Beim HSV wurde er gleich mehrfach aussortiert, bei 1899 Hoffenheim entwickelte sich Kerem Demirbay zum Leistungsträger und Nationalspieler. Offen ist allerdings, ob der Mittelfeld-Regisseur im Duell mit seinem Ex-Klub am Sonnabend in die Startelf der TSG zurückkehren wird. „Es liegt in erster Linie an ihm selbst, ob er ein Kandidat ist. Gesundheitlich schon“, sagte Julian Nagelsmann. Anders ausgedrückt: Demirbay, der sich Anfang Februar einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hatte und zuletzt in Frankfurt (1:1) als Joker sein Comeback gab, muss sich im Training erst wieder neu empfehlen.

Nach einem Außenbandriss im Sprunggelenk musste Kerem Demirbay seit dem 3. Februar zusehen, verpasste sieben Bundesligaspiele, ehe er gestern in Frankfurt (1:1) als Joker für 37 Minuten sein Debüt feierte. „Nach meiner Verletzung bin ich froh, wieder dabei zu sein und glücklich, dass ich wieder spielen kann“, sagte der Ex-Hamburger, der am Sonnabend gegen den HSV wieder in die Startelf von 1899 Hoffenheim rücken könnte.

Als der HSV im Sommer 2016 Kerim Demirbay an 1899 Hoffenheim verkaufte, sicherten sich die Hamburger eine zehnprozentige Beteiligung am Transfergewinn bei einem Weiterverkauf. Doch seit heute steht fest, dass es keine Millionen-Einnahme geben wird: Demirbay hat seinen Vertrag vorzeitig bis 30. Juni 2022 verlängert, damit erlischt die HSV-Klausel.  „Ich freue mich, weiter ein Teil dieser Entwicklung zu sein, die diese Mannschaft in den vergangenen Jahren genommen hat“, sagte der 24-Jährige, er sei „überzeugt davon, dass noch vieles möglich ist“. Für Hoffenheim-Sportdirektor Alexander Rosen ist die Einigung „ein starkes Signal nach innen und außen. Es untermauert, dass wir unseren ehrgeizigen und erfolgreichen Weg der vergangenen Jahre konsequent weiterverfolgen.“

Das Interesse an Kerem Demirbay ist ungebrochen. Englische Medien berichten, dass der FC Arsenal heiß darauf sei, den 24-jährigen Mittelfeldspieler im Sommer zu verpflichten. Es wäre ein teurer Spaß, denn laut „Sport Bild“ ist die Ablösesumme auf 32 Millionen Euro festgeschrieben. Beim HSV würde man sich über einen solchen Transfer freuen, denn bei einem Weiterverkauf würden die Hamburger zehn Prozent des Gewinns, also rund drei Millionen Euro kassieren. Im Sommer 2016 war Demirbay für 1,7 Millionen Euro an 1899 Hoffenheim verkauft worden.

Borussia Dortmund soll Interesse an einer Verpflichtung von Hoffenheims Nationalspieler Kerem Demirbay haben. Wie „Sport Bild“ berichtet kann der 24-Jährige, der 2016 für 1,7 Millionen Euro vom HSV verpflichtet worden war, die TSG im Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von 32 Millionen Euro verlassen. Demirbay war 2013 ablösefrei vom BVB nach Hamburg gewechselt.

Vor eineinhalb Jahren wechselte Kerem Demirbay vom HSV nach Hoffenheim, startete dort mächtig durch und wurde zum deutschen Nationalspieler. Nun liebäugelt der 24-Jährige offenbar mit dem nächsten Schritt. Gegenüber TV-Sender „sky“ sagte er zu einem möglichen Interesse von Borussia Dortmund und Schalke 04: „Also ehrlich, uninteressant wär’s nicht.  Wir wissen nicht, was im Sommer passiert.“ Hintergrund: Demirbay wuchs in Gelsenkirchen unweit der Veltins-Arena auf und spielte in der Jugend sowohl für Schalke als auch den BVB. Er soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro in seinem Vertrag verankert haben.

Das gestrige 1:3 in Braga war gleichbedeutend mit dem Europa-League-Aus für Hoffenheim. Nach dem Spiel blickte der ehemalige HSV-Profi Kerem Demirbay bereits auf das nächste Bundesliga-Spiel: „Das war kein guter Abend für uns, aber wir müssen den Kopf schnell freikriegen. Am Sonntag geht es ja schon nach Hamburg.“ Für ihn wird es der erste Besuch als Gast im Volkspark. Letzte Saison war der Nationalspieler verletzt ausgefallen.

In der Rückrunde der vergangenen Saison kam HSV-Kandidat Sejad Salihovic beim FC St. Gallen zu 13 Einsätzen (zwei Torvorlagen), hatte dann aber mit einer hartnäckigen Wadenverletzung zu kämpfen. Doch diese hat der 32-jährige Bosnier auskuriert, im Training bei 1899 Hoffenheim hinterließ er einen guten Eindruck und überzeugte auch die TSG-Profis. Ex-HSV-Spieler Kerem Demirbay bezeichnete ihn Ende August in der „Bild“ als „Super-Typen“, Angreifer Mark Uth meinte: „Der kann kicken!“ Und auch Verteidiger Kevin Akpoguma war angetan: „Man hat gesehen, was er für ein fußballerisches Verständnis hat.“