Befürchtungen, der HSV könne trotz der zwei Siege zum Saisonstart nun nach unten durchgereicht werden, teilt Trainer Markus Gisdol nicht. „Wir haben sechs Punkte im Rücken“, sagt er. „Wir haben zwar schwere Spiele vor der der Brust, aber wir waren immer in schwierigen Situationen auch in der Lage zu punkten.“ Die nächsten Gegner heißen Dortmund, Leverkusen und Werder Bremen.

Nun steht auch der siebte und letzte mögliche Gegner des HSV im DFB-Pokal-Viertelfinale fest. Borussia Dortmund hat sich mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen Hertha BSC durchgesetzt. Gut für den HSV wäre in jedem Fall, dass BVB-Abwehrchef Sokratis wegen einer Gelb-Roten Karte am 28. Februar oder 1. März gesperrt ist. Ausgezeichnet ist zudem die Pokal-Bilanz des HSV gegen die Schwarz-Gelben. Die Hamburger verloren nämlich noch nie im DFB-Pokal gegen Dortmund. Allerdings hat es diese Begegnung auch seit dem 27. August 1983 nicht mehr gegeben. Damals gewann der HSV in der ersten Runde mit 4:1. 1971 war es knapper: Der HSV setzte sich erst nach Verlängerung mit 3:1 durch. Die schönsten Erinnerungen dürften die älteren Fans aber an den 14. August 1963 haben. Damals gewann der HSV seinen ersten Titel im DFB-Pokal mit einem 3:0-Finalsieg gegen Borussia Dortmund. Zum Helden in Hannovers Niedersachsenstadion wurde Uwe Seeler, der alle drei Tore erzielte (31./33./84.).

Ein wenig wird sich die Personallage des HSV im Abwehrverbund entspannen – denn die zuletzt rotgesperrten Cléber und Dennis Diekmeier kehren gegen Dortmund zurück. Völlig offen aber, ob Emir Spahic und Albin Ekdal, die unter Adduktorenproblemen leiden, bis dahin einsatzfähig sind. „Wir schauen von Tag zu Tag“, so Trainer Markus Gisdol. Spahic habe zwar bereits vor dem Köln-Spiel mehrfach mittrainiert. „Aber das war ein sehr mutiger Versuch von uns“, so Gisdol vielsagend.

Ein paar Stunden können die HSV-Profis noch den freien Montag genießen, morgen bleibt angesichts der beiden Trainingseinheiten (10 und 15.30 Uhr) kaum Platz für familiäre Dinge. Welche der zuletzt angeschlagenen Profis können morgen aber wieder mitmischen? Aaron Hunt ist am fraglichsten, er leidet unter Oberschenkelproblemen und soll behutsam aufgebaut werden. Emir Spahic fühlte sich am Sonntag schlapp und krank, Albin Ekdal hatte Schmerzen am Knie.