In der Hinrunde musste er häufig für die Profikeeper Tom Mickel oder Julian Pollersbeck Platz machen, doch seit geraumer Zeit ist Morten Behrens die Nummer eins der U21 des HSV. In 18 Spielen in der Regionalliga Nord kassierte der 21-Jährige nur 17 Gegentreffer, hielt seinen Kasten siebenmal sauber. Wie „liga-zwei.de“ berichtet, steht der Torwart nun im Fokus des FC Ingolstadt. Scouts des Zweitligisten hätten Behrens am vergangenen Sonnabend gegen Hannover 96 II (1:1) in Hamburg beobachtet. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

Auch Bruno Labbadia machte einen zerknirschten Eindruck nach dem Remis gegen Ingolstadt. „Das Tor, das wir bekommen haben, war zu einfach. Das ist doppelt ärgerlich und sollte nicht passieren, wenn man ohnehin nicht so einen Top-Tag hat.“ Grundsätzlich bemängelte der Trainer: „Wir hatten schon Ende der ersten Hälfte Probleme mit langen Bällen und haben sich Ingolstadts Spiel angepasst. Das hat sich in der zweiten Hälfte leider fortgesetzt. Wir haben keinen Zugriff bekommen.“

Nachdem die HSV-Profis und allen voran Lewis Holtby gegen den FC Ingolstadt gepestet hatten, reagierten die Bayern heute erneut auf die Vorwürfe. „Die sind nur auf Labern, Rumblöken und Hinfallen aus“, hatte Holtby nach dem 1:1 gemotzt. „Das ist ein ekelhafter Gegner.“ FCI-Manager Thomas Linke fand via Twitter eine deutliche Antwort: „Ich kann mich nur wundern über die Zitate der HSV-Spieler. In meinen Augen hat sich am Samstag keiner was geschenkt. Traurig, wie eigentlich so großartige Spieler immer wieder versuchen, Versäumnisse gegen Aufsteiger nach Abpfiff medial nachzuholen.“

Auch Bruno Labbadia war mit dem Punkt gegen Ingolstadt natürlich nicht zufrieden. „Es war das erwartete Schweinespiel“, erklärte der Trainer. „Es war so, wie wir es erwartet haben. Wir haben es versäumt, die Spielkontrolle zu bekommen, teilweise auch falsche Entscheidungen getroffen. Ingolstadt hat uns sein Spiel zu sehr aufzwängen dürfen.“

Nach dem 1:1 gegen Ingolstadt beklagten sich die Profis des HSV über ihren Gegner. Zu viel Schauspielerei sei im Spiel gewesen, merkte Gojko Kacar stellvertretend an: „Sie sind die ganze Zeit gefallen und haben ständig geschrien. Das war weder schön anzusehen, noch gut zu bespielen.“