Was fällt auf beim Blick auf die nackten Zahlen? Der HSV hat in den bisherigen 14 Saisonspielen 13 Tore erzielt, der VfL Wolfsburg, nächster Gegner am Sonmnabend, kommt in diesem Zeitraum auf 20 Treffer. Dabei haben sich die Niedersachsen auch nur 59 Chancen erarbeitet, lediglich eine mehr als die Hamburger (58). Doch der VfL ist viel effektiver, nutzt 33,9 Prozent der Möglichkeiten, was in diesem Bereich den dritten Platz hinter Dortmund (34,7 Prozent) und Hertha BSC (33,9 Prozent) bedeutet. Der HSV belegt Rang zehn.

Und noch eine Statistik: Die Mannschaft von TSG-Coach Julian Nagelsmann erspielte sich im bisherigen Verlauf der Saison zwölf Großchancen und brachte davon 58 Prozent im gegnerischen Tor unter (Rang drei in der Liga). Der HSV bringt es fast auf ebenso viele hochkarätige Möglichkeiten (elf), verwertet aber nur 36 Prozent, was nur Rang 16 bringt – wie in der echten Tabelle auch.

Wenn man es positiv betrachten will, dann steht der HSV in Sachen Toreschießen über dem Strich: Sieben Treffer gelangen in zehn Partien und damit mehr als Bremen (3), Köln (4) sowie Freiburg (6). Doch von allen 18 Teams erspielen sich die Hamburger am wenigsten Chancen heraus, nämlich bislang nur 33. Zum Vergleich die anderen Kellerkinder: Köln (52), Freiburg (42) und Bremen (40). Immerhin nutzt der HSV 21,2 Prozent zu Toren, Rang 13 im Liga-Vergleich. Ganz unten hier: Bremen (7,5 Prozent), Köln (7,8) und Freiburg (14,3).

Im Keller-Duell mit Mainz 05 (0:0) war es für jeden ersichtlich, doch fehlende Kreativität im Spiel nach vorn zieht sich beim HSV wie ein roter Faden durch die komplette Saison. Laut „Kicker“ haben sich die Hamburger in den bisherigen 32 Partien 98 Torchancen erarbeitet, also im Schnitt nur 3,06 pro Spiel.  Das ist mit Abstand der schlechteste Wert aller Bundesliga-Teams. Zum Vergleich: Absteiger Darmstadt 98 kommt als zweitschlechteste Truppe auf 116 Chancen (3,62 pro Spiel). An der Spitze steht der FC Bayern mit 253 Chancen (7,91 pro Spiel).