Der frühere HSV-Trainer Thorsten Fink wird neuer Chefcoach beim Schweizer Erstligisten Grasshopper Zürich. Das teilte der Verein am Montagabend mit. Fink erhielt einen Einjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr und wird bereits am Sonnabend im Liga-Spiel beim Tabellenletzten FC Lausanne auf der Bank sitzen. Der 50-Jährige trainierte von Juli 2009 bis Oktober 2011 den FC Basel, mit dem er das Double gewann und danach noch ein weiteres Mal Schweizer Meister wurde, erwarb sich dadurch einen guten Ruf bei den Eidgenossen. Bis zum 25. Februar hatte Fink Austria Wien trainiert. Die Grasshopper sind fünf Spiele vor Schluss als Siebter nur vier Punkte vom Abstiegsplatz entfernt und hatten sich vor wenigen Tagen vom ehemaligen Stuttgarter Bundesliga-Profi Murat Yakin getrennt.

„Wenn Klubs es schaffen, über Spielertransfers hohe Werte zu generieren, ist gutes Scouting die Grundlage“, sagt HSV-Kaderplaner Johannes Spors im Interview mit der „Bild“. „Da gibt es in vielen Ländern total positive Beispiele, egal ob Ajax Amsterdam, Benfica Lissabon, AS Monaco oder auch Salzburg und Basel.“ Als „Fußball-Nerd“ würde sich der 35-Jährige übrigens nicht bezeichnen. „Richtig ist aber, dass sich mein Leben um den Fußball dreht. Wenn ich zu Hause auf der Couch sitze, checke ich schon irgendwelche Ergebnisse oder schaue einen Clip an. Richtig ist, dass ich Hobby und Beruf miteinander verbunden habe. Wenn ich nicht an den Fußball denke, bin ich voll und ganz für meine Familie da. Für andere Hobbys bleibt da keine Zeit.“

Im Sommer trennen sich nach acht Jahren die Wege von Dennis Diekmeier und dem HSV. Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung sind gescheitert. Wie der „Blick“ berichtet, haben die Hamburger auch schon einen Nachfolger für die Position des Rechtsverteidigers im Blick: Michael Lang vom FC Basel. Der 27-Jährige lehnte Angebote aus der Premier League von Swansea City und West Bromwich Albion ab, soll drei Millionen Euro kosten.

Der frühere HSV-Profi Raphael Wicky (40) ist mittlerweile als Trainer durchgestartet und steht mit dem FC Basel vor seinem bisher größten Erfolg auf internationaler Bühne. Heute (20.45 Uhr, Sky live) kämpft er mit seinem Team in Portugal bei Benfica Lissabon um den Einzug in die K.o.-Runde der Champions League. Wicky und Co. liefern sich dabei ein Fernduell mit ZSKA Moskau (beide neun Punkte), die Russen treten bei Manchester United an.

Erst stand beim FC Basel bereits in der Kritik. Gestern Abend aber sendete Raphael Wicky mit seinem Team ein Ausrufezeichen. Nach dem 5:0 in der Champions League gegen Benfica Lissabon jubilierte der frühere HSV-Profi: „Es war einfach ein unglaublich schöner Abend für das Team, für den FCB und für die Fußball-Schweiz. Ein Abend, den wir genießen dürfen.“ Wickys Team ist nach zwei Partien Gruppenzweiter hinter Manchester United.

Sein Start war nicht sonderlich gut. Seit dieser Saison ist Ex-HSV-Profi Raphael Wicky Trainer des FC Basel. In der Liga liegt der Serien-Champion bereits sechs Zähler hinter Spitzenreiter Young Boys Bern. Heute aber soll es in der Champions League rappeln! Wicky und der FCB empfangen nach ihrer Auftaktpleite bei Manchester United (0:3) das ebenfalls noch punktlose Benfica Lissabon. Ein Erfolg heute (ab 20.45 Uhr), dann könnten die Wicky-Festspiele so richtig beginnen.