Bobby Wood hatte die Länderspielpause zum Auftanken in Hamburg genutzt. Dem US-Team hatte der Stürmer, der zuletzt sehr unglücklich agiert und seinen Stammplatz an Fiete Arp verloren hatte, eine Absage erteilt. Auf die Frage des MOPO-Reporters, wie er Woods Leistungsstand zurzeit einschätze, sagte Trainer Markus Gisdol: „Bei Bobby ist es wie bei jedem anderen Spieler auch. Der Konkurrenzkampf, den wir jetzt wieder im Training haben, weil einfach mehr Leute fit sind, tut ihm gut. Außerdem musste sich sein Knie regenerieren. Da hat ihm die Zeit hier geholfen.  Bobby hat in dieser Woche gut trainiert. Er ist wieder dran.“

Bis zum Heimspiel gegen Borussia Dortmund (Mittwoch, 20.30 Uhr) wird sich das Lazarett des HSV kaum lichten. „Die Situation wird sich nicht schlagartig verbessern“, sagte Trainer Markus Gisdol. „Die größte Chance wird sicherlich bei Bobby Wood bestehen. Aber wir müssen noch zwei, drei Tage abwarten“, gab der Coach zu Protokoll. Gisdol wollte dennoch kämpferisch wirken: „Es hilft nichts, wenn wir jetzt lamentieren. Wir werden am Mittwoch eine schlagkräftige Truppe auf den Platz kriegen.“

Wen holt der 1. FC Köln für die 35 Millionen Euro, die er aller Voraussicht nach für den Wechsel von Anthony Modeste vom chinesischen Klub Tianjin Quanjian erhalten wird? FC-Trainer Peter Stöger nahm zu dieser Frage im „Sportschau Club“ der ARD Stellung. Von Moderator Alexander Bommes auf die zurzeit gehandelten Namen der HSV-Stürmer Bobby Wood und Michael Gregoritsch sowie Jhon Cordóba (Mainz) und Mark Uth (Hoffenheim) angesprochen, sagte Stöger: „Die vier Jungs, die Sie genannt haben, finde ich alle gut.“ Im Scherz fügte der Österreicher hinzu: „Es gibt auch noch mehr Spieler, die ich gut finde. Aubameyang finde ich auch gut.“

Nach der Kritik von Investor Klaus-Michael Kühne an der Personalpolitik des HSV, reagiert Heribert Bruchhagen gelassen aber bestimmt. „Es ist etwas ganz anderes, ob ich Journalist, Fan oder Förderer eines Vereins bin – oder ob ich in der Verantwortung stehe“, sagte Bruchhagen der MOPO.  Kühne hatte kritisiert, die Planungen der HSV-Bosse würden ihm zu lange dauern und er würde sich „ein anderes Verhalten“ wünschen. Klubboss Bruchhagen kontert: „Natürlich können wir an einem Nachmittag mit Bobby Wood verlängern, am nächsten dann Kyriakos Papadopoulos kaufen und Julian Pollersbeck noch dazu. Aber ich bin der Verantwortliche und muss die Bedingungen prüfen. Das ist die Realität.“ Allerdings bekennt Bruchhagen: „Was Herrn Kühne und uns alle eint, ist doch der Wunsch, eine gute schlagkräftige Mannschaft zu bekommen.“

Er durfte nur acht Minuten spielen, am Ende aber kräftig mitjubeln. HSV-Stürmer Bobby Wood hat in der WM-Quali mit den USA ein Erfolgserlebnis gefeiert. Mit 2:0 gewann das Team von Klinsmann-Nachfolger Bruce Arena gegen Schlusslicht Trinidad und Tobago und verbesserte sich in der Quali-Gruppe der Teams aus Nord- und Mittelamerika auf den dritten Platz, der zur Teilnahme an der WM im kommenden Jahr in Russland berechtigt. Held des Abends in Commerce City/Colorado war der Dortmunder Christian Pulisic, der beide Tore (52./62.) erzielte. Wood wurde in der 83. Minute für Jozy Altidore eingewechselt und hofft nun, in der Nacht von Sonntag auf Montag in der Startelf zu stehen. Ab 2.30 Uhr (MESZ) spielen die US-Boys dann bei Tabellenführer Mexiko, der heute Morgen mit 3:0 gegen Honduras gewann.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Bobby Wood im Nordderby in Bremen aufläuft, ist auf ein Minimum gesunken. Der US-Boy, der unter einer Knieprellung leidet, ist beim Abschlusstraining der Hamburger nicht dabei, trainiert stattdessen erneut individuell. Mit dabei im Training sind hingegen Bakery Jatta, der für Wood in den Kader rutschen könnte, und der zuletzt leicht angeschlagene Ashton Götz.