Fortuna Düsseldorf steht kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga, dem HSV droht in der kommenden Saison die Zweitklassigkeit. Dennoch denkt Torwart Raphael Wolf über einen Wechsel nach, verzichtete bisher darauf, bei seinem Klub zu verlängern. Weil ihn die Rückkehr nach Hamburg reizt, wo er von 2004 bis 2009 ausgebildet wurde. Trainer Friedhelm Funkel macht das zunehmend sauer. „Er stand vor der Saison auf der Straße, hatte keinen Verein. Bei uns hat er sich ins Rampenlicht gespielt. Für Torhüter ist es immer schwer. Viele haben sich verspekuliert. Wenn ich da nur an Fromlowitz oder Hildebrand denke. Wir haben viele gute Torhüter. Aber natürlich würde ich Raphael gerne behalten“, sagte der Fortuna-Coach der „Bild“. Und warnte: „Hamburg hat zwei Torleute. Man weiß doch gar nicht, wer da das Sagen hat. Ich wäre an seiner Stelle vorsichtig. Wir bieten ihm einen 3-Jahres-Vertrag. Das musst du in dem Alter erst mal kriegen, das zeigt auch unsere Wertschätzung für ihn und unser Vertrauen in ihn. Das sollte er auch abwägen.”

Wird er der erste Neue für die kommende Saison? Fortuna Düsseldorfs Torwart Raphael Wolf ist laut „Hamburger Abendblatt“ ein Thema beim HSV. Sollte er in Hamburg die Leistungen zeigen, die er in dieser Spielzeit beim Zweitliga-Tabellenführer abruft, könnten sich die HSV-Fans freuen. Der 29-Jährige, der schon von 2004 bis 2009 bei den Rothosen unter Vertrag stand, wird vom Fachmagazin „Kicker“ als notenbester Torhüter der 2. Liga geführt. Seine Durchschnittsnote von 2,66 wird nur von den Offensivspielern Dominick Drexler (Kiel/2,58) und Steven Skrzybski (Union Berlin/2,59) getoppt. In 22 Spielen kassierte Wolf 29 Gegentore, sechsmal spielte er zu Null.

U21-Europameister Julian Pollersbeck  und Stammtorhüter Christian Mathenia könnten den HSV im Sommer verlassen. Während Pollersbeck offenbar von Frankfurt und Köln umworben wird, sollen englische Klubs ihr Interesse bei Mathenia hinterlegt haben. Gut für den HSV: Ein Ersatz soll derweil mit Raphael Wolf von Fortuna Düsseldorf bereitstehen. Das berichtet das Hamburger Abendblatt. Im Freundeskreis soll der Keeper bereits sein Interesse verraten haben. Kein Wunder, denn seine Familie lebt in Hamburg. Wolf: : „Ich fühle mich sehr wohl in Düsseldorf, aber natürlich ist und bleibt auch der HSV, mein erster Klub, immer besonders für mich.“ Beim HSV startete der gebürtige Münchner seine Profikarriere, machte aber sein Bundesligadebüt für Werder Bremen. Danach ging es nach Düsseldorf, wo der Schlussmann erheblichen Anteil am momentanen sportlichen Erfolg hat. Im Sommer könnte nun sein Weg zurück an die Elbe führen.

 

Hohn und Spott muss der HSV landauf, landab nicht erst seit dem vergangenen Sonnabend ertragen. Dieser macht nun aber auch nicht mehr vor den Stadionlautsprechern halt. Zehn Minuten vor Anpfiff des Zweitliga-Spiels Fortuna Düsseldorf gegen den FC St. Pauli wurde über die Stadionlautsprecher der alte HSV-Hit „Wer wird Deutscher Meister?“ in der ESPRIT arena gespielt. Tja, wer den Schaden hat, …

Zoltán Stieber wechselte im Winter auf Leihbasis vom HSV nach Nürnberg – und muss beim Club noch zulegen. Zwar stand der Ungar bislang immer in der Startelf, konnte aber noch nicht so richtig überzeugen. Heute Abend bietet sich nun die nächste Chance. Ab 20.15 Uhr gastiert Stieber mit Nürnberg bei Fortuna Düsseldorf. Der Club hat nach der Saison eine Kaufoption auf den Nationalspieler.

Glück im Unglück für Kerem Demirbay. Der an Fortuna Düsseldorf verliehene Mittelfeldmann wurde vom DFB-Sportgericht für fünf Wochen gesperrt und ist somit nach der Winterpause wieder spielberechtigt. Ursprünglich wollte der DFB Demirbay für insgesamt sechs Partien (zwei davon auf Bewährung) sperren, nachdem er sich über Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beschwert hatte („Frauen gehören nicht in den Fußball“). Der DFB erkannte allerdings Reue bei Demirbay, der am Wochenende ein Mädchen-Fußballspiel geleitet hatte.

HSV-Leihgabe Kerem Demirbay soll für seinen frauenfeindlichen Spruch gegen Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hart bestraft werden. „Wir haben die Nachricht bekommen, dass er für fünf weitere Spiele gesperrt werden soll, zwei davon auf Bewährung“, sagte Fortuna Düsseldorfs Sportdirektor Rachid Azzouzi. Ein Spiel Sperre erwartet Demirbay durch die Gelb-Rote Karte automatisch. Nach seinem Platzverweis im Spiel beim FSV Frankfurt (2:1) hatte Demirbay zu Steinhaus sinngemäß gesagt, Frauen hätten im Männerfußball nichts zu suchen. Der Verein erwägt, den Mittelfeldspieler als Wiedergutmachung ein Mädchen-Fußballspiel pfeifen zu lassen. Der DFB-Kontrollausschuss hat ermittelt, das Strafmaß aber noch nicht offiziell bekannt gegeben.

Was bedeutet das nun für Zoltán Stieber? Fortuna Düsseldorf, das sein Interesse an dem ungarischen Nationalspieler hinterlegt hat, trennte sich von Trainer Frank Kramer. Der war ein großer Befürworter Stiebers, weil sie bereits in Fürth erfolgreich zusammen arbeiteten. Peter Hermann, in der Vorsaison einige Wochen lang Assistenzcoach des HSV, übernimmt zunächst interimsweise bei der Fortuna. Und Stieber? Mit seinem Abgang vom HSV im Winter ist weiterhin zu rechnen – weil er dringend regelmäßig spielen muss, um seinen Platz im ungarischen EM-Kader zu sichern.