Er ist einer der einflussreichsten Berater in der Bundesliga, vertritt mit seiner Agentur SportsTotal unter anderem Toni Kroos, Julian Weigl, Benedikt Höwedes und Lars Stindl. Volker Struth aber war in den vergangenen Wochen abgetaucht. Der Grund: ein Blinddarmdurchbruch, der ihn nach Angaben der „Bild“ in Lebensgefahr gebracht haben soll. Während des Weihnachts-Urlaubs auf den Malediven passierte es. Eine dreistündige Not-Operation soll dem 51-Jährigen das Leben gerettet haben. Zurück in Deutschland bildeten sich Abszesse. Struth musste zwei weitere Operationen über sich ergehen lassen. „Ich hoffe, in den nächsten Wochen wieder voll einsatzfähig zu sein“, sagt der Mann, der beim HSV auch als persönlicher Berater von Investor Klaus-Michael Kühne Schlagzeilen schrieb und bei den Hamburgern so viele Spieler unter Vertrag hat wie kein anderer Berater. Struth vertritt die Interessen von Bobby Wood, André Hahn, Dennis Diekmeier, Luca Waldschmidt und Arianit Ferati.

Bobby Wood hatte die Länderspielpause zum Auftanken in Hamburg genutzt. Dem US-Team hatte der Stürmer, der zuletzt sehr unglücklich agiert und seinen Stammplatz an Fiete Arp verloren hatte, eine Absage erteilt. Auf die Frage des MOPO-Reporters, wie er Woods Leistungsstand zurzeit einschätze, sagte Trainer Markus Gisdol: „Bei Bobby ist es wie bei jedem anderen Spieler auch. Der Konkurrenzkampf, den wir jetzt wieder im Training haben, weil einfach mehr Leute fit sind, tut ihm gut. Außerdem musste sich sein Knie regenerieren. Da hat ihm die Zeit hier geholfen.  Bobby hat in dieser Woche gut trainiert. Er ist wieder dran.“

Bis zum Heimspiel gegen Borussia Dortmund (Mittwoch, 20.30 Uhr) wird sich das Lazarett des HSV kaum lichten. „Die Situation wird sich nicht schlagartig verbessern“, sagte Trainer Markus Gisdol. „Die größte Chance wird sicherlich bei Bobby Wood bestehen. Aber wir müssen noch zwei, drei Tage abwarten“, gab der Coach zu Protokoll. Gisdol wollte dennoch kämpferisch wirken: „Es hilft nichts, wenn wir jetzt lamentieren. Wir werden am Mittwoch eine schlagkräftige Truppe auf den Platz kriegen.“

Wen holt der 1. FC Köln für die 35 Millionen Euro, die er aller Voraussicht nach für den Wechsel von Anthony Modeste vom chinesischen Klub Tianjin Quanjian erhalten wird? FC-Trainer Peter Stöger nahm zu dieser Frage im „Sportschau Club“ der ARD Stellung. Von Moderator Alexander Bommes auf die zurzeit gehandelten Namen der HSV-Stürmer Bobby Wood und Michael Gregoritsch sowie Jhon Cordóba (Mainz) und Mark Uth (Hoffenheim) angesprochen, sagte Stöger: „Die vier Jungs, die Sie genannt haben, finde ich alle gut.“ Im Scherz fügte der Österreicher hinzu: „Es gibt auch noch mehr Spieler, die ich gut finde. Aubameyang finde ich auch gut.“

Nach der Kritik von Investor Klaus-Michael Kühne an der Personalpolitik des HSV, reagiert Heribert Bruchhagen gelassen aber bestimmt. „Es ist etwas ganz anderes, ob ich Journalist, Fan oder Förderer eines Vereins bin – oder ob ich in der Verantwortung stehe“, sagte Bruchhagen der MOPO.  Kühne hatte kritisiert, die Planungen der HSV-Bosse würden ihm zu lange dauern und er würde sich „ein anderes Verhalten“ wünschen. Klubboss Bruchhagen kontert: „Natürlich können wir an einem Nachmittag mit Bobby Wood verlängern, am nächsten dann Kyriakos Papadopoulos kaufen und Julian Pollersbeck noch dazu. Aber ich bin der Verantwortliche und muss die Bedingungen prüfen. Das ist die Realität.“ Allerdings bekennt Bruchhagen: „Was Herrn Kühne und uns alle eint, ist doch der Wunsch, eine gute schlagkräftige Mannschaft zu bekommen.“