Sie glauben fest daran, dass sich der HSV ein weiteres Mal zum Klassenerhalt zittert, Ihnen fehlt in der Diskussion mit Freunden und Kollegen aber eine nachvollziehbare Begründung? Kein Problem! Der Hamburger Medienunternehmer Oliver Wurm hat den Rettungs-Code entschlüsselt und auf seiner Facebook-Seite geteilt. Darum bleibt der HSV drin:

  • Freiburgs Präsident Fritz Keller sagte nach dem Spiel im Volkspark: „Wenn es eng wird, stehen die Schiedsrichter und der HSV zusammen. Das war schon immer so! Das war auch schon in Karlsruhe so!“
  • Liebe Verschwörungstheoretiker, da das ganze „Nichtabstiegs-System HSV“ für Außenstehende nur schwer zu entschlüsseln ist, hier mal ein paar Hinweise für eure Tweets und Postings bis Saisonende.
  • Wer schießt das 1:0 des FC Augsburg gegen Mainz 05? Richtig: Michael Gregoritsch. Exakt für dieses Spiel wurde er dorthin transferiert. Natürlich hat Seelers Enkel Öztunali keinen Weg zu viel gemacht – und da es zum Schluss ja noch etwas eng zu werden schien, ist René Adler (117 Spiele für den HSV) nicht nur aus dem Tor gelaufen, sondern bis zum 2:0 auch nicht zurück auf die Torlinie geeilt. #Planmäßig
  • Kommen wir zum VfL Wolfsburg. Wer Bruno Labbadia am Abend des Klassenerhalts damals in Hamburg erlebt hat, weiß, wie sehr er den Verein liebt. Und natürlich möchte er auf seinen Alster-Joggingrunden nach wie vor gefeiert und freundlich gegrüßt werden. Er tut bislang alles dafür. Und er wird die Truppe auch am Wochenende wieder schön unmotiviert auf den Platz schicken.
  • Der HSV muss nach dem Spiel in Wolfsburg dann bei Eintracht Frankfurt ran. 34-mal lief deren Trainer als Spieler für die Bayern auf, erzielte drei Tore. Kalle Rummenigge nannte ihn nach der Verpflichtung „quasi ein Eigengewächs“. Niko Kovac habe die Bayern-DNA. Für den HSV machte Kovac 55 Bundesliga-Spiele, erzielte zwölf Tore. Just saying.
  • Ja, könnten Sie jetzt sagen: aber der SC Freiburg. Die haben einen richtigen Hals seit Samstag. Schon richtig. Aber, das hat Christian Streich mir mal nach einem Spiel in Hamburg auf einer Party abends selbst erzählt: Sein Vater ist großer HSV-Fan. Christian selbst hat ihm mal ein HSV-Poster geschenkt, das dann in dessen Büro hing. „Da, wo er immer geschafft hat. Des war net sei unliebstes Geschenk.“
  • Im letzten Heimspiel muss der HSV dann noch gegen Borussia Mönchengladbach ran. Merkt ihr selbst, oder? Das ist der Verein, der sein Maskottchen nach HSV-Manager-Legende Günter „Jünter“ Netzer benannt hat.
  • Macht. Was. Draus!

Nachdem Arsenal-Star Per Merstesacker in einem Interview einen tiefen Einblick in sein Seelenleben gewährt hatte, ist eine Diskussion entbrannt, wie viel Druck den Fußballprofis zuzumuten ist und ob sie damit aufgrund ihrer Gehälter leben müssen oder sich wehren sollten. Nun hat sich auch ein HSV-Profi klar dazu geäußert. Batuhan Altintas, derzeit an den türkischen Zweitligisten Giresunspor verliehen, schrieb bei Facebook: „Egal, welche Ups and Downs ich hatte, ich trage die Raute in mir, obwohl ich nie richtig Teil davon war. Um so mehr macht es mich traurig, wie sich viele über unseren Verein lustig machen. Meine Mitspieler werden in Dreck gezogen, obwohl niemand weiß, was beim Training und privat und vor allem im Herzen passiert. Klar sind wir Profis und wir bekommen Geld und müssen unsere Arbeit machen. Aber wenn du die ganze Zeit nur Gewichte auf den Schultern trägst, kannst du keine Leistung zeigen“, erklärte der 22-Jährige in dem emotionalen Beitrag und betonte: „Es soll keine Entschuldigung sein und auch kein Mitleidstext. Ich möchte nur, dass wir unseren Verein nicht aufgeben. Ich glaube noch immer tief und fest an den Verbleib in der Bundesliga. Und ich glaube tief uns fest, dass wir in Zukunft nicht mehr unten mitspielen werden. Weil wir Hamburg sind! Weil wir der HSV sind. Weil es nur den HSV gibt.“ Altintas kehrt im Sommer in den Volkspark zurück, sein Vertrag läuft bis 2019. Er versicherte: „Ich werde noch mehr an mir arbeiten und werde bereit sein, falls ich gebraucht werde. Ich verspreche euch, ich gebe alles alles für den Verein.“

Die Familie des am 14. November 1992 verstorbenen Ernst Happel haben zu Ehren des früheren HSV-Trainers (Meister 1982 und 1983, Europapokalsieger 1983 und DFB-Pokalsieger 1987) eine Facebook-Seite gestaltet. Dort heißt es:

Liebe Fußball-Freunde!

Herzlich willkommen auf der offiziellen Seite von Ernst Happel!

Mein Name ist Christina Happel, ich bin die Enkeltochter von Ernst Happel und möchte euch im Namen der gesamten Familie auf dieser Seite herzlich begrüßen.

Am 14. November jährt sich der Todestag meines Großvaters bereits zum 25ten Mal. Trotzdem bleibt er unvergessen.

Für den Fußball hat er zweifellos sehr viel geleistet. Er war ein großartiger Fußballer, noch größerer Trainer, aber vor allem eine der charismatischsten Persönlichkeiten im Fußball.

„Ein Tag ohne Fußball ist ein verlorener Tag“, hat er einmal gesagt und nach diesem Motto hat er auch gelebt.

Mit dieser Seite wollen wir des Fußballers und Menschen Ernst Happel gedenken und einen Beitrag dazu leisten, dass er in wertschätzender Erinnerung behalten wird.

Wir freuen uns, wenn ihr ein Teil davon seid.

Christina im Namen der gesamten Familie Happel