Die Bundesliga war auch in der Saison 2016/17 die zuschauerstärkste europäische Liga. Das geht aus dem offiziellen Zuschauerbericht hervor, den die Association of European Professional Football Leagues (EPFL) als 2005 gegründete Vertretung von inzwischen 32 europäischen Profifußball-Ligen und mehr als 900 Klubs aus 25 Ländern am Montag veröffentlicht hat. Der Durchschnittswert von 40.693 Besuchern pro Begegnung war in der vergangenen Spielzeit mit großem Abstand unerreicht – es folgen die englische Premier League (35.838), die spanische LaLiga (27.609), die italienische Serie A (22.177) sowie die französische Ligue 1 (21.208). Zum Erfolg der Bundesliga trug auch der HSV mit einem Schnitt von 53.341 Zuschauern pro Heimspiel maßgeblich bei.

An der traditionallen Jahresumfrage des „kicker“ haben sich 219 Bundesliga-Spieler anonym beteiligt. Auch nach den größten Aufsteigern der bisherigen Saison wurde gefragt. Auf Rang zwei hinter Leverkusens Leon Bailey (19,2 Prozent) landet HSV-Juwel Fiete Arp mit 14,6 Prozent der Stimmen. Auch unter den Verlierern ist Hamburg vertreten – und zwar ganz oben! Lewis Holtby gilt unter den Kollegen mit 12,8 Prozent der Stimmen als Absteiger dieser Spielzeit. Ihm folgt Dortmunds André Schürrle mit 8,2 Prozent. Satte 31,5 Prozent der befragten Bundesliga-Profis tippen übrigens, dass der HSV in die Relegation muss. 16 Prozent setzen sogar auf einen direkten Abstieg des Dinos.

Am Sonnabend wird er endlich erwachsen. Fiete Arp feiert im Trainingslager in Jerez de la Frontera seinen 18. Geburtstag. Mit Blick auf die Rückrunde läuft der Stürmer schon heiß. Er weiß allerdings: „Den HSV allein zu retten, ist utopisch. Wie müssen alle gemeinsam das Ziel verfolgen. Mein persönliches Ziel ist es, einen größtmöglichen Teil zum Klassenerhalt beizutragen.“

Der HSV steigt ab! Zu dieser Erkenntnis sind zumindest US-Mathematiker gekommen, von denen die bekannte Statistik-Website „FiveThirtyEight“ betrieben wird. Die Zahlen-Experten haben die Spiele der Bundesliga-Rückrunde mehrere tausend Male simuliert und ihre Schlüsse mit Resultaten und Spieldaten vergangener Jahre abgeglichen. Nach den Errechnungen holt der HSV in der zweiten Saisonhälfte zwar vier Zähler mehr als in der Hinserie, landet aber mit 34 Punkten auf Platz 17. In die Relegation müsste demnach der VfB Stuttgart (36), Werder Bremen (36) rettet sich dank der besseren Tordifferenz auf Rang 15. Zur gesamten Abschlusstabelle geht es HIER.

Der heutige Sonnabend beginnt für den HSV mit einem Sieg! Die U17 machte im Volkspark mit dem Tabellenachten (von 14 Teams) 1. FC Union Berlin kurzen Prozess, gewann 5:0 (2:0) durch Treffer von Beke (2), Hein, Asare sowie einem Eigentor und kletterte in der Junioren-Bundesliga auf Platz drei. Allerdings könnte Werder Bremen mit einem Dreier bei Holstein Kiel (14 Uhr) kontern.

Dieses Ergebnis steht schon vor dem Anpfiff morgen auf Schalke fest. Der HSV wird auch nach dem 12. Spieltag auf Platz 15 der Tabelle stehen. Mit Stuttgart (2:1 gegen Dortmund), Mainz (1:0 gegen Köln) und Wolfsburg (3:1 gegen Freiburg) haben alle Teams, die zuletzt direkt vor dem HSV standen, Heimsiege gefeiert. Die Hamburger (zehn Punkte) können mit einem Sieg auf Schalke also lediglich den Anschluss an das Mittelfeld halten. 14. ist aktuell Berlin mit 14 Punkten. Direkte Gefahr von unten droht allerdings zumindest an diesem Spieltag auch nicht. Freiburg bleibt nach der Pleite in Wolfsburg auf Platz 16 mit acht Punkten, Bremen könnte morgen theoretisch mit einem Sieg gegen Hannover auch auf acht Zähler kommen.

Der Hype um Fiete Arp war nach seinen zwei Bundesliga-Toren in Berlin und gegen Stuttgart enorm. Auf die Frage des MOPO-Reporters wie er mit dem 17-Jährigen umgehe, antwortete Trainer Markus Gisdol: „Ich halte mich da sehr zurück. Ich gebe ihm den Tipp, er soll sich nicht von jedem bequatschen lassen, denn es ist unglaublich viel Wirbel um ihn herum. Ich will ihn in dem Lauf belassen.“