Die 30-tägige Dopingsperre des früheren HSV-Stürmers Paolo Guerrero (33) ist um weitere 20 Tage verlängert worden. Guerrero, der bereits Perus erfolgreiche WM-Playoffs gegen Neuseeland im November verpasst hatte, wird damit seinem brasilianischen Klub CR Flamengo im Finalhinspiel der Copa Sudamericana gegen Independiente aus Argentinien fehlen. Eine am 5. Oktober nach Perus WM-Qualifikationsspiel in Argentinien entnommene Urinprobe hatte ein „von der Norm abweichendes Analyseergebnis“ hervorgebracht. Deshalb war Guerrero vorläufig für 30 Tage von der FIFA suspendiert worden. Nach einer Anhörung hofft Guerrero, an der WM in Russland im kommenden Jahr teilnehmen zu dürfen.

Ex-HSV-Star Paolo Guerrero wurde beim WM-Qualifikationsspiel von Peru gegen Argentinien (0:0) am 5. Oktober in Buenos Aires positiv auf Doping getestet. Beim 33-jährigeb Stürmer des brasilianischen Erstligisten Flamengo Rio de Janeiro liege ein „von der Norm abweichendes Analyseergebnis“ aus der Urinprobe vor, berichtete nun der peruanische Verband. Man „respektiere diese Entscheidung und vertraue darauf, dass sich die Angelegenheit schnellstmöglich klärt“, hieß es in einem offiziellen Statement. Zuvor hatte der Präsident der Dopingkontroll-Kommission des brasilianischen Verbandes CBF nach Rücksprache mit Flamengo den Vorfall bestätigt. Es handelt sich bei der aufgefundenen verbotenen Substanz um eine Stimulanz aus der Klasse S6, die „möglicherweise von einem benutzten Medikament“ stammt. Guerrero, der von der FIFA für 30 Tage gesperrt wurde, kann laut Reglement zu seiner Entlastung der FIFA-Anti-Doping-Stelle eine medizinische Ausnahmegenehmigung vorlegen oder die Gültigkeit des Ergebnisses durch eine nachweisbare offensichtliche Abweichung von Kontrollstandards infrage stellen. Der frühere Hamburger bleibt aber für die WM-Playoffs gegen Neuseeland am 11. und 15. November gesperrt.

Der frühere HSV-Profi Paolo Guerrero steht unter Dopingverdacht. Im vorletzten WM-Qualifikationsspiel am 5. Oktober gegen Argentinien (0:0) soll Perus Nationalspieler unter den Einfluss verbotener Substanzen aufgelaufen sein. Der Weltverband FIFA sperrte den Stürmer vorläufig für 30 Tage. Damit kann Guerrero nicht an den Playoff-Spielen von Peru am 10. und 15. November gegen Neuseeland teilnehmen. Dort könnten die Südamerikaner erstmals seit 1982 die WM-Teilnahme sichern.

Der Fall sorgte für Diskussionen: Der Leichtathletik-Nationaltrainer Schwedens hatte Albin Ekdal des Dopings während seiner Zeit bei Juventus Turin beschuldigt. Zwar ruderte er zurück, entschuldigte sich für seine Äußerungen, das Thema „Doping im Profi-Sport“ aber bleibt Gesprächsstoff. Jetzt hat sich auch HSV-Sportdirektor Bernhard Peters geäußert. Dem „Hamburger Abendblatt“ sagte er: „Allgemein sollte es noch mehr Prävention und Aufklärung und vor allem mehr Trainingskontrollen geben. Sowohl im Profi- als auch abgestuft im Nachwuchsbereich.“ Beim HSV gebe es ab der U16 für alle Mannschaften einmal im Jahr eine Fortbildung zu dem Thema.

Die Dopingvorwürfe von Ulf Karlsson gegen HSV-Star Albin Ekdal haben hohe Wellen geschlagen. Jetzt hat sich der Ex-Trainer des schwedischen Leichtathletikteams öffentlich entschuldigt. Seine Bemerkungen seien „unklar und unglücklich“ gewesen. Karlsson hatte spekuliert, dass Ekdal während seiner Zeit bei Juventus Turin gedopt gewesen sein soll, um Muskeln aufzubauen. Auch Fußballstar Zlatan Ibrahimovic war im Visier Karlssons. Die Entschuldigung: „Ich möchte mich bei Zlatan und anderen entschuldigen, die ich durch meine Andeutungen gekränkt haben könnte“, erklärte er in einem Statement gegenüber der Lokalzeitung „NWT“. 

Albin Ekdal hat mit Empörung auf die Doping-Vorwürfe aus Schweden reagiert. „Die Behauptung, ich hätte in dem Zeitraum bei Juventus acht Kilo Muskelmasse zugelegt, ist vollkommen aus der Luft gegriffen“ stellt er klar. „Ich weiß nicht, wie man darauf kommt. Man sollte vorsichtig sein mit solchen Anschuldigungen.“ Und überhaupt: „Ich werde seit Jahren regelmäßig getestet, beim Nationalteam und im Verein, alle Tests waren negativ. Für mich käme es niemals in Frage, verbotene Substanzen zur Leistungssteigerung einzunehmen..“

Schwere Dopingvorwürfe gegen die schwedischen Stars Zlatan Ibrahimovic (Paris Saint-Germain) und Albin Ekdal (HSV)! Der Leichtathletik-Nationaltrainer Ulf Karlsson hat mit Blick auf Ibrahimovics Zeit in Turin (2004 bis 2006) erklärt: „Zlatan legte bei Juventus in einem halben Jahr über zehn Kilo an Gewicht zu. Ich glaube, dass er gedopt war. Das steht für mich fest.“ Auf Nachfrage, ob er das wirklich ernst meine, ergänzte Karlsson: „Ja, davon bin ich überzeugt.“ Fußballer würden nicht so intensiv getestet wie Einzelsportler. Außerdem habe es zur damaligen Zeit eine Doping-Kultur bei Juventus gegeben. Ekdal spielte in der Saison 2008/09 für die „Alte Dame“. Karlsson: „Auch Ekdal war gedopt. Er hat in dieser Zeit acht Kilo zugenommen.“ Beweise dafür hat er nicht. Der schwedische Fußballverband reagierte empört auf Karlssons Äußerungen.

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Albin Ekdal spielte 2008/09 für Juve. (Foto: Witters)