Am Sonntag (11 Uhr) ist Heiko Westermann im Sport1-„Doppelpass“ zu Gast. Der Ex-Nationalspieler wird im von Thomas Helmer moderierten TV-Talk über das Duell seiner Ex-Klubs HSV und Schalke sprechen. Ebenfalls im Hilton Munich Airport Hotel dabei sind Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RB Leipzig, und Schalke-Ikone Olaf Thon.

Christoph Daum, der am 14. September 2017 seinen Vertrag als rumänischer Nationaltrainer aufgelöst hatte, hat den HSV zum untrainierbaren Klub erklärt. „Der HSV hat einen deutschen Meister verbrannt, hat einen Vizeweltmeister verbrannt“, machte er in der SPORT1-Sendung „Doppelpass“ auf die früheren Coaches Armin Veh und Bert van Marwijk aufmerksam. „Der HSV hat sich diese Situation seit Jahren erarbeitet. Das ist die Konsequenz permanent veränderter Führungsstrukturen.“ Unverständnis äußerte Daum über die Tatsache, dass Trainer Christian Titz in die vergangene Woche mit 33 Spielern gestartet war. „Er wird sie schon alle noch namentlich kennen“, sagte der 64-Jährige, „aber mit 33 Spielern sinnvoll zu arbeiten, das ist ein Unding. Ich weiß nicht, wie das gehen soll.“ Es gehe jetzt „nur noch um Schadensbegrenzung und irgendwie zu hoffen, sich in der 2. Liga neu aufzustellen und das ist aber ein Irrglaube, du kannst dich nicht einfach in der 2. Liga neu aufstellen.“

Die Abrechnung von Kyriakos Papadopoulos mit Trainer Christian Titz sorgt auch bei „Papas“ Ex-Trainer Jens Keller für Unverständnis und Verwunderung. „In dieser Situation habe ich als Spieler Dinge zu akzeptieren und gar nichts zu sagen“, erklärte Keller in der SPORT1-Sendung „Doppelpass“. „Er kann am Tag danach auf den Trainer zugehen, aber nach dem Spiel irgendwas in der Öffentlichkeit zu äußern, das geht gar nicht.“ Keller hatte den Griechen von 2012 bis 2014 beim FC Schalke 04 trainiert. Am Ende floh der Innenverteidiger nach Leverkusen und scheute sich schon damals nicht, seinen Trainer zu kritisieren. „Ich habe kein Problem mit ihm. Aber er vertraut mir nicht“, sagte Papadopoulos 2014 über Keller.

Ex-HSV-Trainer Huub Stevens hat sich im Fußball-Talk „Doppelpass“ bei SPORT1 zur frühen Auswechslung von Dennis Diekmeier beim 0:6 gegen die Bayern geäußert. Er zeigte dabei Verständnis für die Entscheidung von Trainer Bernd Hollerbach, den Rechtsverteidiger schon in der 24. Minute vom Feld zu nehmen und griff Diekmeier hart an: „Wenn er so spielt, ist es besser ihn rauszunehmen. Sonst stehst du ja mit zehn Mann da!“ Stevens setzt für die weitere Entwicklung des HSV Hoffnung in den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden: „Bernd Hoffmann weiß, was er vorhat. Alles an Bernd Hollerbach festzumachen, ist der falsche Weg. Die Spieler sind gefragt. Du darfst jetzt nicht aufgeben. Du musst um jeden Meter kämpfen. Solange es theoretisch möglich ist, müssen sie dran glauben. Ich finde den Kader gar nicht so schlecht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Trainer noch mal gewechselt wird.“ Dem Niederländer gefiel allerdings nicht, dass Hoffmann in München nicht in der Allianz Arena war. „Du musst doch selbst im Stadion sein. Du kannst doch nicht Donnerstag Leute rauswerfen, und dann nicht im Stadion sein“, sagte er. Hoffmann war während des Spiels auf der Rückreise aus dem Familienurlaub in Dubai. Unverständnis äußerte der Ex-Trainer auch zur geschmacklosen Plakat-Aktion einiger Anhänger, die den Profis gedroht hatten und elf Kreuze im Volkspark aufgestellt hatte. „Die Fans können auch anders, können auch eine positive Stimmung entfachen“, sagte Stevens. „Das habe ich 2007 selbst erlebt, die Fans waren fantastisch.“ Sich bereits mit dem Abstieg abzufinden, wäre ein großer Fehler, glaubt der 64-Jährige: „Solange wie die Chance da ist, musst du daran festhalten. Du musst für jeden Meter kämpfen.“

 

 

 

Ex-HSV-Trainer Huub Stevens ist am Sonntag zu Gast im Fußball-Talk „Doppelpass“ (11 Uhr, SPORT1). Der Niederländer soll gemeinsam mit Moderator Thomas Helmer, Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier und SPORT1-Experte Reinhold Beckmann über den Niedergang des HSV und die Frage, was nach den Entlassungen von Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt passieren soll, diskutieren.

Harte Kritik am HSV? Da wollte auch Ex-Bayern-Profi Mario Basler beim „Doppelpass“ bei Sport1 kräftig zulangen. Über den verschossenen Elfmeter von Filip Kostic gegen Mainz sagte er: „Ich kann das nicht mehr hören mit dem Druck. Die verdienen Millionen und müssen den Ball nur aus elf Metern ins Tor bringen. Er wusste selbst nicht, wo er hinschießen wollte. Knall den Ball doch rein – aber sowas ist doch erbärmlich.“ Aber nicht nur der Serbe sollte sein Fett wegkriegen. „Für mich ist Sven Schipplock auch kein Bundesliga-Spieler. Wenn du ihn zehnmal alleine aufs Tor zulaufen lässt, trifft er vielleicht einmal.“

Carl Jarchow, der von 2011 bis 2015 an der Spitze des HSV gestanden hatte, hat sich im „Doppelpass“ bei Sport1 über die verheerende Situation geäußert. „Dass bei so einem Resultat die Fans keine Begeisterung zeigen, ist doch klar“, sagte der frühere Vorstands-Boss. „Ich sehe keine Chance mehr für den HSV in der Liga. Ich war gestern im Stadion und es war deprimierend. Gegen eine Mannschaft wie Mainz gegen zehn Leute – das ist schon hart.“ Der 62-Jährige analysierte: „Das Selbstbewusstsein ist völlig weg. Sie haben auch keinen Sturm, der Gefahr ausstrahlt. Es fehlen der Plan und die Überzeugung.“ Der FDP-Politiker gestand zudem ein: „Wir haben in der Vergangenheit zu schnell die Trainer gewechselt. Nur Thorsten Fink war mal zwei Jahre da. Ich habe auch den Abgang von Michael Gregoritsch nicht verstanden.“

Köln, Hamburg, Stuttgart – mal wieder zittern Traditionsklubs um den Verbleib in der Liga. Wie Heribert Bruchhagen diese Entwicklung einschätzt und die Chancen des HSV auf den Klassenerhalt bewertet, verrät er im „Doppelpass“ auf Sport1. Seit 11 Uhr läuft die Sendung.