Der frühere HSV-Trainer Thorsten Fink (50) ist mit Austria Wien in der Europa League gescheitert. Am letzten Vorrundenspieltag kamen die Österreicher gegen AEK Athen im heimischen Stadion nicht über ein 0:0 hinaus und mussten den Gästen aus Griechenland in der Gruppe D den Vortritt lassen. Die Wiener, bei denen Heiko Westermann verletzt fehlte, wären mit einem Sieg in die Zwischenrunde eingezogen. Fink hatte seinen Klub vor dem letzten Spiel wegen der Personalsituation kritisiert. „Man kann nicht von Meisterschaften und dem großen Verein Austria Wien reden, aber gleichzeitig so eine Kaderpolitik betreiben. Ich habe meine Ziele, ich muss nicht betteln, um hier zu sein“, sagte der Coach. Natürlich sei er froh, „bei einem guten Klub wie der Austria zu sein, aber ich muss nicht klammern.“

Zuletzt lief vieles schief für Thorsten Fink und Austria Wien, gestern aber setzte der Ex-HSV-Trainer mal wieder ein kleines Ausrufezeichen. In der vierten Minute der Nachspielzeit gelang der 1:1-Ausgleich gegen Spitzenreiter RB Salzburg. Die Austria ist in der Liga nun Fünfter. Am Donnerstag wartet nun die nächste große Aufgabe. Mit einem Sieg gegen AEK Athen könnte sich Finks Klub noch für die K.o.-Runde der Europa League qualifizieren – wenn zeitgleich Rijeka dem AC Mailand unterliegt.

Bitterer Abend für Ex-HSV-Coach Thorsten Fink. Mit Austria Wien setzte es in Österreich eine 0:1-Niederlage bei Tabellenschlusslicht  St. Pölten. In der Tabelle stehen Fink und Austria nur noch auf Platz sechs mit 18 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Salzburg – das ist gleichzeitig der nächste Gegner am Sonntag.

Da geht plötzlich wieder was. Thorsten Fink und Austria Wien schienen in der Europa League fast schon chancenlos zu sein – und kamen nun zurück. Mit 4:1 gewann das Team des früheren HSV-Trainers beim kroatischen Meister HNK Rijeka, liegt nur noch zwei Zähler hinter dem zweitplatzierten AEK Athen, das am letzten Gruppenspieltag in Wien zu Gast ist.

Es hat dann doch nicht geklappt. Thorsten Fink galt als einer der ganz heißen Kandidaten auf den Posten des österreichischen Nationaltrainers, führte noch am Wochenende Gespräche mit dem Verband. Doch der Ex-HSV-Trainer bleibt bei Austria Wien. Stattdessen wird nun Franco Foda (bisher bei Sturm Graz beschäftigt) neuer ÖFB-Teamchef und soll Österreich zur EM 2020 führen.

Nach wie vor befindet sich Thorsten Fink auf der Liste der Kandidaten, die Österreichs Nationalteam übernehmen könnten. In der Liga aber läuft es für den Ex-HSV-Coach überhaupt nicht. Nach der Pleite bei Spitzenreiter Sturm Graz setzte es für Fink und Austria Wien nun eine noch viel schmerzhaftere Niederlage – das Derby gegen Rapid ging zu Hause 0:1 verloren. Die Austria ist Tabellenvierter.

Der frühere HSV-Trainer Thorsten Fink, derzeit bei Austria Wien unter Vertrag, hat noch einmal sein Interesse am Job des österreichischen Nationaltrainers bekräftigt. „Wenn ein Land beziehungsweise dessen Verband anklopft, dann muss man reden, Gedanken austauschen, Meinungen abklären“, sagte er. Und weiter: „Es ist für jeden Trainer eine Ehre, als Teamchef im Gespräch zu sein. Viel mehr kann ich aber jetzt auch noch nicht dazu sagen, da das Gespräch ja erst einmal geführt werden muss!“ Fink bestätigte zudem eine Ausstiegsklausel bei Austria: „Normalerweise rede ich nicht über Vertragsinhalte. Aber da der Sportdirektor es bereits gesagt hat, kann ich schlecht widersprechen.“

War das schon sein letzter Auftritt mit Austria Wien? 0:3 verlor Thorsten Fink am Sonntagabend das Duell bei Sturm Graz, das sich damit wieder an die Tabellenspitze setzte. Nun warten vielleicht neue Aufgaben auf den früheren HSV-Trainer. Der österreichische Verband hat bei der Austria um Gespräche gebeten, um Fink als neuen Nationaltrainer einstellen zu können. Allerdings sollen auch Kölns Peter Stöger und Franco Foda zu den Kandidaten zählen.

Ex-HSV-Coach Thorsten Fink hat als Kandidat für das Amt des österreichischen Fußball-Nationaltrainers von Austria Wien die Erlaubnis für Gespräche mit dem Verband erhalten. „Es ist richtig, dass der ÖFB ganz korrekt angefragt hat, dass sie ein Gespräch mit Thorsten Fink führen wollen“, sagte Austria-Sportchef Markus Kraetschmer am Sonntag dem ORF. Fink selbst zeigte sich offen für Verhandlungen mit dem neuen ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel. Allerdings verlangt die Austria für den Fall eines Wechsels von Fink laut Kretschmer eine „sehr, sehr hohe Ablöse“.