Wer wird Markus Gisdols Nachfolger, sollte dieser heute entlassen werden? Trainer wie Thomas Doll, Gisdols Vorgänger Bruno Labbadia, Markus Weinzierl oder Jens Keller gelten als Kandidaten, noch aber ist all das nicht mehr als Getuschel ohne konkrete Hinweise. Die derzeitigen Co-Trainer Frank Kaspari und Frank Fröhling würden wohl mit Gisdol gehen müssen. Die U21 wird seit dem Sommer erfolgreich von Christian Titz trainiert. Der 46-Jährige war zuvor bei der U17 des HSV tätig, er gilt als Talenteförderer und hat auch schon als Individualtrainer (u.a. von Lewis Holtby) gearbeitet. Der HSV II ist momentan Tabellenführer der Regionalliga Nord. Kommt Titz, der übrigens mehrere Fußball-Fachbücher geschrieben hat, vielleicht als interne Lösung ins Spiel?Foto: Witters

In Jerez de la Frontera wird es für die Profis des HSV heiß zur Sache gehen. Markus Gisdol und seine Assistenten werden sie dabei nicht nur körperlich fordern. „Wir wollen zweimal auf dem Platz und einmal athletisch zu trainieren. Aufgrund der kurzen Winterpause und der individuellen Trainingspläne haben unsere Spieler nur wenig Substanz im konditionellen Bereich verloren. Wir werden deshalb im Trainingslager zwar natürlich auch im athletischen Bereich arbeiten, unseren Schwerpunkt aber auf den fußballerischen und taktischen Bereich legen“, gewährte Co-Trainer Frank Fröhling einen Einblick in die Planung.

Im Training wird heute aus allen Lagen geballert. Gisdol ist nicht dabei. Dafür haben die Co-Trainer Frank Fröhling und Frank Kaspari haben die sechs Feldspieler in zwei Gruppen eingeteilt. Jetzt gibt’s einen internen Wettbewerb zwischen Walace, Santos, Götz und Müller, Lasogga, Waldschmidt. Welche Gruppe trifft am meisten?

Nach dem Erfolg in Halle (4:0) verzichtete Markus Gisdol auf eine Dienstreise nach Köln. Der Trainer des HSV schickte gestern seine beiden Assistenten Frank Kaspari und Frank Fröhling in die Dom-Stadt, um den kommenden Gegner im Pokalduell mit 1899 Hoffenheim (2:1 n.V.) zu beobachten.