Beim HSV ist 9,2 Millionen-Euro-Mann Walace nach mehreren Verfehlungen auf das Abstellgleis geraten, doch das schreckt andere Klubs nicht ab, um den seit heute 23-jährigen Brasilianer zu werben. Wie „Sport Bild“ berichtet, haben Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt bereits ihr Interesse an einer Verpflichtung hinterlegt. Zudem sollen die spanischen Erstligisten CD Alavés und Deportivo La Coruña, ZSKA Moskau und der FC Porto scharf auf Walace sein.

Am 22. Mai 2004 war Bernd Hollerbach bis heute zum letzten Mal offiziell HSVer. Am 34. Spieltag gelang zu Hause im Volkspark ein 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt, Mehdi Mahdavikia und Sergej Barbarez erzielten die Tore. „Holler“ spielte in der letzten Partie seiner Karriere (223 Bundesliga-Spiele) 90 Minuten durch und wurde anschließend mit Blumen und viel Applaus verabschiedet. Heute in Leipzig kehrt er nun also zurück – als Cheftrainer des Dinos.

Letzter Einsatz: HSV-Verteidiger Bernd Hollerbach beackert Frankfurts Stefan Lexa. (Foto: Imago)

Nach nur einem mageren Punkt für den HSV aus den jüngsten Heimspielen gegen Wolfsburg (0:0) und Frankfurt (1:2) sitzt der Frust bei HSV-Idol Uwe Seeler tief. „Ja klar, das bewegt mich schon, denn ich weiß nicht, wie sie da rauskommen wollen“, sagte der 81-Jährige. „Das hat sich schon länger abgezeichnet, aber ich will nicht weiter Öl ins Feuer gießen.“ Seeler kritisierte zudem die Schönfärberei von Verantwortlichen und Spielern: „Wenn ich verliere, kann ich nicht gut gespielt haben.“ Nun hofft „Uns Uwe“ auf Verstärkungen für die zweite Saisonhälfte: „So schaffen sie das nicht, da muss mehr kommen. Es wäre das Beste und Sicherste, im Winter einzukaufen, wenn wir nicht das Schlimmste erleben wollen.“

Bis gestern war es ein Gesetz: Geht der HSV in Führung, dann gewinnt das Team von Markus Gisdol auch das Spiel. Viermal, nämlich gegen Augsburg (1:0), in Köln (3:1), gegen Stuttgart (3:1) und Hoffenheim (3:0) war das in der laufenden Saison der Fall. Doch trotz des Treffera von Kyriakos Papadopoulos (9. Minute) mussten sich die Hamburger im Volkspark Eintracht Frankfurt (1:2) noch geschlagen geben.

Nachdem er drei Spiele in Folge die Null gehalten hatte, legte sich Christian Mathenia gegen Frankfurt ein Ei selbst ins Nest. Einen Schuss von Marius Wolf ins kurze Eck ließ der HSV-Keeper zum 1:1 durch die Finger rutschen. Die Schuld sah er aber nicht bei sich: „Es war ein sehr harter Schuss, der Ball flatterte. Ich denke nicht, dass man von einem klaren Torwart-Fehler sprechen kann.“

Wie heißt es so schön: Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht. Nach dem 1:2 gestern gegen Frankfurt und dem Abrutschen auf den Relegationsplatz war es Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier, der klare Worte wählte: „Wir waren in der ersten Halbzeit fast 20 Minuten gar nicht im Spiel. Das war extrem scheiße – ansonsten haben wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Ein bitteres Ergebnis für uns. Wir spielen besser als in der letzten Saison, machen aber keine Schritte bei der Punkteausbeute.“