Enthüllungen mit Folgen: Nach der Veröffentlichung interner Dokumente bereitet der HSV eine Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei vor. Ein Sprecher des Vereins bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Bild“. „Der Spiegel“ hatte in der vergangenen Woche von einem Papier mit dem Titel „Kostensenkungsprogramm 2016“ berichtet, das aus dem Datensatz der Enthüllungsplattform Football Leaks stamme. Unter anderem wurde dargelegt, dass beim HSV Blumengeschenke sowie Klubanzüge für Geschäftsstellenmitarbeiter gestrichen werden sollten. Auch sei überlegt worden, die Rasenheizung nicht unter voller Leistung laufen zu lassen. Zudem habe es intere Mails über den Gesundheitszustand von Bobby Wood gegeben. Vorstandsboss Heribert Bruchhagen kündigte an, hausintern intensiv zu prüfen, wie Interna an die Öffentlichkeit gelangen konnten. „Da liegt eine strafbare Handlung vor“, sagte er der „Bild“.

Der HSV hat offenbar recht ungewöhnliche Maßnahmen zum Sparen getroffen. Laut eines Papiers mit dem Titel „Kostensenkungsprogramm 2016“ aus dem Datensatz der Enthüllungsplattform Football Leaks, das dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorliegt, sollten Blumengeschenke für Angestellte der Geschäftsstelle gestrichen und Klubanzüge für Geschäftsstellenmitarbeiter abgeschafft werden. Außerdem sei überlegt worden, die Rasenheizung nicht unter voller Leistung laufen zu lassen. „Sollte ein starker Winter kommen, haben wir definitiv ein Riesen-Problem“, zitiert der Spiegel aus einem internen Kommentar zu dem Sparplan. Trotz aller Zwänge hat der HSV in der vergangenen Saison über 52 Millionen Euro an Gehältern für seine Mannschaft ausgegeben. Das abgelaufene Geschäftsjahr wurde mit einem Minus von 13,4 Millionen Euro abgeschlossen.