Lustige Anekdote am Rande: Das Trainingslager des HSV im spanischen Jerez de la Frontera wird von der Agentur „Onside“ organisiert, die durch Christian Bönig auch vor Ort vertreten ist, um die Hamburger Wünsche umzusetzen. Der 40-Jährige, zuletzt Pressechef bei Hannover 96 und ganz frisch im neuen Job, ist großer Fan des FC St. Pauli und war von 2005 bis 2015 als Mediendirektor und Teammanager beim Kiezklub angestellt.

Sechs Jahre spielte Kwasi Okyere Wriedt beim FC St. Pauli, schaffte es aber nicht in den Profi-Kader des Kiezklubs. Der Angreifer wechselte in die Regionalliga zum Lüneburger SK, im vergangenen Sommer dann zur „Zweiten“ des FC Bayern. Heute steht der 23-Jährige wie schon zuletzt gegen Freiburg (5:0) im Profi-Kader der Münchner und hofft in der Heimatstadt auf sein Bundesliga-Debüt.

Ex-St. Pauli-Präsident Corny Littmann hat das Finanzgebaren des HSV und dessen Investor Klaus-Michael Kühne kritisiert. „In Hamburg gibt es zwei Profi-Fußballvereine. Einer schrammt jährlich an der Insolvenz vorbei, hat Millionen-Schulden am Hals“, sagte die Kiez-Größe der „Bild“, ohne den HSV direkt zu nennen. „Mir ist es total unverständlich, wie Hamburger Unternehmer dennoch lieber ihr Geld in ein Fass ohne Boden stecken“, fügte die 64-Jährige hinzu.