Nach dem gruseligen Auftritt des HSV in Augsburg (0:1) zum Auftakt der Rückrunde und dem fünften Spiel in Folge ohne Sieg wächst auch der Druck auf Markus Gisdol. Sollte sein Team am kommenden Sonnabend zu Hause gegen das abgeschlagene Schlusslicht Köln verlieren, wäre er kaum noch zu halten. Doch welche Trainer und Nachfolge-Kandidaten sind eigentlich auf dem Markt? Die MOPO hat folgende Retter-Aspiranten ausgemacht: Peter Bosz (54, zuletzt Dortmund, seit Dezember ohne Job), Tayfun Korkut (43, zuletzt Leverkusen, seit Juni ohne Job), Slaven Bilic (49, zuletzt West Ham United, seit November ohne Job), Markus Weinzierl (43, zuletzt Schalke 04, seit Juni ohne Job), Andries Jonker (55, zuletzt Wolfsburg, seit September ohne Job).

Trotz der Derby-Schmach gegen Schalke (4:4 nach 4:0) und einem monatelangen Abwärtstrend hält Borussia Dortmund vorerst an Trainer Peter Bosz fest. Laut „Bild“ allerdings in erster Linie, um Zeit zu gewinnen. Wunschkandidat zu Beginn der kommenden Saison sei Hoffenheims Julian Nagelsmann, für den Rest der laufenden Saison solle ein Übergangscoach her. Auf der Kandidatenliste: HSV-Legende Horst Hrubesch, aktuell DFB-Sportdirektor, und Ex-HSV-Trainer Armin Veh.

Trotz des klaren Sieges seiner Mannschaft sprach Dortmunds Trainer Peter Bosz dem HSV ein Kompliment aus. „Das war für uns bis jetzt das schwerste Spiel. Der HSV hat es uns nicht leicht gemacht, viel Druck auf uns ausgeübt.“ Am Ende war der Liga-Dino aber dann leichte Beute für den BVB. Bosz: „Insgesamt haben wir es sehr gut gemacht und am Ende zurecht gewonnen.“

Für Peter Bosz gibt es nur Vollgas. „Wir müssen und wir wollen alle Spiele gewinnen: zu Hause, auswärts.“ Das sei „die Einstellung, mit der wir jedes Spiel anfangen“, sagte der Dortmunder Trainer und bekräftigte: „Wir wollen gewinnen. Auch in Hamburg.“ Bosz erwartet einen trotz der beiden Niederlagen gegen Leipzig und Hannover (beide 0:2) selbstbewussten HSV – und ein „interessantes Spiel“. Gespannt ist der Holländer nämlich, welche Strategie der Liga-Dino wählt. „In der Bundesliga haben bisher alle Mannschaften sehr defensiv gegen uns gespielt. Ich habe nicht mit dem HSV-Trainer gesprochen, daher weiß ich auch nicht, wie er das machen wird“, meinte Bosz mit einem Augenzwinkern und fügte hinzu: „Wir sind jedenfalls auf alles vorbereitet.“