HSV-Boss Heribert Bruchhagen ist für 25 Jahre Mitgliedschaft beim Hamburger SV geehrt worden. Der 69-Jährige hat am Sonntag die silberne Ehrennadel und eine Ehrenurkunde für ein Vierteljahrhundert Mitgliedschaft im Verein erhalten. „Der HSV ist für mich seit meiner Jugend einer der besonderen Vereine in der Bundesliga. Als ich 1992 hier als Manager anfing, habe ich die HSV-Mitgliedschaft abgeschlossen und bin dem Verein treu geblieben“, sagte Bruchhagen, der im Dezember Dietmar Beiersdorfer an der Spitze des AG-Vorstands abgelöst hatte. „Es ist schön, dass mein Weg mich wieder hierher geführt hat und dass ich heute, 25 Jahre später, als HSV-Verantwortlicher diese Ehrennadel in Empfang nehmen kann.“ Bruchhagen erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass der kürzlich 130 Jahre alte gewordene Traditionsverein Anfang der 1990er Jahre rund 5000 Mitglieder hatte. „Heute sind es mehr als 77 000! Ich freue mich sehr, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein“, betonte Bruchhagen.

Nicht nur die aktuellen Profis, sondern auch früheren Helden gebührt beim „Volksparkfest“ am Sonntag eine Hauptrolle. Nach der Präsentation der Mannschaft werden die Pokalsieger des HSV von 1987 geehrt. Es war der letzte große Titelgewinn für den Liga-Dino. Ex-Klubchef Dietmar Beiersdorfer, im Finale gegen die Stuttgarter Kickers (3:1) Torschütze, hat ebenso abgesagt wie der damalige Manager Felix Magath. Auf der Showbühne dabei sein sollen aber unter anderem Ditmar Jakobs, Thomas von Hessen und Miroslaw Okonski.

Große Ehre für Bruno Labbadia: Weil der Trainer im Frühjahr zum HSV-Retter wurde und den Traditionsklub vor dem Abstieg in die Zweite Liga bewahrte, wurde er im Hotel „Atlantic“ als „Hamburger des Jahres 2015“ in der Kategorie Sport ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Eckhard Krautzun, der ihn bei seiner ersten Station als Profi 1986/87 bei Darmstadt 98 betreute. „Er war immer leidenschaftlich, ehrgeizig – und nun ist er auch zu einer echten Persönlichkeit gereift. Er kann für den HSV ein zweiter Otto Rehhagel werden und sehr, sehr lange bleiben“, sagte Krautzun. Der Geehrte freute sich: „Es bedeutet mir viel, diesen Preis zu bekommen“, betonte Labbadia.