Das Halbfinal-Rückspiel der beiden Istanbuler Erzrivalen Fenerbahce und Besiktas im türkischen Pokal musste nach etwa einer Stunde abgebrochen werden. Besiktas-Trainer Senol Günes wurde aus dem Fenerbahce-Fanblock mit einer Sitzschale beworfen und am Kopf getroffen. Daraufhin zogen sich die Gäste, bei denen Ex-HSV-Profi Tolgay Arslan auf der Bank saß, in die Kabine zurück und wurden von Einsatzkräften der Polizei abgeschirmt. Günes musste zu einer weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden, die Partie beim Stand von 0:0 (Hinspiel: 2:2) von Schiedsrichter Mete Kalkavan vorzeitig beendet.

Sie schrauben am ganz großen Ding. Istanbul Basaksehir will in die Phalanx der großen Istanbuler Klubs einbrechen und seinen ersten Meistertitel gewinnen. Ein Ex-HSV-Star sorgte am Ostersonntag dafür, dass dieser Traum weiter lebt. Eljero Elia erzielte beim 2:1-Erfolg bei Akhisar Belediyespor das wichtige 1:1, damit liegt Basaksehir weiter nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Galatasaray. Auf Rang drei folgt vier Zähler hinter „Gala“ Meister Besiktas Istanbul mit dem Ex-Hamburger Tolgay Arslan.

Die türkischen Zeitungen sind in dieser Woche voll mit Lobeshymnen auf einen Ex-HSV-Star. Eljero Elia hatte am Sonntag das Spitzenspiel der Süper Lig gegen Besiktas entschieden. Der Niederländer erzielte beim 1:0 das goldene Tor (28.) und wurde von zahlreichen Medien zum Spieler des Spieltags gekürt. Der 31-Jährige selbst fand sich übrigens auch ganz okay. „Ich habe in der ersten Halbzeit perfekt gespielt“, sagte Elia, dessen Tor einem Ex-Kollegen aus alten HSV-Zeiten geärgert hat. Tolgay Arslan hatte in der Startelf von Besiktas gespielt, wurde in der 60. Minute ausgewechselt.

Es erwischte ihn nicht so harte wie seinen Ex-Klub beim 0:6 am vergangenen Sonnabend, doch auch der frühere HSV-Profi Tolgay Arslan musste sich letztlich dem FC Bayern geschlagen geben. Im Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League verlor der Mittelfeld-Mann mit dem türkischen Meister Besiktas Istanbul mit 1:3 (0:1). Arslan stand in der Startelf und zeigte eine ansprechende Leistung, wurde aber nach 60 Minuten ausgewechselt.

Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Bayern steht der frühere HSV-Profi Tolgay Arslan in der Startelf von Besiktas Istanbul. Ob er dazu beitragen kann, dass dem türkischen Meister ein Wunder gelingt? Das Hinspiel in München verloren Arslan und Co. mit 0:5, da kam er nur zu einem Kurzeinsatz.

Vor rund 14 Monaten endete Dietmar Beiersdorfers Zeit beim HSV – nun kehrt der Ex-Boss wohl auf die große Bühne zurück. Er soll in den Vorstand von Besiktas Istanbul aufrücken, die Einigung mit dem türkischen Meister steht unmittelbar bevor. Mittwoch treffen die Türken im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales auf den FC Bayern (Hinspiel 0:5), zu dem Zeitpunkt könnte mit Beiersdorfer schon alles klar sein – wenn man finanziell zusammenkommt. Am Bosporus würde der 54-Jährige auf einen guten, alten Bekannten treffen: Tolgay Arslan wechselte im Januar 2015 vom HSV zu Besiktas. Sein damaliger Vorstandsboss in Hamburg: Beiersdorfer.

Auch heute rollt der Ball in Europas Ligen – und für drei Ex-HSV-Profis stehen besonders wichtige Aufgaben an. Den Beginn macht um 18 Uhr Tolgay Arslan, der mit Besiktas Istanbul bei Trabzonspor ran muss. Ein Sieg, und Besiktas liegt nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Galatasaray. Rafael van der Vaart und der FC Midtjylland wollen in Dänemark mit einem Erfolg in Silkeborg wieder zu Spitzenreiter Bröndby aufschließen. Anpfiff ist um 20.05 Uhr. Ab 21 Uhr gastieren dann HSV-Leihgabe Alen Halilovic und UD Las Palmas bei Celta Vigo – und können mit einem Sieg die Abstiegsplätze der Primera Division verlassen.

Hatte er sich anders vorgestellt, in jeder Hinsicht. Mit roten Wangen war Ex-HSV-Profi Tolgay Arslan nach München gereist, nach den 90 Minuten beim FC Bayern zogen er und seine Kollegen von Besiktas Istanbul dann mit rotem Hintern von dannen – denn es setzte eine Tracht Prügel. Beim 0:5 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League durfte Arslan auch nur in den letzten fünf Minuten ran. Was ihm noch bleibt, ist ein schönes Rückspiel am 14. März. Dann war es das in dieser Saison mit der Königsklasse.

Tolgay Arslan (r.) und Kollege Gökhan Gönül beackern Bayerns Arjen Robben. Foto: Imago