Borussia Dortmund soll Interesse an einer Verpflichtung von Hoffenheims Nationalspieler Kerem Demirbay haben. Wie „Sport Bild“ berichtet kann der 24-Jährige, der 2016 für 1,7 Millionen Euro vom HSV verpflichtet worden war, die TSG im Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von 32 Millionen Euro verlassen. Demirbay war 2013 ablösefrei vom BVB nach Hamburg gewechselt.

Vor eineinhalb Jahren wechselte Kerem Demirbay vom HSV nach Hoffenheim, startete dort mächtig durch und wurde zum deutschen Nationalspieler. Nun liebäugelt der 24-Jährige offenbar mit dem nächsten Schritt. Gegenüber TV-Sender „sky“ sagte er zu einem möglichen Interesse von Borussia Dortmund und Schalke 04: „Also ehrlich, uninteressant wär’s nicht.  Wir wissen nicht, was im Sommer passiert.“ Hintergrund: Demirbay wuchs in Gelsenkirchen unweit der Veltins-Arena auf und spielte in der Jugend sowohl für Schalke als auch den BVB. Er soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro in seinem Vertrag verankert haben.

Das gestrige 1:3 in Braga war gleichbedeutend mit dem Europa-League-Aus für Hoffenheim. Nach dem Spiel blickte der ehemalige HSV-Profi Kerem Demirbay bereits auf das nächste Bundesliga-Spiel: „Das war kein guter Abend für uns, aber wir müssen den Kopf schnell freikriegen. Am Sonntag geht es ja schon nach Hamburg.“ Für ihn wird es der erste Besuch als Gast im Volkspark. Letzte Saison war der Nationalspieler verletzt ausgefallen.

In der Rückrunde der vergangenen Saison kam HSV-Kandidat Sejad Salihovic beim FC St. Gallen zu 13 Einsätzen (zwei Torvorlagen), hatte dann aber mit einer hartnäckigen Wadenverletzung zu kämpfen. Doch diese hat der 32-jährige Bosnier auskuriert, im Training bei 1899 Hoffenheim hinterließ er einen guten Eindruck und überzeugte auch die TSG-Profis. Ex-HSV-Spieler Kerem Demirbay bezeichnete ihn Ende August in der „Bild“ als „Super-Typen“, Angreifer Mark Uth meinte: „Der kann kicken!“ Und auch Verteidiger Kevin Akpoguma war angetan: „Man hat gesehen, was er für ein fußballerisches Verständnis hat.“

Ein Ex-HSVer im Fokus des Weltfußballs: Kerem Demirbay hat die deutsche Nationalmannschaft im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun beim Confed Cup in Russland in Führung geschossen. In der 48. Minute erzielte der Hoffenheimer ein Traumtor. Am Ende gewann die DFB-Elf mit 3:1 und trifft am Donnerstag im Halbfinale auf Mexiko. Demirbay sagte: „Wir wussten, dass der Gegner nicht einfach wird. Wir haben es uns aber selbst schwer gemacht. Die Führung war die Erlösung für unser Spiel. Natürlich freue ich mich sehr über das Tor. Ich bin glücklich, sehr glücklich.“

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Um 17 Uhr trifft Deutschland in seinem abschließenden Confed-Cup-Gruppenspiel auf Kamerun. Kerem Demirbay wird dabei sein Turnier-Debüt feiern, steht in der Startelf. Für den Ex.-HSV-Profi wird es nach seinem Einsatz beim Test in Dänemark (1:1) sein zweiter Länderspieleinsatz.

Nationalspieler Kerem Demirbay hat sich über mangelnde Rückendeckung HSV beklagt. „Natürlich hätte ich mir vom HSV mehr Rückhalt gewünscht“, sagte der Offensivspieler von 1899 Hoffenheim im „kicker“. Die Trainer Mirko Slomka und Bruno Labbadia hatten für Demirbay beim HSV keine Verwendung, der 23-Jährige nahm den Umweg über die 2. Liga, der ihn bis in die Nationalmannschaft und den Confed-Cup-Kader führte. „Ich wurde nicht so behandelt, wie ich es mir gewünscht hätte“, sagte Demirbay. In Hoffenheim hat er sein Glück gefunden. „Es ist sicher, dass ich in Hoffenheim bleibe. Ich fühle mich unheimlich wohl und werde definitiv in der kommenden Saison dort spielen“, sagte Demirbay, der einen Vertrag bis Juni 2021 besitzt.