Zuletzt verlor der HSV gegen Leipzig (0:2), in Hannover (0:2) und gegen Dortmund (0:3), doch Markus Gisdol lässt sich von diesem Pleiten-Hattrick nicht beirren. „Wenn wir schlecht spielen würden, dann müsste ich mir Sorgen machen. Aber die Mannschaft macht auf mich einen stabilen Eindruck, bei allem Ärger darüber, dass wir jetzt dreimal in Folge verloren haben. Unter dem Strich sehe ich, dass wir uns entwickeln und verbessern, da ist vieles auf dem richtigen Weg.“

Auf den HSV und Trainer Markus Gisdol wartet morgen in Leverkusen das siebte Pflichtspiel der aktuellen Saison. Zumindest zwei Wechsel in der Startaufstellung hat es bislang im Vergleich zu den jeweils vorherigen Auftritten immer gegeben. „Es wäre schön, wenn das mal anders wäre“, sagt der Coach, der immer wieder auf neue Verletzungen reagieren musste. Morgen in Leverkusen könnte nun die gleiche Elf wie zuletzt gegen Dortmund auf dem Platz stehen. Die Voraussetzung: Rückkehrer Albin Ekdal sitzt zunächst auf der Bank und beim Abschlusstraining gibt es später keine neuen Verletzungen.

Bevor sich Jens Todt mit seiner Grippe ins Bett geschleppt hat, analysierte er noch den Auftritt des Teams gegen Dortmund und die dritte Niederlage in Folge. „Ich würde das jetzt gar nicht so negativ sehen. Dortmund ist eine Top-Mannschaft, die Meisterschaftsambitionen hat. Auch wenn das Ergebnis blöd aussieht“, sagte der Sportchef des HSV und haderte: „Es fehlte wieder mal bei den letzten Bällen im letzten Drittel die absolute Präzision. Das ist eine Erkenntnis, klar. Aber ich denke schon, dass wir Dortmund über eine gewisse Zeit unter Druck gesetzt haben.“

0:3 gegen Dortmund! Der HSV hat nach der dritten Pleite in Folge die obere Tabellenhälfte verlassen und steht nach fünf Spieltagen mit sechs Punkten auf dem elften Platz. Am Sonntag geht es nach Leverkusen (18 Uhr). Bayer belegt nach dem 1:2 in Berlin mit nur vier Zählern Rang  14. Es wird ein richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften.