Es war ein Spiel, das auch in Hamburg mit Interesse verfolgt worden ist. Nach der 3:0-Führung hatte alles nach dem ersten Kölner Saisonsieg ausgesehen. Doch Freiburg schlug denkwürdig zurück, gewann durch zwei späte Petersen-Elfmeter noch 4:3! Der SC hat nun wie der HSV auch 15 Punkte, bleibt aber wegen des schlechteren Torverältnisses hinter Hamburg auf Platz 16. Bremen ist mit 14 Punkten Vorletzter, Köln bleibt mit drei Zählern abgeschlagenes Schlusslicht der Bundesliga.

Mit dem Punkt in Freiburg war man beim HSV zufrieden. Coach Markus Gisdol wusste zwar auch, dass sein Team im Breisgau nicht den attraktivsten Fußball gespielt hatte, nahm den Zähler aber dankend an. „Es war kämpferisch eine gute Leistung von uns, spielerisch nicht so. Wir hatten uns vorgenommen, alles reinzuhauen und zu Null zu spielen. Das hat funktioniert.“ Auf die Tabelle wolle er allerdings zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nicht blicken. „Das macht keinen Sinn“, sagte Gisdol: „Wir haben es in der eigenen Hand aus dieser Saison auch eine gute Saison zu machen. Wir haben noch drei Partien bis zur Winterpause, da wollen wir alles reinlegen.“

Dass der Auftritt des HSV in Freiburg kritisch bewertet wird, geht Kyriakos Papadopolous auf den Keks. Der Abwehr-Boss stellte klar, dass er mit dem Ergebnis zufrieden sei: „Der Punkt ist wichtig, weil wir Freiburg so auf Distanz halten. Die sind immer noch hinter uns. Besser, wir spielen so und holen auswärts Punkte, als wenn wir schönen Fußball spielen und verlieren. Wir sind nicht Bayern München, fahren hierhin und gewinnen mal eben mit 3:0. Wir haben jetzt in den letzten vier Spielen sieben Punkte geholt und zweimal zu null gespielt. Das ist wichtig für uns und gibt ein gutes Gefühl.“