HSV-Trainer Christian Titz hat direkt vor dem Anpfiff eine offensive Ausrichtung seiner Elf angekündigt. „Dieses Spiel gibt uns die Chance noch einmal zurückzukommen. Dementsprechend werden wir das Spiel angehen“, sagte er im Interview mit „Sky“. „Wir können auf fünf Punkte rankommen, das kann Hoffnung geben.“ Hoffnung gibt es auch für einen Einsatz von Bobby Wood, der es diesmal in den Kader geschafft hat. „Bobby hat die letzten zwei Tage sehr gut trainiert“, erklärte Titz und kündigte an, den US-Boy im Laufe des Spiels bringen zu wollen. „Ein Bobby Wood, der in Form ist, kann uns helfen.“

Das wird mal wieder eine enge Kiste. Wenn Bobby Wood in Cary (North Carolina) mit den USA ein Testspiel gegen Paraguay absolviert, ist in Deutschland bereits der Mittwoch angebrochen. Um 1.30 Uhr (MESZ) beginnt das Duell. Ob Wood überhaupt ein Thema für das Spiel gegen Stuttgart ist? Trainer Christian Titz antwortet ausweichend: „Das will ich noch gar nicht abschließend bewerten.“ Er sei zwar über den gesamten Reiseablauf infomiert und mache sich Gedanken. Öffentlich äußern wollte Titz diese am Montag allerdings noch nicht.

Mit Momo Kwarteng, Mohamed Gouaida, Ogechika Heil und Jonas David waren am Montag vier Spieler aus der U21 oder U19 beim HSV-Training mit dabei. Im Laufe der Woche will Christian Titz die Gruppe aber erneut verkleinern. „Wir werden mit Torhütern 25 oder 26 Spieler sein. Aber das wird erst Ende der Woche der Fall sein, weil wir erst am Donnerstag alle Spieler zurück haben“, blickte der Coach auf die Rückkehr der acht Spieler (Bobby Wood, Filip Kostic, Gotoku Sakai, Rick van Drongelen, Vasilije Janjicic, Kyriakos Papadopoulos, Mergim Mavraj, Tatsuya Ito), die sich auf Länderspielreisen befinden.

Sieben Spieler des HSV werden aufgrund von Reisen zu ihren Nationalmannschaften in der kommenden Woche nicht am Training im Volkspark teilnehmen können. Kyriakos Papadopoulos wurde vom griechischen Verband für die Tests gegen die Schweiz (23.3.) und Ägypten (27.3.) nominiert. Mergim Mavraj steht im Aufgebot der albanischen Nationalmannschaft für das Heim-Länderspiel gegen Norwegen am 26. März (19 Uhr) in Elbasan. Bei Bobby Wood steht erneut eine lange Flugreise an. Der 25-Jährige steht im Kader der US-Nationalmannschaft für das Spiel gegen Paraguay am 28. März (1 Uhr deutscher Zeit) in Cary (North Carolina). Gut 86 Stunden später steht das Auswärtsspiel des HSV in Stuttgart auf dem Programm. Tatsuya Ito steht derweil vor seinem Debüt für die japanische U21-Nationalmannschaft. Der 20-jährige HSV-Wirbelwind ist erstmals im Aufgebot. Bei einem Test-Turnier für U21-Teams in Paraguay trifft Ito am 21. März auf Chile, am 23. März auf Venezuela und am 25. März auf den Gastgeber. Rick van Drongelen spielt mit der niederländischen U21 am 22. März gegen Belgien. Am 27. März steht ein EM-Qualifikationsspiel in Andorra (27. März) an. Mit der Schweizer U20 spielt Vasilije Janjicic am 23. März auf Malta und am 27. März gegen Italien. Albin Ekdal reist zur Nationalmannschaft nach Schweden, die in Solna am 24. März (18 Uhr) ein Testspiel gegen Chile absolviert, um sich von den Ärzten des Verbandes pflegen zu lassen. Immerhin: Den Trip zum zweiten Test der Schweden gegen Rumänien in Craiova (27. März, 20.30 Uhr) soll Ekdal voraussichtlich nicht mitmachen.

 

 

 

Bei HSV-Stürmer Bobby Wood steht in der Länderspielpause erneut eine lange Flugreise an. Der 25-Jährige steht trotz seiner Formkrise im Kader der US-Nationalmannschaft für das Spiel gegen Paraguay am 28. März (1 Uhr deutscher Zeit) in Cary (North Carolina). Gut 86 Stunden später steht für Wood dann das Auswärtsspiel des HSV in Stuttgart auf dem Programm.

Bernd Hollerbach hat sich kurz vor dem Anpfiff des Spiels gegen die Bayern am Sky-Mikrofon zu den Ereignissen der vergangenen Tage geäußert. „Ist doch klar, dass einem das nahegeht“, sagte der HSV-Trainer über die Entlassungen von Heribert Bruchhagen und Jens Todt. „Zwei Tage vorm Spiel, das ist nicht so glücklich.“ Mit Blick auf das Spiel bei den Bayern versuchte der Coach Selbstbewusstsein auszustrahlen. „Wir messen uns heute mit den Besten. Das macht Spaß“, erklärte er. „Wir müssen stabil sein, aber auch nach vorne was machen.“ Ob er wirklich an einen Sieg glaube? „Da muss schon viel zusammenkommen hier, aber man hat immer eine Chance.“ Hollerbach äußerte sich zudem zu seiner Entscheidung, Fiete Arp und Bobby Wood in Hamburg zu lassen. Beide seien nicht im Kader, „weil die anderen zurzeit die Nase vorn haben. Wir haben sehr viele Stürmer. Wir haben eher hinten ein Problem. Durch die Krankheit von Mergim Mavraj haben wir nur noch zwei Innenverteidiger“.

 

 

Sechs Stürmer hat der HSV in seinem Profi-Kader. Das klingt nach viel. Blöd nur, dass dabei denkbar wenig herausspringt. Wer aber wartet eigentlich seit wie vielen Minuten auf einen Treffer? Am besten sieht es noch bei André Hahn aus. 141 torlose Minuten stehen für den Ex-Gladbacher auf dem Konto. Bakery Jatta, meist als Rechtsaußen aufgeboten und zuletzt recht agil, aber eben auch ungefährlich, hat bei den Profis überhaupt noch nicht getroffen. 420 Bundesliga-Minuten kann er aufweisen. Luca Waldschmidt erzielte sein erstes und einziges HSV-Tor bekanntlich am 34. Spieltag der Vorsaison gegen Wolfsburg. Seither wartet der 21-Jährige auf ein Erfolgserlebnis. 428 Minuten hat er nicht getroffen. Bei Fiete Arp sind es 627 torlose Minuten. Dramatisch aber wird’s bei zwei anderen. Sven Schipplock steht zwar seit 2015 beim HSV als Stürmer unter Vertrag, hat aber noch kein einziges Tor erzielt. 1164 Minuten lang hatte er bisher die Gelegenheit dazu. Getoppt wird diese Horror-Zahl von Bobby Wood, der am 25. August 2017 in Köln half, den HSV an die Tabellenspitze zu schießen – in grauer Vorzeit. Seither stehen für ihn 1192 torlose Minuten zu Buche. Alle sechs Stürmer zusammen kommen damit auf 3972 Minuten ohne Tor.

2. Liga und der HSV. Für viele Fans klingt das noch immer wie eine Horror-Vorstellung. Sie wird aber vermutlich bald Gestalt annehmen. Welche HSV-Spieler aber wissen eigentlich, wie es in der 2. Liga zugeht? Spricht: Wer hat im deutschen Unterhaus schon gekickt? Aus dem aktuellen Kader trifft das auf zehn Spieler zu, die auf insgesamt 431 Einsätze in der 2. Liga kommen. Angeführt wird die Liste von Bobby Wood (90 Spiele), der von 2010 bis 2016 für 1860 München, Erzgebirge Aue und Union Berlin stürmte. Auf Platz zwei folgt Mergim Mavraj, der von 2010 bis 2014 insgesamt 86-mal für den VfL Bochum und Greuther Fürth auf dem Platz stand. Dritter ist Nicolai Müller, der von 2006 bis 2011 für Greuther Fürth spielte und dort 69-mal zum Einsatz kam. Auf Platz vier rangiert Bjarne Thoelke, der zwar noch kein Pflichtspiel für den HSV absolviert hat, aber für die Zeit von 2012 bis 2017 in der 2. Liga auf 38 Einsätze bei Dynamo Dresden und dem Karlsruher SC verweisen kann. Fünfter im HSV-Ranking ist Christian Mathenia, der in Darmstadts Aufstiegs-Saison 2014/15 alle 34 Spiele für die „Lilien“ bestritt. Lewis Holtby folgt auf Platz sechs mit 33 Spielen für Alemannia Aachen. Von 2007 bis 2009 war das. Siebter ist Julian Pollersbeck, der in der Saison 2016/17 auf 31 Spiele für den 1. FC Kaiserslautern kam. Sejad Salihovic spielte 2007/08 27-mal für die TSG Hoffenheim im Unterhaus. Eine Saison später kickte Dennis Diekmeier in der 2. Liga – und zwar 17-mal für den 1. FC Nürnberg. Ersatztorwart Tom Mickel hat ebenfalls Erfahrung in Liga zwei. In der Saison 2014/15 spielte er sechsmal für Greuther Fürth.

Überraschung beim HSV! Ohne Sturmjuwel Fiete Arp und Angreifer Bobby Wood reist das Team nach München. Ebenfalls fehlen der grippekranke Mergim Mavraj sowie  Lewis Holtby und Albin Ekdal.

Er ist einer der einflussreichsten Berater in der Bundesliga, vertritt mit seiner Agentur SportsTotal unter anderem Toni Kroos, Julian Weigl, Benedikt Höwedes und Lars Stindl. Volker Struth aber war in den vergangenen Wochen abgetaucht. Der Grund: ein Blinddarmdurchbruch, der ihn nach Angaben der „Bild“ in Lebensgefahr gebracht haben soll. Während des Weihnachts-Urlaubs auf den Malediven passierte es. Eine dreistündige Not-Operation soll dem 51-Jährigen das Leben gerettet haben. Zurück in Deutschland bildeten sich Abszesse. Struth musste zwei weitere Operationen über sich ergehen lassen. „Ich hoffe, in den nächsten Wochen wieder voll einsatzfähig zu sein“, sagt der Mann, der beim HSV auch als persönlicher Berater von Investor Klaus-Michael Kühne Schlagzeilen schrieb und bei den Hamburgern so viele Spieler unter Vertrag hat wie kein anderer Berater. Struth vertritt die Interessen von Bobby Wood, André Hahn, Dennis Diekmeier, Luca Waldschmidt und Arianit Ferati.