Der HSV zauberte ihn plötzlich aus dem Hut hervor, verpflichtete am 13. September 2017 den vereinslosen Sejad Salihovic, um dem Kader mehr Qualität zu verleihen. „Sejad ist ein erfahrener Bundesliga-Spieler, der über Jahre hinweg seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat und auf mehreren Positionen variabel einsetzbar ist. Er kann uns auch kurzfristig eine Hilfe sein“, erklärte Sportchef Jens Todt damals die Verpflichtung. 14 Spieltage später dürfte sich im Volkspark, aber auch beim bosnischen Nationalspieler, Ernüchterung breit gemacht haben. Seine Bilanz ist erschreckend. Nur in vier von 14 möglichen Spielen kam der Freistoßspezialist zum Einsatz, stand fünf Mal aus Leistungsgründen nicht im Kader. Zu wenig, für einen Spieler, der als Soforthilfe verpflichtet wurde.

Eines muss man den Defensivspezialisten beim HSV lassen: Sie panzern sich mächtig rein. 1886 Defensiv-Zweikämpfe führten die Abwehrrecken in der Hinrunde. Das ist Spitzenwert der Liga. Die fünf besten Zweikämpfer sind Kyirakos Papadopulos (61 Prozent), Mergim Mavraj (60 Prozent), Dennis Diekmeier (59 Prozent), Gideon Jung und Douglas Santos mit (56 Prozent).