras Hilfsprojekt nicht anfreunden wollte (die begünstigte Organisation wird vom Verfassungsschutz als salafistisch eingestuft) löste der Ex-HSV-Profi seinen Vertrag auf und wechselte zum türkischen Erstliga-Schlusslicht Gaziantepspor. Dort läuft es. Gleich bei seinem ersten Einsatz erzielte Ben-Hatira das Tor zum 1:0 gegen Adanaspor.

Darmstadt 98 und sein in die Kritik geratener Offensivspieler Änis Ben-Hatira gehen getrennte Wege. Wie die Lilien bekannt gaben, wurde der Vertrag mit dem 28-Jährigen aufgelöst. Der frühere HSV-Profi war erst zum Saisonauftakt gekommen und hatte in elf Ligaspielen einen Treffer erzielt. Zuletzt war der Mittelfeld-Akteur wegen seiner Unterstützung der umstrittenen Hilfsorganisation „Ansaar International“ sogar von einem Teil der eigenen Fans kritisiert worden.  „Ansaar“ wird von Verfassungsschützern in Verbindung mit der extremistisch-salafistischen Szene gebracht.