Das neue Jahr fängt für den HSV direkt mit einem Eklat an. Walace ist nicht zum Abflug der Mannschaft ins Trainingslager nach Jerez de la Frontera erschienen. Sportchef Jens Todt erklärte, dass der Brasilianer ihm gegenüber sein Fehlen angekündigt habe. „Er beschäftigt sich mit einem Wechsel“, sagte Todt. „Aber wir haben kein Interesse an einem Wechsel. Das werden wir mit ihm in Spanien besprechen, wenn er da ist.“ Der HSV-Sportchef ist nach eigener Aussage in Kontakt mit dem 22-Jährigen und dessen Berater Rogério Braun. „Wir erwarten ihn ziemlich bald zurück. Am 3. rechnen wir damit.“ Walaces Streik werde man „angemessen“ sanktionieren: „Wir wollen den Konflikt nicht größer machen als er ist, aber wir können dieses Verhalten nicht akzeptieren.“ Für Walace soll es in Brasilien mehrere Klubs geben, die Interesse an einer Verpflichtung haben, darunter Gremio Porto Alegre, Atlético Mineiro und Flamengo Rio de Janeiro. In den sozialen Netzwerken hatte der Olympiasieger zuletzt Bilder gepostet, die zeigen, wie er am brasilianischen Strand feiert.

Vorbei ist sie, die schöne Urlaubszeit. Und Douglas Santos wird das Klischee der Brasilianer, die immer zu spät zu ihren Klubs zurückkehren, ganz sicher nicht bedienen. Am Abend landet der Linksverteidiger wieder in Fuhlsbüttel, postete vor seinem Abflug aus Brasilien am Flughafen noch ein Familienfoto.

Ein paar Tage noch darf er die Hitze in der Heimat genießen. An Silvester will Walace wieder in Hamburg landen, bis dahin verwöhnt er die Fans mit Fotos aus Brasilien. Der Mittagsschlaf seines Sohnes Wallan scheint den HSV-Mittelfeldspieler total zu entzücken.

Auch wenn Samba-Kicker Walace in Hamburg nicht immer überzeugen konnte, scheint es mehrere Angebote für den Olympiasieger aus seiner Heimat Brasilien zu geben. Doch beim HSV denkt man nicht daran, den 9,2-Millionen-Mann abzugeben. „Wir wis­sen vom In­ter­es­se meh­re­rer bra­si­lia­ni­scher Ver­ei­ne. Wa­lace in die­sem Win­ter ab­zu­ge­ben, ist für uns aber kein Thema“, sagte Todt der Bild. Laut portugiesischer Medienberichte werben Atletico Mineiro, Flamengo Rio de Janeiro sowie Ex-Klub Gremio Porto Alegre um die Dienste des Mittelfeldspielers, der in Hamburg noch einen Vertrag bis 2021 besitzt.

 

HSV-Kapitän Gotoku Sakai hockte beim 1:3 (0:3) des japanischen Nationalteams in Lille (Frankreich) gegen Brasilien mal wieder nur auf der Ersatzbank. Wird schwer für ihn, sich im Hinblick auf die WM im kommenden Jahr in Russland aufzudrängen. Vielleicht darf der Defensiv-Allrounder ja Dienstag gegen Belgien auflaufen.

Eigentlich hatte sich Gotoku Sakai auf ein Duell mit Superstar Neymar gefreut, doch der Kapitän des HSV muss sich im Testspiel seiner Japaner gegen Brasilien im französischen Lille zunächst einmal mit der Reservistenrolle begnügen. Den Posten des Rechtsverteidigers übernimmt Yuto Nagatomo von Inter Mailand.

Für die WM 2018 in Russland hat sich Gotoku Sakai mit Japan bereits qualifiziert. In der Länderspielpause stehen für den HSV-Kapitän nun zwei Freundschaftsspiele auf dem Programm. Diesmal sogar ganz ohne Reisestrapazen, denn er bleibt mit seinem Nationalteam in Europa. Am Freitag wird in Lille (Frankreich) gegen Brasilien getestet, nächste Woche Dienstag tritt Sakai mit Japan in Brügge gegen Belgien an.