Hatte er sich anders vorgestellt, in jeder Hinsicht. Mit roten Wangen war Ex-HSV-Profi Tolgay Arslan nach München gereist, nach den 90 Minuten beim FC Bayern zogen er und seine Kollegen von Besiktas Istanbul dann mit rotem Hintern von dannen – denn es setzte eine Tracht Prügel. Beim 0:5 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League durfte Arslan auch nur in den letzten fünf Minuten ran. Was ihm noch bleibt, ist ein schönes Rückspiel am 14. März. Dann war es das in dieser Saison mit der Königsklasse.

Tolgay Arslan (r.) und Kollege Gökhan Gönül beackern Bayerns Arjen Robben. Foto: Imago

Bisher galt Fiete Arp beim HSV als heißestes Objekt der Begierde auf dem Transfermarkt. Doch nun läuft ihm ein guter Kumpel offenbar den Rang ab: Josha Vagnoman. Wie die englische Zeitung „Sun“ berichtet, steht die Elite der Premier League bei ihm Schlange, dem Bericht zufolge wollen der FC Arsenal, der FC Chelsea und Manchester City mit Teammanager Pep Guardiola den 17-jährigen Defensiv-Allrounder verpflichten. Zudem sei der FC Bayern an ihm dran. Die „Bild“ legt mit weiteren Interessenten nach: Paris St. Germain, Wolfsburg, Gladbach und Bremen hätten sich ebenfalls beim Berater des Abwehr-Talents gemeldet. Bitter für den HSV: Vagnomans Vertrag läuft am Saisonende aus. Die Hamburger bieten ihm einen neuen Kontrakt bis 2023 an. Ausgang offen.

Für Bernd Hollerbach geht es in den kommenden Monaten nur darum, den HSV in der Bundesliga zu halten. Sein Sohn hat da ganz andere Ziele: Benedict Hollerbach (16) stürmt für die U17 des FC Bayern in der Junioren-Bundesliga, gewann mit dem Münchner Nachwuchs in der Vorsaison die deutsche Meisterschaft und läuft auch in der laufenden Serie heiß: In 14 Spielen war Hollerbach junior an elf Treffern (fünf Tore, sechs Vorlagen).

In der Ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga ist der HSV noch immer vorn dabei. 2717 Punkte sammelte der Liga-Dino in 1850 Spielen und belegt damit hinter dem FC Bayern (3569 Punkte in 1790 Spielen) und Werder Bremen (2745 Punkte in 1816 Spielen) den dritten Platz. Doch legt man die gesamte Historie des deutschen Fußballs seit 1903 zugrunde, steht der HSV sogar an der Spitze. Das hat Jürgen Teutenberg errechnet. Im Interview mit „11Freunde“ sagte er: „Eines Tages diskutierte ich mit Kumpels nach dem Kicken auf der Wiese über die Ewige Bundesligatabelle, die ja lediglich die Ergebnisse seit der ersten Bundesligasaison 1963/64 berücksichtigt. Wir fragten uns: Was ist mit 60 Jahren Fußball vor der Bundesliga-Gründung? Müssten die nicht eigentlich auch Maßstab für eine solche ewige Tabelle sein?“ Also erstellte der Fan in mühevoller Detailarbeit eine allumfassende Tabelle „Bis zur Einführung der Bundesliga habe ich sämtliche Vereine und deren Ergebnisse aufgenommen, die in der Meisterschaftsendrunde vertreten waren. Seit 1963 alle Klubs in der Bundesliga und den jeweiligen zweiten Ligen. Dazu kommen die dritten Ligen seit der Einführung der Regionalligen in den neunziger Jahren, sowie die markantesten Klubs der Oberliga. Jeder Punkt in der Bundesliga wurde 1:1 in die Tabelle übernommen, Punkte aus der zweiten Liga halbiert und so weiter. Allerdings gibt es eine ganze Vielzahl von verschiedenen Kriterien und Einschränkungen, um einer aussagekräftigen Tabelle gerecht zu werden.“ Fakt ist: Am Ende lag der HSV mit 3932 Punkten vorn, wird aber wohl bald vom FC Bayern (3902 Punkte) geschluckt. Für Diskussionen ist Teutenberg offen: „Ich lade alle interessierten Leser dieses Interviews ein, mich via Facebook oder per Mail (juergen.teutenberg@web.de) zu kontaktieren. Gerne gebe ich dann zu möglichen Fragen Antworten.“