Das hat Trainer Markus Gisdol zur Pleite gegen Mainz gesagt: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Es ist schwer, diese Niederlage zu akzeptieren und zu bewerten. Wir müssen unsere Konsequenz offensiv und defensiv deutlich verbessern. Wir haben große Chancen liegen gelassen, im Gegenzug Tore gefangen. Wir können nichts mitnehmen, obwohl mehr drin gewesen wäre.“

Das letzte Tor erzielte der HSV in der Nachspielzeit in Köln (3:1), es folgten vier Niederlagen sowie die Nullnummer zuletzt gegen Werder. Endet heute in Mainz die nun schon 450 Minuten andauernde Torflaute des Liga-Dinos? „Wir müssen hier weiter hart arbeiten. Wir haben teilweise richtig gute Torchancen gehabt und müssen weiter total daran glauben, dass wir die Situation umstoßen. Manchmal schreibt der Fußball ja auch besondere Geschichten und vielleicht gelingt es ja ausgerechnet gegen unseren Ex-Torhüter, den kleinen Torfluch zu besiegen. Ich bin generell auch kein Freund davon, dieses Thema jetzt zu hoch zu hängen, weil das schließlich auch blockieren kann. Ich konzentriere mich auf das Herausspielen der Chancen und der Ball geht dann schon wieder über die Linie. Diesen kleinen Tick, der aktuell fehlt, müssen wir erzwingen“, sagte Trainer Markus Gisdol dazu. Ob René Adler im Mainzer Kasten da mitspielt?

Reicht die Kraft bei Bobby Wood? Der US-Stürmer war mit seinem Nationalteam unterwegs, verpasste die WM-Qualifikation. Physisch und psychisch bitter! Daher schaut HSV-Coach Markus Gisdol vor dem heutigen Spiel in Mainz ganz genau auf ihn. „Jeder Reisende weiß, wie hoch die Belastung ist. Es gibt Spieler, die so etwas mehr oder weniger gut wegstecken können. Ich werde mir einen Eindruck von seiner Verfassung machen“, sagte Gisdol, der erklärte, dass man Wood auch schonen könnte: „Natürlich machen wir uns auch Gedanken, wie wir die Situation lösen können, wenn Bobby nicht von Beginn an spielen kann. Generell musst du für die Übersee-Kandidaten immer Alternativen parat haben.“

Mainz holte aus den beiden zurückliegenden Spielen vier Punkte, kletterte damit aus dem Tabellenkeller ins untere Mittelfeld. Die Form spricht also für die Rheinhessen, vor denen HSV-Coach Markus Gisdol gewarnt ist. „Uns erwartet ein Gegner, der speziell zu Hause voll Power gibt und eine besondere Qualität besitzt. Sie treten daheim mit unglaublichen Engagement und aggressivem Pressing auf.“

Die im Verlauf der Woche wegen einer Grippe schwächelnden André Hahn und Tatsuya Ito sind rechtzeitig wieder auf dem Damm, beide konnten die Reise nach Rheinhessen gestern mit ihren Teamkollegen antreten. Für das Spiel in Mainz verzichtet Trainer Markus Gisdol freiwillig auf Luca Waldschmidt und Bakery Jatta, beide haben es nicht in den 18-Mann-Kader geschafft.