Das Bundesland Bremen will der DFL bis zu 450.000 Euro für den Polizeieinsatz bei der Partie Werder gegen den HSV am 24. Februar in Rechnung stellen. Das Nordderby wird als Hochrisikospiel mit viel Konfliktpotenzial zwischen den Fans eingestuft. In einem entsprechenden Schreiben sei die DFL über die voraussichtliche Gebührenpflicht unterrichtet worden, hieß es vom zuständigen Innenressort. Das Land Bremen und die DFL befinden sich seit Jahren im Rechtsstreit um die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen. Erstmals stellte das Land der DFL mit Gebührenbescheid vom 19. April 2015 die Kosten für einen Polizeieinsatz in Rechnung, auch damals war ein Nordderby der Anlass. Seitdem haben sich die Forderungen Bremens nach mehreren Hochrisikospielen inzwischen auf rund 1,9 Millionen Euro summiert.

Martin Kind darf die Mehrheit an Hannover 96 nicht übernehmen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird dem Präsidenten des morgigen HSV-Gegners keine Ausnahmeregelung für eine Übernahme der Mehrheitsanteile gewähren. Die Aufwendungen Kinds bei den Niedersachsen seien nicht hoch genug. Hannovers Klubchef hatte den Antrag im Spätsommer 2017 eingereicht und für den Fall einer Absage angekündigt, gegen die Entscheidung klagen zu wollen. Die Stärkung der 50+1-Regel ist auch ein Rückschlag für HSV-Finanz-Vorstand Frank Wettstein, der sich jüngst auf der „Spobis“ in Düsseldorf dafür starkgemacht hatte, dass Investoren mehr Spielraum eingeräumt werden sollte.

Das Abseitstor des HSV durch Filip Kostic beim 1:1 in Leipzig hat die Gemüter erhitzt und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) zu einer offiziellen Stellungnahme veranlasst. Ansgar Schwenken, DFL-Direktor Fußball-Angelegenheiten und Fans, sagte über das Thema „Abseitslinie“ auf dem Bildschirm: „DFL und DFB werden, wie in den vergangenen Monaten immer wieder betont, erst auf die so genannte kalibrierte Linie zurückgreifen, wenn von FIFA und IFAB Versionen eines oder mehrerer Dienstleister zertifiziert wurden und zugelassen sind – ähnlich wie das vor Einführung der Torlinientechnologie der Fall war. Erst damit wären auch unsere eigenen, höchsten Qualitätsansprüche erfüllt, dass mithilfe der Linien tatsächlich in höchstem Maße verlässlich aufgelöst wird, ob eine Abseitsstellung vorliegt oder nicht.“ Den Linien der Fernsehsender vertraut man bei der DFL nicht. Schwenken: „Für die von FIFA/IFAB und auch von uns angestrebten Linien sind im Vorfeld jedes Spiels umfangreiche technische Vorleistungen in den Stadien zu erbringen. Erst dadurch kann sichergestellt werden, dass die Linie in jeder Hinsicht exakt ist – mehr als ob diese Genauigkeit „nur“ vom menschlichen Auge und subjektivem Ermessen abhängig ist. Denn schon die minimalste zeitliche Abweichung, schon eine hundertstel Sekunde, wann der Ball beispielsweise beim Zuspiel auf einen Torschützen Fuß oder Kopf des Passgebers verlassen hat, kann zu einem fehlerhaften Ergebnis und somit zu einen falschen Eindruck führen, ob ein Abseits vorlag oder aber nicht.“

Klaus Hofmann, der Präsident des FC Augsburg, hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) indirekt dazu aufgefordert, dem HSV die Lizenz und damit die Spielberechtigung für die Bundesliga zu entziehen. Diese hatten die Hamburger in den vergangenen Jahren nur aufgrund der Finanzspritzen von Investor Klaus-Michael Kühne erhalten. Hofmann forderte „die Nicht-Anerkennung jedweder Darlehen im Rahmen der Lizenzierung“. Das Verteilen von Darlehen durch Geldgeber an Vereine bezeichnete er als „ausufernde Krankheit“. Und weiter: „Dass Darlehen bei der Lizenzierung als Eigenkapital angerechnet werden, ist ein riesiges Grundübel. Selbiges gilt für Darlehen mit Stundungen. Das Handelsrecht tut das schon lange nicht mehr, aber das Fußballrecht schon.“ Konkret bezog sich Hofmann auf den Liga-Dino: „Wer jetzt an den HSV denkt, liegt nicht ganz falsch.“

Die DFL hat die Spieltage 15 bis 22 angesetzt. Der HSV empfängt am Sonnabend, 9.12. um 15.30 Uhr den VfL Wolfsburg. In der Englischen Woche ist am Dienstag (12.12., 20.30 Uhr) Eintracht Frankfurt im Volkspark zu Gast. Die Hinrunde beschließt der HSV dann schon am Freitag (15.12., 20.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach. Das Fußballjahr 2018 beginnt am Sonnabend, den 13. Januar um 15.30 Uhr mit dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Am 19. Spieltag steht am Sonnabend, den 20. Januar für den HSV das um 18.30 Uhr ausgetragene „Top-Spiel“ gegen den 1. FC Köln im Volkspark an. Ebenfalls an einem Sonnabend (27. Januar, 15.30 Uhr) muss der HSV bei RB Leipzig ran. Das Nordderby gegen Hannover 96 steigt am Sonntag (4. Februar, 18 Uhr) in Hamburg. Bei Borussia Dortmund ist der HSV am 22. Spieltag dann wieder an einem Sonnabend (10. Februar, 15.30 Uhr) zu Gast.

Bei einem Treffen von Verantwortlichen der Deutsche Fußball Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie Fan-Beauftragen und -Vertretern in Frankfurt am Main gab es ein klares Bekenntnis aller Beteiligten für die Beibehaltung von Stehplätzen in den Stadien. Als wichtiges Signal wurde ebenso einvernehmlich die durch DFB-Präsident Grindel kürzlich initiierte und von ihm nochmals erläuterte Aussetzung von Kollektivstrafen untermauert.

DFL-Präsident Reinhard Rauball hat HSV-Investor Klaus-Michael Kühne für dessen jüngste Kritik an Verein und Spielern kritisiert. Zwar habe Kühne „grundsätzlich in der Liga etwas zu suchen“, da er nicht gegen Statuten verstoße. Aber: „Wo er nichts zu suchen hat, ist, sich ins operative Geschäft einzumischen und derartige Aussagen über Angestellte zu machen. Das gehört sich nicht.“ Kühne hatte den mittlerweile an Leeds verliehenen Pierre-Michel Lasogga als „Jahrhundertflop“ bezeichnet .

Trotz der abermaligen Probleme mit dem Eurosport Player am letzten Freitag will der Sender das HSV-Spiel am Freitag nicht auf seinem Free-TV-Kanal übertragen. Das bestätigte Stephanie Struppler von Discovery Network (dazu gehört Eurosport) gegenüber „dwdl.de“. Theoretisch besitzt Eurosport die Möglichkeit, ein Spiel pro Halbjahr auch abseits seiner kostenpflichtigen Angebote zu übertragen. Diese Option will sich der Sender aber offenbar lieber für noch hochkarätigere Partien offenhalten. Holger Blask, Mitglied der DFL-Geschäftsleitung, erklärte derweil, man stehe mit Eurosport „in sehr engem Austausch“. Der Sender sei ein „starker Partner“. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Übertragung am Freitag erstmals fehlerfrei gelingt.

Was die MOPO bereits nach dem Leipzig-Spiel gefordert hat, ist rechtlich defintiv möglich. Das Nordderby zwischen Hannover 96 und dem HSV am Freitag könnte nach den jüngsten Technik-Problemen von Eurosport im Free-TV ausgestrahlt werden. „Grundsätzlich haben wir die Möglichkeit, ein Spiel pro Halbserie im frei empfangbaren Fernsehen zu zeigen. Welches das ist, ist noch nicht entschieden“, sagte ein Eurosport-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Beim kostenpflichtigen Eurosport Player, über den die Freitagsspiele zu sehen sind, hatte es zuletzt wiederholt technische Probleme gegeben. Der HSV hat deswegen bereits Beschwerde bei der DFL eingereicht.