Der frühere HSV-Profi und Relegations-Held Marcelo Díaz hat sich mit einem emotionalen Eintrag auf seinem Instagram-Account für den entscheidenden Fehler vor dem deutschen Siegtor im Finale des Confed Cups entschuldigt. „Vor knapp 14 Jahren habe ich mit dem Tod meines geliebten Bruders die schmerzvollste Stunde in meinem Familienleben durchlebt. Heute, 14 Jahre später, war es die schmerzvollste Stunde im Fußball“, schrieb der 30-Jährige nach dem 0:1 mit Chile. Er habe nie gedacht, dass ihm der Fußball „einen ähnlichen Schmerz“ wie beim Tod seines Bruders Gonzalo, der sich 2003 im Garten des Elternhauses erhängt hatte, zufügen könne.

Schon vor den beiden Halbfinals hatte sich Marcelo Díaz, früherer HSV-Profi und Relegationsheld von 2015 in Karlsruhe, ein Wiedersehen mit dem deutschen Team im Endspiel des Confed Cups in Russland gewünscht. Heute bekommt der Mittelfeld-Stratege sein Traumfinale, um 20 Uhr (ZDF live) trifft Díaz in St. Petersburg mit Chile auf die DFB-Auswahl. Und ganz bestimmt werden ihm viele Hamburger Fans dabei wieder eine Träne hinterherweinen.

Der frühere Hamburger und Relegations-Held Marcelo Díaz mit beim Confed Cup in Russland mit Chile das Endspiel erreicht. Der Südamerikameister bezwang im Halbfinale Europameister Portugal mit 3:0 (0:0, 0:0) nach Elfmeterschießen. Morgen ermitteln die DFB-Auswahl und Mexiko den zweiten Finalisten.

Bis 2009 spielte Shkodran Mustafi in der HSV-Jugend. Über Everton, Genua und Valencia führte ihn sein Weg in den vergangenen Jahren zu Arsenal London. Mit Deutschland wurde der Verteidiger 2014 Weltmeister. Zurzeit ist Mustafi mit dem DFB-Team beim Confed Cup in Russland im Einsatz. Bei Twitter stellte er sich heute den Fragen der Fans. Ob er auch manchmal noch an seine Zeit beim HSV denke, wollte ein Anhänger wissen. Mustafis Antwort: „Natürlich denke ich noch an die Zeit beim HSV. Traumhafte Stadt, riesiges Potenzial. Hoffe, sie kehren bald wieder in die Erfolgsspur zurück.“

Nach dem angestrebten Sieg morgen im Halbfinale gegen Europameister Portugal hofft der frühere HSV-Profi Marcelo Díaz auf ein erneutes Duell von Chile mit der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw um den Titel beim Confed Cup in Russland „Ich würde natürlich gerne ins Finale kommen und ich würde gerne wieder gegen Deutschland spielen“, sagte der ehemalige Hamburger. „Sie sind ein starkes Team, es wäre wundervoll, es wäre ein tolles Spiel.“

Ein Ex-HSVer im Fokus des Weltfußballs: Kerem Demirbay hat die deutsche Nationalmannschaft im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun beim Confed Cup in Russland in Führung geschossen. In der 48. Minute erzielte der Hoffenheimer ein Traumtor. Am Ende gewann die DFB-Elf mit 3:1 und trifft am Donnerstag im Halbfinale auf Mexiko. Demirbay sagte: „Wir wussten, dass der Gegner nicht einfach wird. Wir haben es uns aber selbst schwer gemacht. Die Führung war die Erlösung für unser Spiel. Natürlich freue ich mich sehr über das Tor. Ich bin glücklich, sehr glücklich.“

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Um 17 Uhr trifft Deutschland in seinem abschließenden Confed-Cup-Gruppenspiel auf Kamerun. Kerem Demirbay wird dabei sein Turnier-Debüt feiern, steht in der Startelf. Für den Ex.-HSV-Profi wird es nach seinem Einsatz beim Test in Dänemark (1:1) sein zweiter Länderspieleinsatz.

Nationalspieler Kerem Demirbay hat sich über mangelnde Rückendeckung HSV beklagt. „Natürlich hätte ich mir vom HSV mehr Rückhalt gewünscht“, sagte der Offensivspieler von 1899 Hoffenheim im „kicker“. Die Trainer Mirko Slomka und Bruno Labbadia hatten für Demirbay beim HSV keine Verwendung, der 23-Jährige nahm den Umweg über die 2. Liga, der ihn bis in die Nationalmannschaft und den Confed-Cup-Kader führte. „Ich wurde nicht so behandelt, wie ich es mir gewünscht hätte“, sagte Demirbay. In Hoffenheim hat er sein Glück gefunden. „Es ist sicher, dass ich in Hoffenheim bleibe. Ich fühle mich unheimlich wohl und werde definitiv in der kommenden Saison dort spielen“, sagte Demirbay, der einen Vertrag bis Juni 2021 besitzt.