Er ist der Kult-Fan des HSV. Peter Dietz, den alle nur als „Helm-Peter“ kennen, hat nun in der „Bild“ HSV-Trainer Markus Gisdol attackiert. Was den 72-Jährigen stört, ist, dass der Coach immer häufiger geheim trainieren lässt. „Was ich mir von Gisdol 2018 wünsche?“, fragt „Helm-Peter“. „Ein bisschen mehr Lockerheit! Er kann mit seinen Geheimtrainings uns Fans gerne verscheißern – nur muss dabei auch endlich mal was rauskommen. Das sind Nebenschauplätze, an denen er sich aufreibt. Die bringen nichts – vergraulen aber uns Fans…“

Mit seiner Entscheidung, vor dem Pokal-Duell beim VfL Osnabrück gleich die letzten drei Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen, sorgte Markus Gisdol bei vielen Fans des HSV für Unverständnis. Hat ja letztlich auch nicht viel gebracht… Vor dem Liga-Auftakt Sonnabend gegen den FC Augsburg wird zweimal, nämlich heute und morgen, ohne Zugang für die Anhänger im Volkspark trainiert.

Die Profis des HSV dürfen heute noch einmal ausspannen, Markus Gisdol gewährt ihnen einen freien Mittwoch. Morgen beginnt dann die Vorbereitung auf das Pokalspiel am Sonntag beim VfL Osnabrück. Und der Respekt vor dem Drittligisten scheint groß zu sein, denn Gisdol und sein Team verschanzen sich: Die Trainingseinheiten morgen, Freitag und Sonntag finden allesamt unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

– Zum Geheimtraining: „Mir ging es auch darum, den Stadion-Rasen einfach mal wieder zu spüren, der ist aktuell auch so gut, dass er das aushält. Und eine gewisse Ruhe wollte ich natürlich auch. Das sind die beiden Punkte, die uns dazu gebracht haben.“

– „Wir haben schon Sonntagabend begonnen, die Mannschaft darauf vorzubereiten, was sie erwartet und das sie gewinnen kann. Der Glaube an das Gewinnen ist eine entscheidende Sache, die muss größer sein als der Glaube daran, was passieren könnte. Das ist auch der Weg, wie ich denke.“

– „Wir leben vom Kollektiv. Immer, wenn wir Geschlossenheit gezeigt haben, konnten sich einzelne Spieler noch besser entfalten. Auch am Freitag steht die Mannschaftsleistung im Vordergrund. Es wird natürlich dann zwei-drei Spieler geben, die aus dem Kollektiv herausragen können. Wir müssen an die 100-prozentige Mannschaftsleistung kommen.“

– Zu Rudnevs als möglicher Alternative: „Nach seinen ordentlichen Auftritten gab es zuletzt einen Spannungsabfall. Aber es ist gut, das wir die Alternativen haben. Und wie man das im Angriffszentrum dann aufteilt, wird man sehen.“